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Historisch, dramatisch, spannend. Die versammelte amerikanische Wahlkampfexpertenschar fand gestern Abend große Worte für den Ausgang des Super Tuesday. Der Vorwahlkuchen hatte sich gut verteilt, jeder der Kandidaten schien Anlass zum Feiern zu haben. Wir wollen hier jedoch einen Blick hinter die schillernde Welt von Siegesreden, Konfettiregen und 30-Sekunden-Kommentaren wagen. Unsere Analyse der Wahlergebnisse soll eine erste Erklärung liefern für den Ausgang dieses aufregenden Vorwahlabends.
DEMOKRATEN Hillary Clinton und Barack Obama gehen beide als Sieger aus dem Super Dienstag hervor. Clinton gewann die bevölkerungsreichen Staaten Kalifornien und New York, sie liegt zudem im Rennen um die Delegierten vorn. Obama konnte die Mehrzahl der Super-Tuesday-Staaten (13-8) für sich entscheiden, er machte entscheidenden Boden gut gegenüber der noch vor zwei Wochen in nahezu allen Umfragen führenden Hillary Clinton. Eine Analyse der Nachwahlbefragungen ergibt ein interessantes Bild. Hillary Clinton gewann wichtige Wettbewerbe im Nordosten der USA. Siege in New York und New Jersey waren keine Überraschung, der Gewinn in Massachussetts hingegen schon. Obama hatte hier die gesamte politischen Elite des Staates hinter sich gewusst, u.a. Gov. Patrick Deval, Sen. Ted Kennedy und Sen. John Kerry. Auch im Westen der USA trumpfte Hillary mit lebenswichtigen Siegen in Kalifornien und Arizona auf. Ein Triumph in ihrer zweiten Heimat Arkansas war abzusehen, der erste Platz in Tennessee überraschte. Hillary Clinton konnte sich auch in dieser Vorwahlrunde wieder auf die klassische demokratische Wählerkoalition stützen, von der sie schon in New Hampshire, Nevada und Florida zu Siegen geführt worden war. Weiße Frauen aus der Mittelschicht sind ihre verlässlichsten Unterstützer, sie machten in den meisten Staaten den größten Wählerblock aus. Hier hat Clinton einen enormen Vorsprung vor Obama. Ältere Wähler Ü-60 sind fest in ihrem Lager. Auch ihre Unterstützung bei Latinos konnte sie festigen. Sie gewann die Mehrheit dieser schnell wachsenden Wählergruppe in allen 22 Vorwahlstaaten. Teil ihrer Wählerkoalition ist zudem die klassische demokratische Schutzklientel: Menschen mit geringerem Einkommen und mit weniger formeller Bildung. Barack Obama´s Siege kann man mit Recht als geografisch divers bezeichnen. Er gewann in Staaten wie Alaska und Idaho genauso wie in Connecticut und dem Trendstaat Missouri. Verlassen konnte er sich auf die afro-amerikanischen Wähler, die ihm u.a. zu Erfolgen in Georgia und Alabama verhalfen. Auch in den Staaten, die einen Caucus (lokale Parteiversammlungen) abhielten, hatte Barack die Nase vorn. Ein weiteres Indiz für die gute Organisation und den Enthusiasmus an den Graswurzeln der Obama-Kampagne. Obama stützte sich zu großen Teilen wieder auf seine bunte Wählerkoalition aus Schwarzen, U-40-Wählern sowie aus Wählern der akademischen Mittel- und Oberschicht. Bedeutend ist jedoch, dass er einen substantiellen Anteil von weißen Männern hinzu gewann, vor allem in Arizona, Connecticut, New York, Missouri und New Jersey. Die Splits in den Wählerschaften der beiden Kandidaten verlaufen also in erster Linie zwischen schwarz und weiß (racial gap) sowie zwischen männlich und weiblich (gender gap). Der deutlichste aller Gräben tut sich aber zwischen Wählern auf, die Wandel bevorzugen (Obama) und Wählern, die Erfahrung als wichtigste Eigenschaft eines Kandidaten