Umfrage
TagsBarack Obama Bill Clinton blogosphäre Demokraten Facebook Florida Frauen fred thompson Fundraising George Bush grassroots Hillary Clinton Internet iowa Irak Joe Biden John Edwards John McCain Kampagnenmanager michigan mike huckabee Mitt Romney moveon.org MySpace negative campaigning new hampshire pennsylvania Primaries Republikaner Ron Paul Rudy Giuliani Sarah Palin strategie TV Umfrage Wählergruppen YouTube
|
Verwandte Tags
afro-amerikaner ann coulter barack obama berater blogosphäre caucus demokraten Erstwähler Facebook frauen gewerkschaft grassroots hawaii hillary clinton howard dean internet john edwards john kerry john mccain junge wähler kalifornien kampagnenmanager kommunikation mike huckabee mitt romney mobilisierung myspace primaries rede republikaner south carolina strategie super tuesday superdelegierte tv Twitter umfrage Wählergruppen wählerregistrierung wirtschaft wisconsin youtubeDie Obama-KoalitionFreitag, 7. November 2008
Für Politikwissenschaftler ist diese Nachwahlphase ein Fest. Seit Jahren sind sie auf der Suche nach einer neuen realignment election, also einer Epoche machenden Wahl, bei der sich Wählerblöcke neu orientieren und sich die Machttektonik zwischen den Parteien massiv verschiebt. Es zu früh, diese Präsidentschaftswahl in eine solche Kategorie einzuordnen. Die ersten Daten aus den Nachwahlbefragungen verraten aber sehr interessante Trends.
Vorweg: Der Sieg Barack Obamas ist maßgeblich der aktuellen Wirtschaftslage geschuldet. Sie führte zu einem massiven Wechsel vieler Wähler in das demokratische Lager. Je schlechter die Bürger die Wirtschaftsentwicklung bewerteten, desto höher stiegen die Umfragewerte für Obama (s. Grafik). Unweigerlich erinnert man sich an die Flutkatastrophe 2002 in Deutschland, die Gerhard Schröder maßgeblich die Wiederwahl sicherte.
Insgesamt hat Barack Obama seinen Sieg aber einer sehr bunten, zukunftsfähigen Koalition von Wählern zu verdanken. Beginnen wir mit der Jugend. Selten gab es eine solch eklatante Spanne zwischen den Kandidaten im Segment der Jungwähler. Obama gewann die Gruppe der 18-bis 29-jährigen mit 34 Prozentpunkten (!) Vorsprung. Insgesamt wählten 11 Prozent des Elektorats zum ersten Mal. Diese Wähler waren mehrheitlich jung und farbig, sie gingen klar an Obama. Interessant auch die Werte bei jungen Latinos, von denen 76 Prozent den Demokraten wählten. Auch die Genderlücke ist wieder größer geworden. Frauen präferierten Barack Obama mehrheitlich gegenüber John McCain (56%-43%). Das ist ein deutlicher Zuwachs zu 2004. Diesen Vorsprung hat Obama vor allem allein stehenden (und oft auch allein erziehenden) Frauen zu verdanken, bei denen er einen Vorsprung von 41 Prozent gegenüber John McCain hatte. Auch bei Männern konnte Obama eine knappe Mehrheit erreichen. Auch wenn die Mehrheit der weißen Wähler für John McCain stimmte (43%-55%), so konnte Obama diesen Nachteil mit einem Zuwachs an minoritären Wählern wettmachen. Waren 90 Prozent der McCain-Wähler weiß, so hatte Obama eine buntere Zusammensetzung von Unterstützern. 61 Prozent seiner Wähler waren weiß, 23 Prozent schwarz, 11 Prozent Latino und 2 Prozent Asiaten. Insgesamt stimmten 95 Prozent der Afro-Amerikaner für ihn. Das ist ein Zuwachs von 7% gegenüber John Kerry in 2004. Bei Asian Americans hatte Obama einen Vorsprung von knapp 30 Prozent. Bedeutender ist jedoch der Stimmungswechsel bei den Latinos. Hatte George W. Bush es vor vier Jahren noch geschafft, viele (kulturell konservative) Hispanics mit einem ausgeprägten Wertewahlkampf ins Lager der Republikaner zu ziehen, so wanderten 2008 viele dieser Wähler zu den Demokraten. Obama konnte bei dieser überproportional wachsenden Bevölkerungsgruppe 23 Prozentpunkte gut machen. Sie bescherte ihm u.a. Siege in New Mexico und Colorado. Wichtiger Bestandteil der obamaschen Wählerkoalition waren zudem die affluenten, weißen, gebildeten Wähler in den Vororten der größeren Städte. Obama nahm diese Bastion des gemäßigten Konservatismus in vielen Teilen des Landes ein, egal ob im Norden Virginias oder im reichen Orange County in Kalifornien. Obwohl Obama im Wahlkampf offen zugab, Umverteilungspolitik betreiben zu wollen, holte er massiv bei Gutverdienern auf, die über 100.000 Dollar Jahreseinkommen haben (+8%). Diese Gruppe hatte George W. Bush 2004 noch klar für sich entschieden. Auch die Mehrzahl der besser Gebildeten im Land scheint vermehrt zur Demokratischen Partei zurückzukehren. Bei Wählern mit einem Master- oder PhD-Abschluss gewann Obama 18 Prozentpunkte dazu, auch die College-Absolventen gewann er knapp. Hinzu kommen die Arbeiter und Geringverdiener, die zwar mehrheitlich in den Primaries für Hillary Clinton gestimmt hatten, aber im Laufe des Hauptwahlkampfes – auch dank der effektiven GOTV-Kampagne der Gewerkschaften – zurück ins demokratische Lager gekommen sind. Das Bild lässt einen klaren Schluss zu. Barack Obama hat es geschafft, die demokratische Wählerkoalition massiv auszubauen. Ob er sie allerdings längerfristig in der Demokratischen Partei halten kann, bleibt abzuwarten. Immerhin hat er seiner Partei das Label „Zukunft“ anheften können. Die Republikaner werden dagegen mehr und mehr zur Partei der angry white men im Heartland und im Süden des Landes. Die einzigen Bezirke, in denen McCain dazu gewinnen konnte, waren strukturschwache Gegenden in den Appalachen. Das sagt einiges aus.
