Große Aufregung um Mitt Romney: Der aussichtsreiche republikanische Kandidat, ein Mormone, der aus seiner religiösen Einstellung keinen Hehl macht, steht zurzeit im Fokus von Anrufaktionen in New Hampshire und Iowa. Die Anrufer sollen nach Aussagen der Medien Romneys Vergangenheit, seine religiösen Grundsätze und sein Auftreten im Wahlkampf kritisch betont haben.
“The AP reports that some voters in New Hampshire and Iowa "have received phone calls raising questions about Republican presidential hopeful Mitt Romney, his Mormon faith and the Vietnam War-era military deferments he received while serving as a missionary in France."”
Solche Aktionen sind per se nichts Ungewöhnliches. Das so genannte „Push Polling“, auch mit Angriffen gegen die Gegner, gehört praktisch zum Wahlkampf-Alltag. Was jedoch stutzig macht, ist die Tatsache, dass die Anrufer weder ihren Auftraggeber nannten, noch, für welchen Kandidaten sie sprechen. Das aber ist von Gesetz wegen vorgeschrieben, was nun dazu geführt hat, dass der Staatsanwalt tätig wird:
“The Concord Monitor reports that the New Hampshire state attorney general is investigating phone calls presented as opinion polls that attack the Mormonism of Republican presidential hopeful Mitt Romney while praising primary rival John McCain." (…) "Deputy Attorney General Bud Fitch said New Hampshire has never prosecuted a case involving such calls but was moving forward. He cautioned against expecting an immediate resolution." (…) "New Hampshire law requires that all political advertising, including phone calls, identify the candidate being supported. No candidate was identified in the calls."”
Natürlich geistern wilde Spekulation durch die Blogosphäre: Wer war der Auftraggeber? Ein Gegner aus den eigenen Reihen? Rudy Giuliani? John McCain etwa? Beide bestritten energisch, für derlei Anrufe verantwortlich zu sein. McCain tat das mit Nachdruck, gerade er forderte den Staatsanwalt.
Nun vermuten manche Beobachter gar, dass Romneys Truppe selbst hinter der Aktion stecken könnte, um kostenlose Medienpräsenz und eventuell gar die Solidarität der Öffentlichkeit einzuheimsen. Für diese Version würde zumindest sprechen, dass die Anrufe, wie nun zu erfahren ist, vermutlich von der Firma Western Wats aus getätigt wurden, die auch im Wahlkampf bereits für Romney tätig geworden ist.
“To paraphrase, either the Romney campaign is behind it or someone allied with them is. An inoculation strategy.“
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