betrachten (Clinton). REPUBLIKANER Auf Seiten der Republikaner ist der Kampf um die Kandidatur übersichtlicher. John McCain hat zwar unbeeindruckender abgeschnitten als angenommen. Es reichte aber, um sich als klarer Frontrunner der Partei zu etablieren. Die Überraschung des Abends war sicherlich das gute Abschneiden von Mike Huckabee. Mitt Romney schaffte es nicht, aus dem Vorwahlkampf ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit McCain zu machen. John McCain profitierte am gestrigen Tag entscheidend davon, dass Mitt Romney und Mike Huckabee die konservativen Wähler der Partei aufsplitteten. Nur so waren seine Siege in Illinois, Missouri oder Oklahoma möglich. Stark zeigte sich McCain im Nordosten der USA, in einem Teil des Landes also, der viele moderate, konservative Republikaner und Independents beheimatet. Ähnliches gilt für Kalifornien, wo er nahezu alle Stimmbezirke für sich entschied. Bedenklich ist für McCain jedoch, dass er seinen Anteil bei sozialkonservativen Wählern nicht signifikant steigern konnte. Nicht nur die Eliten der Bewegung wie Rush Limbaugh, Ann Coulter oder James Dobson sind offen gegen ihn, sondern auch die konservative Basis will nicht so recht warm werden mit dem republikanischen Frontrunner. McCain punktete hingegen bei Wählern, die unzufrieden mit der Bush-Regierung sind, die dem Irak-Krieg kritisch gegenüber stehen und für die Charakterzüge der Kandidaten wichtiger sind als spezifische Themen. Kaum bemerkt worden ist bisher auch der Vorteil, den McCain bei weiblichen Wählern hat, den sog. „security moms“. Wie angesprochen teilten sich Mitt Romney und Mike Huckabee die Stimmen der konservativeren Wähler. Romney, der Siege in seiner Heimat Massachussetts und in einigen Staaten im Westen des Landes (Colorado, Montana, North Dakota, Utah) einfuhr, konnte keinen entscheidenden Rückenwind für seine Kampagne erzeugen. Vorteile hatte er lediglich bei konservativen Wählern in den Vororten der größeren Städte, deren Top-Thema illegale Einwanderung ist. Mike Huckabee eroberte hingegen einmal mehr die Herzen der religiösen, evangelikalen Wähler. So erklären sich seine Siege in Georgia, Alabama, Arkansas, West Virginia und Tennessee. Huckabee wird damit zum perfekten Vize-Präsidentschaftskandidaten für McCain.
Blogeintrag von Maik Bohne
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16:02
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Super Tuesday: Wie funktioniert das?Dienstag, 5. Februar 2008Interessierte wissen, dass der Super Tuesday ein entscheidender Tag im Rennen um die Kandidaturen ist. Heute werden 41% der republikanischen und 52% der demokratischen Delegierten vergeben. Aufgrund der engen Rennen in beiden Parteien kommt es nun weniger auf symbolische Siege an, sondern vor allem auf die Zahl der Delegierten, die ein Kandidat für sich gewinnen kann. So schön, so einfach? Natürlich nicht. Das Vorwahlsystem in den USA ist höchst komplex. Wir haben ein Q&A, das in die Komplexität des Vorwahlsystems einführt. 