Blogeintrag von Maik Bohne
um
09:24
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: Barack Obama, Erstwähler, John McCain, Junge Wähler, mobilisierung, Umfrage, Wählergruppen, wählerregistrierung, wirtschaft, zielgruppen
Die soziale Dimension der PolitikDienstag, 8. April 2008
Nach einer Studie des PEW- Meinungsforschungsinstitut nimmt der Gebrauch sozialer Netzwerke und Videos im US-Wahlkampf stark zu.
Die Untersuchung zeigt, dass sich unter den jungen Amerikanern ein neues Medienverhalten verzeichnen lässt. Nachrichten werden nicht mehr in erster Linie aus Tageszeitungen oder Nachrichtensendungen im Fernsehen entnommen, sondern aus E-Mails von Freunden. Damit werden die Jugendlichen nicht nur zu Konsumenten von Nachrichten, sondern auch zu Sendern. In der New York Times wird die 25 jährige Lauren Wolfe zitiert, die als „President of College Democrats of America“ aktiv ist: „Oft lese ich eine interessante Meldung im Internet und sende die URL an zehn Freunde.“ Sie fügt hinzu, dass sie lieber einen Artikel liest, der sie in einer E-Mail eines Freundes erreicht, als den Artikel selbst in der Zeitung zu suchen. Somit wächst die Bedeutung sozialer Netzwerke wie Facebook und sozialer Medien wie YouTube von reinen Unterhaltungsformaten zu Nachrichtenmedien. Dieses Phänomen lässt sich auch in den Kampagnen der Kandidaten beobachten. Allen voran nutzt Barack Obama die Möglichkeiten des wachsenden Interesses an Web 2.0. Als Barack Obama im Januar auf die letzte „State of the Union“-Rede von George W. Bush mit einem fünfminütigen Video-Kommentar reagierte, erreichte diese Rede wenig Aufmerksamkeit von Zeitungen und Fernsehen. Aber das Video war vielmehr für das Internet geschaffen und schnell auf YouTube veröffentlicht, wo es auf der Liste der populärsten Videos erschien und auf Googles Liste der meist gebloggten Themen. Es wurde über 1,3 Millionen Mal angeschaut und von mehr als 500 Blogs verlinkt. Außerdem zirkulierte es weitreichend in sozialen Netzwerken wie Facebook. Zwei Drittel der unter 30-jährigen amerikanischen Web-Nutzer geben an, soziale Netzwerke zu nutzen, während weniger als 20% der Älteren sich dort registrieren. MySpace und Facebook dienen auch als Bindeglied zu den Kandidaten. Die Nase vorn hat in diesem Rennen um die Wählergunst eindeutig Barack Obama mit zirka 1 Million „Freunden“ auf den beiden Webseiten. Hillary Clinton, seine Rivalin innerhalb des demokratischen Lagers, folgt mit kaum 330.000 Freunden und der Republikaner John McCain verzeichnet dort über 140.000 Anhänger. Nach Angaben des PEW Instituts haben vier von zehn jungen Wählern Kandidaten-Reden, Interviews und Spots im Internet angesehen. Sie bezeichnen die Online-Diskussionen und Videos als relevante Quelle für Wahlkampfinformationen. So war in den Tagen nach Barack Obamas Speech on Race der Link zu dem Video und dem Text das meistversandte Thema auf Facebook.