1. Welche Abstimmungsverfahren gibt es? Caucus oder Primary: In der Regel gibt es zwei Formen von Vorwahlen. Die eine ist die Primary, die einem normalen Urnengang mit Stimmzettel und Kreuzchenmachen entspricht. Der Caucus ist eine lokale Parteiversammlung, die in Feuerwehrgerätehäusern, Turnhallen, Kirchen oder Wohnzimmern stattfindet. Am Super Tuesday werden in den meisten Staaten Primaries abhalten. Caucuses finden hingegen in Kansas, Minnesota oder Colorado statt. Offen oder geschlossen: Generell wird unterschieden zwischen offenen und geschlossenen Vorwahlen. In offenen Vorwahlen können sich Demokraten, Unabhängige (sog. Independents) und Republikaner in der Regel frei entscheiden, in welcher Partei sie an der Abstimmung teilnehmen wollen. Bei geschlossenen Vorwahlen sind nur diejenigen Wähler stimmberechtigt, die sich im Vorhinein als Demokraten oder Republikaner registrieren lassen haben. Independents dürfen nicht teilnehmen. 2. Wie werden die Delegierten verteilt? Demokraten: Die Demokraten haben ein komplexes Verfahren der Delegiertenzuteilung. Erstens gibt es Delegierte, die auf der Ebene der Bundesstaaten vergeben werden. Sie machen in der Regel ca. 30% der Gesamtzahl der Delegierten aus. Diese „statewide delegates“ werden dem Vorwahlsieger komplett zugesprochen. Zweitens: Die meisten Delegierten (ca. 70%) werden auf der Ebene der Kongresswahlkreise vergeben. Wer in diesen Stimmbezirken mehr als 15% der Stimmen erreicht, bekommt Delegierte anteilig zugesprochen. Drittens gibt es die sog. Super-Delegierten. Dies sind Delegierte, die qua Amt am Parteitag teilnehmen dürfen, also Kongressabgeordnete, Senatoren, Gouverneure und Mitglieder des Democratic National Committee. Republikaner: Die Republikaner vergeben den Großteil ihrer Delegierten im sog. „Winner-takes-all-Verfahren“. Derjenige Kandidat, der die meisten Stimmen (einfache Mehrheit) in einem Kongresswahlkreis erhält, bekommt alle Delegierten aus diesem Distrikt zugesprochen. Einige Staaten wie Missouri, New Jersey, New York oder Utah verteilen die Delegierten jedoch komplett auf Bundesstaatsebene. Wer hier die meisten Wählerstimmen „statewide“ gewinnt, bekommt dann auch alle Delegierten zugesprochen. Die Republikaner haben zudem eine geringe Anzahl von „unpledged delegates“, die qua Amt Teil des Parteitages sind. 3. Wo finden die entscheidenden Kämpfe statt? Kalifornien und New York sind die beiden Staaten, die die größte Anzahl von Delegierten vergeben werden. Auch Missouri, Arizona, Tennessee, Georgia und New Jersey werden hart umkämpft sein. Es ist aber wichtig, nicht zu sehr in der Struktur von Einzelstaaten zu denken. Entscheidender sind in den meisten Staaten die Kongressbezirke, in denen die Merhzahl der Delegierten vergeben wird. 4. Wird es bei solch einem komplexen Verteilungssystem eine Vorentscheidung geben? Bei den Republikanern hat sich John McCain in den nationalen Umfragen als führender Kandidat etabliert. Aufgrund der unproportionaleren Delegiertenzuteilung bei den Republikanern (winner-takes-all) könnte sich John McCain bereits morgen als faktischer Kandidat durchgesetzt haben. Sicherlich wird er nicht die magische Zahl von 1.191 Delegierten erreichen, die ihm zum Gewinn der Nominierung reichen würden. Falls er aber Mitt Romney und Mike Huckabee in den meisten Staaten klar bezwingt, werden es seine Konkurrenten schwer haben, ihre Kandidatur weiter zu rechtfertigen. Bei den Demokraten sieht es anders aus. Erstmals seit der Einführung der Vorwahlen auf Präsidentschaftsebene gibt es zwei Kandidaten einer Partei, die auch noch nach dem Super Tuesday gleichauf liegen könnten. Der Blick richtet sich für Hillary Clinton und Barack Obama deshalb schon auf die Vorwahlen, die nach dem 5. Februar stattfinden werden. Entscheidend könnten die Wahlen in Ohio und Texas am 4. März sein. Es wird aber auch schon von der „Doomsday Primary“ am 22. April in Pennsylvania gesprochen. Überraschung in IowaFreitag, 4. Januar 2008Barack Obama ist als Sieger der Demokraten aus den Vorwahlen in Iowa hervorgegangen. Mit 37,54% liegt er relativ weit vor seinen Konkurrenten Hillary Clinton und John Edwards. Bisher war man davon ausgegangen, dass es zumindest knapp werden würde zwischen Clinton und Obama. Nun hat Obama nicht nur einen recht großen Vorsprung erzielt, auch Edwards (29,71%) ist an Clinton (29,43%) vorbeigezogen. Allerdings hatte Edwards am meisten Zeit von allen Kandidaten in Iowa verbracht. Das Rennen scheint also zwischen Barack Obama und Hillary Clinton entschieden zu werden. Wir schauen gespannt nach New Hampshire, wo schon in wenigen Tagen eine neue Runde eingeläutet wird. Bei den Republikanern gab es einen eindeutigen Sieg für Mike Huckabee; Romney, Thompson und Kollegen wurden auf die Plätze verwiesen. Man hatte eigentlich mit einem knapperen Ergebnis gerechnet. Doch gerade durch dieses deutliche Ergebnis ist es fast unmöglich, eine präzise Voraussage für die nächsten Wochen zu geben, wie der Politico hier erklärt. Ein aufschlussreiches Ergebnis auf beiden Seiten: In beiden Parteien liegen nicht die Kandidaten vorne, die die professionellste Kampagne oder die meisten Spenden zur Verfügung haben, sondern die, die einen direkten Kontakt zu den Wählern aufgebaut haben. Die sich auf bestimmte Themen konzentriert haben und diese dem Wähler vermittelt haben. Und hier noch einmal die Ergebnisse aus Iowa im Überblick:
(Quelle: Politico)
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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13:17
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Republikaner: All is different…Donnerstag, 27. Dezember 2007
Traditionell sind die Republikaner die geordnete Organisation des amerikanischen Parteienwesens: Frühzeitig bildet sich ein Kandidat heraus und wird von einem Großteil der Partei unterstützt – so war es bei George H. W. Bush 1988 und 1992 (obwohl sich Pat Buchanan lange Zeit als Außenseiterkandidat profilierte), bei Bob Dole 1996 und bei George W. Bush. Der spätere Präsident hatte 2000 zwar heftig gegen John McCain zu kämpfen, aber er war schon frühzeitig der designierte Spitzenkandidat. 2004 kam es nicht mal zu einer Herausforderung.
Angesichts dessen überrascht die momentane Ausgangslage im republikanischen Lager. Tatsächlich konkurrieren noch mindestens fünf Kandidaten um den Gesamtsieg - Mitt Romney, Rudy Giuliani, Fred Thompson, Mike Huckabee und John McCain; allerdings mit unterschiedlichen Chancen. Ihr gemeinsames Hauptziel ist es, die eigene Ausstrahlung, die Finanzen und das „Momentum“ bis zum 5. Februar zu steigern – dem „Super Tuesday“, wo in 22 Bundesstaaten republikanische Delegierte gewählt werden. Die Strategie des früheren Gouverneurs von Massachusetts, Mitt Romney, lag in der Profilierung in den frühen Vorwahlstaaten, um damit in den späteren Staaten Attraktivität und Bekanntheit zu gewinnen. Daher investierte er überproportional viel Geld und Zeit in Iowa und New Hampshire. Er muss wie kein anderer der Kandidaten den Iowa Caucus gewinnen, um für die erste Primary in New Hampshire weiter vorn zu bleiben. Glückt es ihm, mindestens einen der beiden Staaten zu gewinnen, wird er der designierte Spitzenkandidat sein, wenn es eine Woche später in Michigan weiter geht. Momentan dominiert der frühere Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee, die Schlagzeilen. Seine Umfragewerte steigen national an und in Iowa liegt er knapp vorn. Ein