Blogeintrag von Ute Pannen
um
10:04
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: barack obama, blogosphäre, facebook, internet, junge wähler, kommunikation, myspace, rede, umfrage, youtube, zielgruppen
Web 2.0-WählerMontag, 10. März 2008
Wenn es um soziale Netzwerke geht, ist Fred Stutzman, Autor des Weblogs TechPresident, Muttersprachler. Facebook, YouTube, Twitter – diese Anwendungen sind tief in seinen Alltag integriert. Er stellte in dieser Woche die Bedeutung von Web 2.0 für den amerikanischen Wahlkampf vor. Dabei betont er, dass soziale Medien nie die alleinigen Kampagneninstrumente sind, aber die Stoßkraft und Eigendynamik einer Bewegung unterstützen. Barack Obamas Momentum bietet das beste Beispiel, wie soziale Netzwerke Wähler aktivieren können: online und offline. Sie spenden, senden E-Mails, SMS und YouTube-Videos, doch allem voran generieren sie Aufmerksamkeit und Interesse.
In diesem US-Wahlkampf interagieren eine beträchtliche Zahl von Wählern auf sozialen Netzwerken mit ihren Kandidaten. Millionen schauten YouTube-Videos an, Tausende pflegen Facebook-Freundschaften mit Kandidaten. Diese Wähler tragen massiv zur Verbreitung von Informationen rund um die Kandidaten bei, und manche von ihnen nehmen wichtige Funktionen ein. Wer sind also diese Web 2.0-Wähler? Offensichtlich gibt es verschiedene Typen: 1. Der Schaufenster-Typus Nach Angaben des Pew Research Centers haben fast 70 Millionen Amerikaner ein Profil in einem sozialen Netzwerk und viele Millionen haben sich YouTube-Videos angesehen. Der Schaufenster-Typus repräsentiert die große Mehrheit der Web 2.0-Wähler. Sie nehmen aus der Distanz am Geschehen in den sozialen Netzwerken teil: Sie schauen Videos an, beobachten Freunde, wie diese in sozialen Netzwerken politische Positionen einnehmen, aber sie nutzen sie nicht selbst zur politischen Meinungsäußerung. Das Pew Forschungsinstitut geht davon aus, dass fast ein Viertel der Amerikaner einen Teil ihrer politischen Informationen aus dem Internet zieht. Man kann sich also vorstellen, wie verbreitet der Schaufenster–Typus ist. 2. Die Zehen-Eintunker Die Zehen-Eintunker gehen einen Schritt weiter als die Schaufenster-Typen, sie kommunizieren ihre Interessen aktiv in sozialen Netzwerken. Sie unterstützen Kandidaten auf Facebook oder nutzen traditionelle Möglichkeiten wie E-Mails, um im Sinne von viralem Marketing eine politische Botschaft zu verbreiten. Die Gruppe der Zehen-Eintunker ist kleiner und jünger als die der Schaufenster-Typen. Nach Angaben von Pew pflegen 3% der Amerikaner eine „Freundschaft“ mit einem Kandidaten innerhalb eines sozialen Netzwerkes. 3. Der Kommunikator Der Kommunikator ist in etwa die Person, die man als Web 2.0-Muttersprachler bezeichnen würde. Sie benutzen Blogs, Foren oder soziale Netzwerke, um ihre politische Information zu streuen. Das muss nicht unbedingt bedeuten, dass sie selber Blogger sind, aber sie nutzen sie gelegentlich, um Botschaften zu versenden. Laut der Blogads-2008-Erhebung haben 17% der Leser politischer Blogs ihr eigenes Blog. Die Kommunikatoren sind wichtige Produzenten von Inhalten in sozialen Netzwerken. 4. Experte Zu den Experten auf dem Gebiet des sozialen Netzwerkens gehören zum Beispiel die 14.000 Amerikaner, die Barack Obama auf Twitter Es sind interessante Parallelen zwischen diesen Gruppen zu beobachten. Sowohl Schaufenster-Typen als auch Experten neigen dazu, im Internet zu spenden. Beide besuchen die Kandidaten-Webseiten und abonnieren Newsletter. Der Unterschied liegt nicht im Konsumieren von Nachrichten, sondern im Produzieren. Soziale Netzwerke sind also zu einem wichtigen Instrument des US-Wahlkampfes geworden, weil jeder, der etwas zu sagen hat, das auch tun kann. Die Zahl der Schaufenster-Typen überwiegt natürlich über allen anderen, aber mit der Zeit entwickeln sich immer mehr Wähler zu Web2.0-Muttersprachlern. Es ist eine Langzeitentwicklung, aber eine vielversprechende - auch für Deutschland.