Sieg in Iowa gibt ihm einen Freifahrtsschein für den Wahlgang in New Hampshire, wo niemand erwartet, dass ein früherer Baptistenpfarrer erfolgreich abschneidet. Zudem benötigt er frisches Geld aus Spendeneinnahmen, die nur nach einem Sieg fließen. Sein Lackmustest wird erst die Vorwahl in South Carolina (22. Januar), wo er beweisen muss, wie er als Südstaatler gesehen wird. Trotz seiner Führung in den nationalen Umfragen verlagerte Rudy Giuliani seine Hauptaktivitäten auf die größeren Staaten wie Michigan und Florida. Er vertraut auf seinen hohen Bekanntheitsgrad in Iowa und New Hampshire, um dort respektabel abzuschneiden. Dennoch kämpft er gegen die historischen Erfahrungen – ohne ein starkes Abschneiden in den beiden frühen Staaten ist noch niemand Kandidat seiner Partei geworden. Neben Huckabee ist John McCain überraschend in das Feld der Kandidaten zurückgekehrt. Nachdem seine Kampagne im Herbst abgeschrieben worden war, beginnt er mit seinem moderaten Image und seinen inhaltlichen Vorschläge (bspw. Irak-Krieg) zu punkten. Mögliche Außenseiterchancen hat auch Fred Thompson. Tipp für Iowa: 1. Romney, 2. Huckabee, 3. McCain
Blogeintrag von Mario Voigt
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09:41
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Iowa: Huckabee und Obama vornDienstag, 11. Dezember 2007Die Stimmung in New Hamphire und Iowa hat sich einen Monat vor den Vorwahlen in beiden Lagern gedreht. Bei den Republikanern profitiert Mike Huckabee von seinem guten Auftritt bei der YouTube-CNN-Debatte der Republikaner vergangene Woche. Er hat in Iowa bei der jüngsten Rasmussen-Umfrage mit 28 % der eigenen Anhänger die Nase knapp vorn. Mitt Romney kommt bei der Umfrage als Zweiter mit 25 % ins Ziel. Rudy Giuliani erreicht lediglich 12 % Unterstützung im eigenen Lager. Das Des Moines Register sieht Huckabee noch deutlicher vorn (29 % gegenüber 24 % für Romney). Eine Umfrage von Strategic Vision hat Romney noch leicht vorne mit 26 % vor Huckabee (24 %). In New Hampshire ist Romney weiter klar vorne. Auch dort hat Rasmussen neue Zahlen parat. Romney kommt auf 34 % Unterstützung bei republikanischen Wählern, Giuliani und McCain auf jeweils 15 %, Huckabee auf 14 %. Auf Seiten der Demokraten verliert Hillary Clinton ihren großen Vorsprung in Iowa, Barack Obama holt mächtig auf. Ob Obama in der Gunst vielleicht sogar vorne liegt, das mögen selbst Experten wie Mark Blumenthal von pollster.com nicht zu beantworten. Allerdings zeige alles in diese Richtung: “Has Barack Obama "moved ahead" of Hillary Clinton? Neither our chart, this "apples-to-apples" average nor any of the polls individually (if we consider sampling error), shows that yet, but the trend is clearly moving in his direction.” Jüngste Umfragen von der American Research Group bzw. der Des Moines Register (Obama 27% bzw. 28%, Clinton 25%, Edwards 23%) zeigen, dass Clinton in Iowa wird bangen müssen. Allerdings fällt Obamas Hauptaugenmerk weiterhin auf den „Großkampftag“ am 5. Februar. Dort werden die Ressourcen zusammengezogen, weiß Political Wire zu berichten: „Bucking the notion that the Democratic nomination will be decided in the early voting states, the Washington Post says Sen. Barack Obama is building campaign operations in state's that hold primaries on February 5th. (…) "To date, Obama has 19 offices in 13 states where Feb. 5 primaries are scheduled... Clinton, by contrast, has five total offices currently open in Feb. 5 states."
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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17:01
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Amtlich: New Hampshire entscheidet am 8. Januar, Michigan eine Woche späterDienstag, 27. November 2007Der frühere Termin steht nun fest: Die Vorwahlen zur 56. Präsidentschaftswahl der USA werden am 8. Januar in New Hampshire ihren Auftakt nehmen. Bereits fünf Tage vorher, am 3. Januar, wird in Iowa der Caucus stattfinden, keine Vorwahl, aber dennoch eine erste Standortbestimmung. Michigan folgt mit dem 15. Januar, der Supreme Court hatte den Weg dafür frei gemacht. Alles konzentriert sich nun um die ominöse Phase zwischen 3. Januar und 5. Februar, an dem viele Staaten ihre Kandidaten küren, meint die Los Angeles Times. „With Iowa casting the first votes Jan. 3 and more than 20 states holding primaries or caucuses Feb. 5, the nominees for the White House could be decided in a one-month blitz of balloting -- and possibly in just a handful of days, if a candidate manages to win both Iowa and New Hampshire.” Hier ein Überblick über den Zeitraum der Vorwahlen: Donnerstag, 3. Januar: Iowa Samstag, 5. Januar: Wyoming (Republicans) Dienstag, 8. Januar: New Hampshire Dienstag, 15. Januar: Michigan Samstag, 19. Januar: Nevada; South Carolina (Republicans) Dienstag, 29. Januar: Florida; South Carolina (Democrats) Samstag, 2. Februar: Maine (Republicans) Am Dienstag, den 5. Februar, ist dann "national primary"-Tag: Alabama; Alaska; Arizona; Arkansas; California; Colorado; Connecticut; Delaware; Georgia; Idaho (Democrats); Illinois; Minnesota; Missouri; New Jersey; New Mexico (Democrats); New York; North Dakota; Oklahoma; Tennessee; Utah; and West Virginia (Republicans). Dann folgen: Samstag, 9. Februar: Louisiana; Nebraska (Democrats); Washington State Sonntag, 10. Februar: Maine Democrats Dienstag, 12. Februar: District of Columbia; Maryland; Virginia Dienstag, 19. Februar: Hawaii Democrats; Wisconsin Auch die Bedeutung verschiebt sich, weg von den großen Staaten Kalifornien, Florida und Michigan hin zu den vermeintlich unwichtigen Staaten: “Although the date for New Hampshire's first-in-the-nation primary was no surprise -- the campaigns had Jan. 8 circled in pencil -- the announcement set off a new round of speculation about which candidates might be helped or hurt. The contests in Iowa and New Hampshire -- which have drawn the vast majority of the candidates' time and attention -- are both exceedingly fluid, with the results in the first expected to heavily influence the outcome in the second. The one certainty is that big states like California, Florida and Michigan will not carry the weight they sought by scheduling their contests earlier than in previous elections. "It's obvious that the disproportionate influence of Iowa and New Hampshire is alive and well, and will live in 2008," said Northeastern University political scientist William Mayer.”