Blogeintrag von Ute Pannen
um
12:58
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: Barack Obama, blogosphäre, Facebook, John Edwards, Twitter, YouTube, zielgruppen
Mit dem Rücken zur WandMittwoch, 5. März 2008Da sitzt man in Washington zwischen Politikberatern, Wahlkämpfern, Bloggern und Journalisten und verfolgt die vermeintlich entscheidenden Vorwahlen und ist mal wieder überrascht. Nicht nur vom für Hillary - zuletzt oft bezweifelten - positiven Ergebnis, auch davon, mit welcher Fazination und Intensität die verschiedenen Kampagnen begleitet werden. Jede Zeitung, jeder Fernsehsender und jedes sogenannte „independent medium“ haben das Thema aufgegriffen. Und fast alle Gespräche an diesem Abend drehen sich um die „presidential candidates“. Vor allem um die Frage: Reichen Hillary diese Siege für die ersehnte Nominierung? Fakt bleibt aber, dass die Demokraten weiter intern kämpfen, während die Republikaner mittlerweile entspannt mit McCain auf das grosse Ziel blicken: die US Präsidentschaft 2008. Und dieser Wahlkampf wird, egal mit welchem Kandidaten auf demokratischer Seite, der teuerste und modernste sein, den die Welt bisher gesehen hat. Es bleibt also spannend. P.S.: Genauere Informationen zu den Ergebnissen der Kandidaten in den einzelnen Bevölkerungsgruppen finden Sie hier. Clinton kann Obamamentum stoppenMittwoch, 5. März 2008
Die Achterbahnfahrt geht weiter, der gordische Knoten bleibt ungelöst. Mit ihren Siegen in Ohio, Texas und Rhode Island hat Hillary Clinton es geschafft, das Rennen um die Kandidatur weiter offen zu halten. Obama verpasste es gestern Abend, sich die Krone der Demokratischen Partei aufzusetzen. Hätte er einen der beiden großen Vorwahlstaaten Ohio oder Texas gewonnen, wäre das demokratische Establishment bereit gewesen, sich hinter seiner Kandidatur zu sammeln. Es bleibt ihm aber ein klarer Sieg in Vermont und ein Vorsprung bei den Delegierten. Obama ist damit weiterhin in der strategisch besseren Lage für den Parteitag im August.
Den Abstimmungen war ein harter Vorwahlkampf vorausgegangen, der den Kandidaten alles abverlangte. Obama investierte erhebliche Mittel in die Wahlkämpfe. Er versuchte alles, um Clinton in die Knie zu zwingen. Er gab doppelt so viel Geld für TV-Spots aus wie Hillary, auch seine Grassroots-Kampagne lief auf vollen Touren. Obama-Anhänger tätigten allein in den letzten Tagen vor den Abstimmungen mehr als 1.5 Millionen Anrufe (!), um unentschiedene Wähler von den Qualitäten des jungen Senators zu überzeugen. Hillary Clinton spielte dagegen ihre letzten Trumpfkarten aus. Sie stilisierte die Vorwahlen zu einem Do-Or-Die-Wettbewerb. Damit gab sie ein klares Signal an ihre Anhänger: Geht zur Wahl, sonst bin ich weg! Clinton spielte auf allen Tasten der Wahlkampf-Klaviatur. In der ersten TV-Debatte gab sie sich sanft und ausgleichend, mit ihren Auftritten bei Saturday Night Live und der Today Show zeigte sie ihre humorvolle Seite. Parallel dazu ging sie in die Offensive. Sie attackierte Obama hart, sie setzte auf populistische Botschaften und bemühte zum Schluss sogar das legendäre rote Telefon, um bei den Vorwählern Zweifel an Obamas politischer Kompetenz und Erfahrung zu wecken. Eine erste Analyse der Nachwahlbefragungen zeigt, dass Hillary Clinton mit dieser Kampagne Erfolg hatte. Mit deutlichem Abstand gewann sie diejenigen Wähler, die sich erst in den letzten drei Tagen vor der Abstimmung entschieden hatten, in Ohio mit 11 Punkten Vorsprung, in Texas sogar mit 23 Punkten. Diese Gruppe hatte sich bisher fast immer mehrheitlich für Obama ausgesprochen. Clintons Siege basierten jedoch vor allem darauf, dass sie ihre Stammklientel wieder fest auf ihre Seite ziehen konnte. Verfrüht waren die Annahmen, dass Obama nachhaltig in die Clinton´schen Wählergruppen vorstoßen können würde. Hillary gewann bei weißen Frauen, älteren Wählern, weniger formal Gebildeten und bei der Mittel- und Arbeiterschicht. Hispanics konnte sie in Texas sogar mit 67-31 Punkten für sich entscheiden. In Ohio gewann sie zudem die Mehrheit der Independents (unabhängige Wähler) und der weißen Männer. Wähler also, die zuvor zur Stammklientel Obamas gehört hatten. Alles in allem also ein guter Abend für Hillary Clinton. Unter „Yes, she will“-Rufen ihrer Anhänger zeigte sie sich kämpferisch. Sie sagte: „Wir machen weiter, wir bleiben stark und wir werden den Weg bis zu Ende gehen!