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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10:22
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Vorwahlen: Alle gegen FloridaDienstag, 4. September 2007Der Streit um die Termine zu den Vorwahlen geht in eine neue Runde: Nun haben die demokratischen Parteien der vier „ersten“ Staaten - Iowa, Nevada, New Hampshire und South Carolina - ihre Kräfte gebündelt und von den Präsidentschaftskandidaten ein Ehrenwort verlangt, sich nicht an etwaigen Vorwahlen in weiteren Staaten vor dem 5. Februar zu beteiligen. Das Drohung ist eine gebündelte Antwort auf die Bemühungen der Demokraten in Florida, ihre Vorwahlen vor den „magischen“ 5. Februar vorzuziehen. Als letzte Kandidatin ist auch Hillary Clinton der Aufforderung gefolgt. Vorwahlen: Floridas Demokraten gehen auf KonfrontationskursMittwoch, 29. August 2007
Es gibt weiter Streit um rund um die Termine zu den Vorwahlen: So wollen die Demokraten in Florida (FDP) den Termin für ihre Primaries entgegen der Parteilinie des maßgeblichen Democratic National Committee (DNC) auf den 29. Januar vorverlegen. Das DNC fordert als Termin den 5. Februar, der ursprünglich beschlossen wurde. Die Demokraten hatten schließlich im vergangenen Jahr abgestimmt, lediglich vier Staaten – Iowa, Nevada, New Hampshire and South Carolina — zu ermöglichen, vor dem 5. Februar abzustimmen.
Die Parteispitze droht derweil mit Sanktionen, die jedoch die Demokraten aus Florida nicht zu beeindrucken scheinen, wie auch Marc Ambinder von The Atlantic schreibt. Das DNC droht damit, die Hälfte der (oder sogar die gesamte) Florida-Delegation von der Democratic National Convention auszuschließen. Die FDP ist jedoch der Überzeugung, dass die Delegierten im schlimmsten Falle nach der Festlegung auf einen Kandidaten nachnominiert werden. “Florida Democrats act as if they're not worried about the DNC penalty. They believe that the eventual nominee will restore its delegation to full strength as the convention begins. They therefore conclude that presidential candidates will contest the state as if the DNC had done nothing.” Es geht schließlich nicht nur um einen Termin und eine Verschiebung um eine Woche, sondern um die Frage, ob die Vorwahlen von Bedeutung für die Präsidentschafts-Kandidaten und damit für die Medien werden. „Amerika, schaust du auf uns, oder sind wir nur einer unter vielen?“ Das ist die Frage, die Floridas Demokraten derzeit umtreibt. Schließlich sollen laut Plan 20 Staaten ihre Vorwahlen am 5. Februar abhalten, am 29. Januar dagegen ist der Kalender noch frei. Für ihr Ziel scheint die FDP sogar bereit, ihre eigenen Delegierten zu opfern: Schließlich wird das offizielle Zeitfenster zur Bestimmung ihrer Delegierten für den Nominierungskongress im nächsten Sommer in Denver erst an besagtem 5. Februar geöffnet. Es könnte daher gut sein, dass die Vorwahlen von Florida keine richtigen Wahlen werden, sondern lediglich ein Schaulaufen der Präsidentschaftskandidaten, falls diese dann überhaupt noch nach Florida kommen wollen. The Politico hat die Situation und ein mögliches Szenario gut zusammengefasst: „Florida has 30 days to comply with the party’s decision to push its primary back. The most likely outcome is that Florida will proceed with Republican and Democratic primaries on Jan. 29 but that the Democratic contest will be only a “beauty contest” with no delegates awarded. Florida Democrats could then hope that their delegates will be restored after tempers cool - and a nominee is decided - later in 2008. While clear frustration was voiced on both sides Saturday, the party sanctions might end up satisfying everybody. Most importantly, the presidential candidates could still campaign in Florida, even though they wouldn’t get delegates. And because the media concentrate mostly on the beauty contest anyway, the winner of Florida would still get an early boost in the process. This especially benefits Hillary Rodham Clinton and Barack Obama, who have the money to heavily campaign in states like Florida where television time is expensive.” Leaving Las Vegas – und auch den Rest NevadasDienstag, 21. August 2007
Die terminlichen Änderungen für die Vorwahlen Anfang 2008 haben die Wahlkämpfer in Aufruhr versetzt. Nachdem bekannt wurde, dass einige Staaten ihre Abstimmungen vorziehen werden und Iowa schon Anfang Januar zum Showdown einlädt, haben die Kampagnenteams ihre Taktik noch einmal überarbeitet. So wird sich das Team von Demokrat John Edwards entgegen der ursprünglichen Planung auf Iowa konzentrieren, um dort gleich zu Beginn ein gutes Ergebnis erzielen zu können.