“ Dieser Weg bleibt jedoch ein äußerst steiniger. Clinton konnte Obamas Vorsprung bei den Parteitagsdelegierten zwar verringern, jedoch nur sehr minimal. Aufgrund der komplizierten proportionalen Zuteilung der Delegierten sehen Experten kaum Möglichkeiten, dass sie bis zum Ende der Vorwahlsaison noch an Obama vorbeiziehen kann. Was bleibt ihr? Sie muss versuchen, ihre Siege in Ohio, Texas und Rhode Island in eine neue Erzählung zu gießen, die das Parteiestablishment in Form der Superdelegierten überzeugen wird, ihre Stimme für die Ex-First Lady abzugeben. Eine solches Narrativ könnte sein: „Obwohl Obama erhebliche Ressourcen in den Wahlkampf gesteckt hat, melden die Wähler Zweifel an seiner Person und seiner Botschaft des blumigen Wandels an („He can´t close the deal“). Die rhetorische Blase scheint zu platzen. Menschen und Medien beginnen zu sehen, dass sich hinter der Obamania ein unerfahrener Politiker verbirgt, der nicht die nötige politische Härte und Erfahrung besitzt, um gegen John McCain und die republikanische Medienmaschine anzutreten.“ Zudem kann Clinton darauf verweisen, dass sie in den bevölkerungsreichsten Staaten gewonnen hat, die zudem noch die Herzkammer der Demokratischen Partei bilden (New York, Kalifornien, Massachusetts, Ohio, Michigan). Der Zweikampf geht also weiter, spätestens bis zur Vorwahl in Pennsylvania am 22. April. Bis dahin muss Hillary jedoch noch zwei Abstimmungen in Wyoming (Caucus) und Mississippi überstehen. Beide Staaten favorisieren Obama, der seine Siege benutzen wird, um den Druck auf seine Konkurrentin zu erhöhen. Gewinnt Clinton jedoch in Pennsylvania, dann geht die Partei ohne Nominierten in einen heißen Sommer. Die größte Kontroverse könnte Hillary vom Zaun brechen, wenn sie versuchen würde, die (als ungültig deklarierten) Delegierten aus Michigan und Florida für sich zu reklamieren. Einer würde sich darüber diebisch freuen: John McCain! Hier eine interessante Unterhaltung zwischen DNC-Chef Howard Dean, Howard Fineman (Newsweek) und Chris Matthews (Hardball, MSNBC) über den weiteren Verlauf der Vorwahlen:
Blogeintrag von Maik Bohne
um
12:26
| Kommentar (1)
| Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: barack obama, grassroots, hillary clinton, howard dean, john mccain, superdelegierte, tv, youtube, zielgruppen
Obama weiter auf ErfolgskursMittwoch, 20. Februar 2008Die letzten Umfragen vor der Primary in Wisconsin deuteten noch auf einen knappen Wahlausgang hin. Umso erstaunlicher, wie deutlich Barack Obama im Badger State gewinnen konnte. Er siegte mit 58 Prozent der Stimmen, Hillary Clinton kam auf 41 Prozentpunkte. Wie schon mehrfach betont, führt dieser Sieg aufgrund der proportionalen Zuteilung nicht zu einem substantiellen Gewinn von Delegierten. Und doch ist es ein wichtiger symbolischer Erfolg für Obama. Wisconsin und Hawaii sind seine Siege Nr. 9 und 10 in Folge. Wichtiger ist jedoch, dass es Obama einmal mehr geschafft hat, in das Wählerlager von Hillary Clinton einzubrechen. Ein Drittel der Vorwähler in Wisconsin waren Gewerkschaftsmitglieder. Obama teilte sich deren Stimmen mit Clinton, ein substantieller Erfolg für den jungen Senator aus Illinois. Sicher half Obama dabei auch das offizielle Endorsement der größten Einzelgewerkschaft der USA, der Service Employees International Union (SEIU). Obama gewann zudem 51% der Frauen für sich, auch 50% der demokratischen Stammwähler entschieden sich für ihn. Eine weitere wichtige Zahl: Obama gewann die Mehrheit der Wähler, die als wahlentscheidende Themen Wirtschaft und Arbeitsplätze angaben. In dieser Gruppe schlug er Clinton mit 12 Prozentpunkten, obwohl die Senatorin in den vergangenen Tagen einen populistisch-linkeren Ton angeschlagen hatte. Der Wanderzirkus zieht nun weiter nach Texas und Ohio (4.März), eine Wasserscheide für die Clinton-Kampagne. Schafft es Obama, einen dieser Staaten zu gewinnen, wird es eng für Hillary Clinton. Sie darf den Vorsprung Obamas bei den Delegierten nicht zu groß werden lassen, um die Superdelegates am Ende der Vorwahlsaison noch auf ihre Seite ziehen zu können. Clinton wird in den nächsten Tagen versuchen, Kontraste deutlicher zu machen. Sie wird Obamas politische Unerfahrenheit, sein lückenhaftes Konzept zur Reform der Krankenversicherung und seine blumige Rhetorik härter als bisher angreifen.
Dass Obama sich aber nicht allein auf seine elektorale Stärke verlässt, zeigt ein E-Mail-Aufruf, den sein Kampagnenmanager David Plouffe vor zwei Tagen veröffentlichte. Er rief Obamas Unterstützer auf, eine E-Mail an die knapp 800 Superdelegierten zu schreiben und sie persönlich aufzufordern, ihre Stimme für Obama abzugeben. Hier ein Auszug aus dem Aufruf: „Our work so far has taught us one important lesson: that your personal story about why you support Barack Obama is often the most powerful persuasion tool for someone who's undecided. That's true whether that undecided voter is your neighbor or a superdelegate.The story of where you're from, what brought you into the political process, the issues that matter to you, and why you became part of this movement has the potential to inspire someone who could cast a deciding vote in this contest.”
Blogeintrag von Maik Bohne
um
11:30
| Kommentar (1)
| Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: barack obama, gewerkschaft, grassroots, hawaii, hillary clinton, strategie, superdelegierte, wisconsin, zielgruppen
Obama reitet die Welle des ErfolgesMittwoch, 13. Februar 2008Barack Obamas Siegesserie geht munter weiter. Gestern gewann er die Abstimmungen in Virginia, DC und Maryland. Die Siege kamen nicht unerwartet, in der Höhe waren sie jedoch überzeugend. Die nächsten Vorwahlen in Wisconsin und Hawaii (19.2.) wird er aller Voraussicht nach auch gewinnen. Der Februar scheint zum Obama-Monat zu werden. Obama ist zur Zeit der strahlende Vorwahl-Held. Hillary Clinton muss sich mit der Rolle der Nebendarstellerin begnügen. Als die Wahlergebnisse der Potomac Primary eingingen, weilte sie schon in Texas. Dort erwähnte sie die Abstimmungen mit keinem Wort. Die Clinton-Kampagne steht extrem unter Druck und hat sich, bedingt durch die Kraft des Faktischen, auf eine Giuliani-Strategie zurückziehen müssen. Die Clintons harren aus bis zu den Vorwahlen in Ohio und Texas. Sie schwören ihre Unterstützer und Geldgeber darauf ein, dass sie in diesen beiden Staaten das Momentum Obamas brechen werden. Die Wählerzusammensetzung in Ohio (viele Arbeiter und weiße Mittelschicht) und Texas (hohe Anzahl von Hispanics) kommt Hillary Clinton entgegen. Und dennoch ist es ein gefährliches Unterfangen, die beiden Staaten zur faktischen Wasserscheide der Kampagne zu erklären! Schafft es Obama, am 4. März in Ohio oder in Texas zu gewinnen, dann ist das Rennen trotz aller komplizierten Delegiertenrechnerei so gut wie vorbei. Obama hält jetzt alle Karten in der Hand. Das zeigen auch die Nachwahlbefragungen in DC, Virginia und Maryland. Sie brachten Erstaunliches zu Tage. Zum ersten Mal konnte Obama seine Wählerkoalition substantiell ausbauen. Er gewann die Mehrheit der Hispanics, er gewann die Mehrheit bei weiblichen Wählern, er gewann in allen Einkommensschichten. Selbst bei weißen Frauen, den treuesten Unterstützerinnen von Hillary Clinton, konnte er in Virginia 47 Prozent holen. Auch wenn Politico.com Obama schon „a new aura of momentum“ bescheinigt, sollten wir weiterhin vorsichtig sein. Dieses verrückte Rennen hat schon so einige Überraschungen für uns parat gehalten. Wir erinnern uns an New Hampshire! Dennoch deuten die Zeichen des Sieges in Richtung Obama. John McCain, der gestern alle drei Vorwahlen für sich entscheiden konnte, testete gestern schon einmal seine ersten Einzeiler gegen den jungen Senator aus Illinois. In seiner Siegesrede sagte er: „To encourage a country with only rhetoric rather than sound and proven ideas that trust in the strength and courage of free people is not a promise of hope. It is a platitude.” Hillary Clintons hat diese Strategie auch gegen Obama ausprobiert, bisher ohne großen Erfolg. Super spannend, duper knapp: Analysen zum Super TuesdayMittwoch, 6. Februar 2008
Historisch, dramatisch, spannend. Die versammelte amerikanische Wahlkampfexpertenschar fand gestern Abend große Worte für den Ausgang des Super Tuesday. Der Vorwahlkuchen hatte sich gut verteilt, jeder der Kandidaten schien Anlass zum Feiern zu haben. Wir wollen hier jedoch einen Blick hinter die schillernde Welt von Siegesreden, Konfettiregen und 30-Sekunden-Kommentaren wagen. Unsere Analyse der Wahlergebnisse soll eine erste Erklärung liefern für den Ausgang dieses aufregenden Vorwahlabends.
DEMOKRATEN Hillary Clinton und Barack Obama gehen beide als Sieger aus dem Super Dienstag hervor. Clinton gewann die bevölkerungsreichen Staaten Kalifornien und New York, sie liegt zudem im Rennen um die Delegierten vorn. Obama konnte die Mehrzahl der Super-Tuesday-Staaten (13-8) für sich entscheiden, er machte entscheidenden Boden gut gegenüber der noch vor zwei Wochen in nahezu allen Umfragen führenden Hillary Clinton. Eine Analyse der Nachwahlbefragungen ergibt ein interessantes Bild. Hillary Clinton gewann wichtige Wettbewerbe im Nordosten der USA. Siege in New York und New Jersey waren keine Überraschung, der Gewinn in Massachussetts hingegen schon. Obama hatte hier die gesamte politischen Elite des Staates hinter sich gewusst, u.a. Gov. Patrick Deval, Sen. Ted Kennedy und Sen. John Kerry. Auch im Westen der USA trumpfte Hillary mit lebenswichtigen Siegen in Kalifornien und Arizona auf. Ein Triumph in ihrer zweiten Heimat Arkansas war abzusehen, der erste Platz in Tennessee überraschte. Hillary Clinton konnte sich auch in dieser Vorwahlrunde wieder auf die klassische demokratische Wählerkoalition stützen, von der sie schon in New Hampshire, Nevada und Florida zu Siegen geführt worden war. Weiße Frauen aus der Mittelschicht sind ihre verlässlichsten Unterstützer, sie machten in den meisten Staaten den größten Wählerblock aus. Hier hat Clinton einen enormen Vorsprung vor Obama. Ältere Wähler Ü-60 sind fest in ihrem Lager. Auch ihre Unterstützung bei Latinos konnte sie festigen. Sie gewann die Mehrheit dieser schnell wachsenden Wählergruppe in allen 22 Vorwahlstaaten. Teil ihrer Wählerkoalition ist zudem die klassische demokratische Schutzklientel: Menschen mit geringerem Einkommen und mit weniger formeller Bildung. Barack Obama´s Siege kann man mit Recht als geografisch divers bezeichnen. Er gewann in Staaten wie Alaska und Idaho genauso wie in Connecticut und dem Trendstaat Missouri. Verlassen konnte er sich auf die afro-amerikanischen Wähler, die ihm u.a. zu Erfolgen in Georgia und Alabama verhalfen. Auch in den Staaten, die einen Caucus (lokale Parteiversammlungen) abhielten, hatte Barack die Nase vorn. Ein weiteres Indiz für die gute Organisation und den Enthusiasmus an den Graswurzeln der Obama-Kampagne. Obama stützte sich zu großen Teilen wieder auf seine bunte Wählerkoalition aus Schwarzen, U-40-Wählern sowie aus Wählern der akademischen Mittel- und Oberschicht. Bedeutend ist jedoch, dass er einen substantiellen Anteil von weißen Männern hinzu gewann, vor allem in Arizona, Connecticut, New York, Missouri und New Jersey. Die Splits in den Wählerschaften der beiden Kandidaten verlaufen also in erster Linie zwischen schwarz und weiß (racial gap) sowie zwischen männlich und weiblich (gender gap). Der deutlichste aller Gräben tut sich aber zwischen Wählern auf, die Wandel bevorzugen (Obama) und Wählern, die Erfahrung als wichtigste Eigenschaft eines Kandidaten betrachten (Clinton). REPUBLIKANER Auf Seiten der Republikaner ist der Kampf um die Kandidatur übersichtlicher. John McCain hat zwar unbeeindruckender abgeschnitten als angenommen. Es reichte aber, um sich als klarer Frontrunner der Partei zu etablieren. Die Überraschung des Abends war sicherlich das gute Abschneiden von Mike Huckabee. Mitt Romney schaffte es nicht, aus dem Vorwahlkampf ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit McCain zu machen. John McCain profitierte am gestrigen Tag entscheidend davon, dass Mitt Romney und Mike Huckabee die konservativen Wähler der Partei aufsplitteten. Nur so waren seine Siege in Illinois, Missouri oder Oklahoma möglich. Stark zeigte sich McCain im Nordosten der USA, in einem Teil des Landes also, der viele moderate, konservative Republikaner und Independents beheimatet. Ähnliches gilt für Kalifornien, wo er nahezu alle Stimmbezirke für sich entschied. Bedenklich ist für McCain jedoch, dass er seinen Anteil bei sozialkonservativen Wählern nicht signifikant steigern konnte. Nicht nur die Eliten der Bewegung wie Rush Limbaugh, Ann Coulter oder James Dobson sind offen gegen ihn, sondern auch die konservative Basis will nicht so recht warm werden mit dem republikanischen Frontrunner. McCain punktete hingegen bei Wählern, die unzufrieden mit der Bush-Regierung sind, die dem Irak-Krieg kritisch gegenüber stehen und für die Charakterzüge der Kandidaten wichtiger sind als spezifische Themen. Kaum bemerkt worden ist bisher auch der Vorteil, den McCain bei weiblichen Wählern hat, den sog. „security moms“. Wie angesprochen teilten sich Mitt Romney und Mike Huckabee die Stimmen der konservativeren Wähler. Romney, der Siege in seiner Heimat Massachussetts und in einigen Staaten im Westen des Landes (Colorado, Montana, North Dakota, Utah) einfuhr, konnte keinen entscheidenden Rückenwind für seine Kampagne erzeugen. Vorteile hatte er lediglich bei konservativen Wählern in den Vororten der größeren Städte, deren Top-Thema illegale Einwanderung ist. Mike Huckabee eroberte hingegen einmal mehr die Herzen der religiösen, evangelikalen Wähler. So erklären sich seine Siege in Georgia, Alabama, Arkansas, West Virginia und Tennessee. Huckabee wird damit zum perfekten Vize-Präsidentschaftskandidaten für McCain.
Blogeintrag von Maik Bohne
um
16:02
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: ann coulter, barack obama, caucus, demokraten, frauen, hillary clinton, john kerry, john mccain, junge wähler, kalifornien, mike huckabee, mitt romney, primaries, republikaner, strategie, super tuesday, zielgruppen
Obamas Sieg in South Carolina: Eine AnalyseDienstag, 29. Januar 2008Das Auf und Ab im demokratischen Vorwahlkampf geht weiter. Mit einem überzeugenden Sieg in South Carolina hat Barack Obama wieder neuen Rückenwind für seine Kampagne bekommen. Deutlicher als erwartet gewann der junge Senator aus Illinois mit 55% der Stimmen vor Hillary Clinton (27%) und John Edwards (18%). Sein Sieg fußte vor allem auf den Stimmen der afro-amerikanischen Bevölkerung, die die Mehrheit der Vorwählerschaft bei den Demokraten stellte. In dieser Wählergruppe erhielt Obama 78% der Stimmen, Hillary Clinton hingegen nur 19%. Obama siegte insgesamt in fast allen Wählerkategorien, besonders hoch jedoch bei jungen Urnengängern unter 40, bei Independents und bei Menschen, die sich einen umfassenden Politikwechsel wünschen. Auch 24% der weißen Wählerschaft South Carolinas konnte er für sich mobilisieren. Der Sieg in South Carolina zeigte jedoch auch, wie schwierig es für Obama werden wird, am Ende als Sieger aus dem Zweikampf mit Hillary Clinton hervorzugehen. Erstens hat sich die Agenda des Wahlkampfes rasant gewandelt, weg vom Irak-Krieg hin zu den Themen Wirtschaft und Arbeit. Nannten in Iowa nur 35% der Vorwähler Wirtschaft als ihr Top-Thema, waren es in South Carolina bereits 53%. Bei diesen Themen kann Hillary Clinton ihre politische Erfahrung und Führungsstärke besser ins Spiel bringen. Zweitens scheint Obama mit in den Strudel des Negativwahlkampfes gerissen zu werden, den Hillary und Bill Clinton in den vergangenen Tagen losgetreten hatten. Obwohl Obama bei seinem positiv-idealistischen Wahlkampf blieb, gab mehr als die Hälfte der Vorwähler an, dass Clinton und Obama gleichermaßen unfair attackierten. Drittens gibt es nur wenige Super-Tuesday-Staaten mit einer vergleichbaren sozialstrukturellen Wählerzusammensetzung wie South Carolina. Legt man die Werte aus den demokratischen Vorwahlen des Jahres 2004 an, so hatte nur Georgia einen ähnlichen hohen Anteil von schwarzen Vorwählern (47%) wie South Carolina. Ein Nachteil für Obama. Obamas Chance liegt aber darin, den Vorwahlkampf als Wahl zwischen Vergangenheit/Status Quo (Clinton) und Zukunft (Obama) zu stilisieren. Wähler entscheiden zwar zunehmend situativ, jedoch fast immer zukunftsorientiert. Um die Zukunft muss sich die Demokratische Partei insgesamt kaum Sorgen machen. In South Carolina nahmen rekordverdächtige 530.000 Bürger an den Vorwahlen der Demokraten teil. Das sind 100.000 mehr als bei den Republikanern. Eine erstaunliche Zahl in einem solch konservativen Staat wie dem Palmetto State. Barack Obamas Siegerrede:
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
um
09:59
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: afro-amerikaner, barack obama, hillary clinton, john edwards, south carolina, zielgruppen
Clinton-Stratege veröffentlicht „Microtrends“Montag, 27. August 2007Welche Zielgruppen Hillary Clinton bei ihrem Wahlkampf vor allem im Blick hat, verrät vermutlich schon bald das neue Buch ihres Chefstrategen Mark Penn. Anfang September soll „Microtrends: The Small Forces Behind Tomorrow's Big Changes“ auf den Buchmarkt kommen. Darin benennt Penn laut Political Wire mehrere neue Typen von US-Bürgern und damit auch potenziellen Wählern. Als da wären etwa:
(Seite 1 von 1, insgesamt 10 Einträge)
© Initiative ProDialog, Dorotheenstr. 35, 10117 Berlin - Impressum |