John Edwards "is staking his campaign on winning Iowa's first-in-the-nation caucus, even at the cost of stinting on the next big test in New Hampshire," berichtet der Boston Globe. Dieser taktische Umschwung wird schon seit Ende letzter Woche umgesetzt. "Edwards yesterday began a bus tour that will snake through Iowa's cities and towns for seven days - just a week after a two-day swing - packed with stops that will let him exploit his down-home style to win over Iowans. He has campaigned here more than twice as much as he has in New Hampshire, where his folksy demeanor does not seem to connect as well with flinty New Englanders. So far, his Iowa gamble is paying some dividends in the polls, but it is hardly a safe bet." Die Neuorientierung Edwards’ geht zu Lasten Nevadas. Dort wird der Kandidat Ressourcen abziehen, schreibt die Nachrichtenagentur AP. "Presidential hopeful John Edwards is moving staff out of Nevada to focus on other early voting states as he deals with limited resources and uncertainty about the Western state's prominence in deciding the Democratic nomination. The Edwards campaign said Wednesday that the Nevada staffers were being relocated to New Hampshire, South Carolina and in particular Iowa, where he is hoping a victory will propel him to the nomination. The campaign would not disclose how many staffers were being moved and neither would Edwards in a telephone interview. " Barack Obamas Team reagierte auf die Verschiebungen mit der Ankündigung, mögliche zusätzliche Termine im Herbst nun doch nicht bestreiten zu wollen. Auch politische Beobachter empfinden die neue Konstellation durch die vorgezogenen Vorwahlen als besondere Herausforderung, so zum Beispiel Meinungsforscher Peter Hart. Er bezeichnet das Vorziehen der Vorwahlen als das wichtigste politische Vorkommnis in den vergangenen Monaten. Eine mögliche Iowa-Vorwahl kurz vor Weihnachten würde auch die Umfrageinstitute vor große Schwierigkeiten stellen. "From his point of view, it changes the entire rhythm of the political cycle in a way that cannot be fully appreciated, maybe not until after the nominating contests are over. (…) Perhaps most significant of all is that no one will know who's up and who's down right before Iowa. No self-respecting polling company, he says, does polling between the 20th and 25th of December. So we very well might have no idea how Iowa will break until after the results are in." Andere sehen in der Verkürzung der Zeit bis Iowa einen Vorteil für die "Reichen & Schönen", und vor allem ein Nachteil für die Kandidaten, die auf die Kraft der Grass-Roots, also der gut organisierten Basis setzen. Das meint der frühere Reagan-Wahlkämpfer Gary Bauer in der Washington Times. "Former Reagan aide Gary Bauer shares the view of many political professionals who say the chief beneficiaries of the hurry-up primary schedule are the wealthy, the well-known and the well-connected: Hollywood and Wall Street are stomping all over Main Street. (…) ‚Front-loading the primaries is a terrible negative for the conservative grass roots of the GOP’, said Mr. Bauer, who sought the Republican presidential nomination in 2000 and is chairman of the Campaign for Working Families. ‘It virtually guarantees that the candidate who can raise money early ... the establishment candidate or the independently wealthy, will prevail. Conservative grass-roots rebellions will be harder, if not impossible, to put together.’ Im selben Artikel gibt Marsha Blackburn, Republikanerin aus Tennessee, eine pessimistische Sicht auf die Zeit nach den frühen Vorwahlen aus. Das Wahlvolk sei vermutlich bis zum Tag der Abrechnung im November des Wahlkampfes überdrüssig, glaubt sie. "The problem with the front-loading is that the nominee is decided very early in the cycle and people tend to lose interest prior to election day," Mrs. Blackburn says. "I personally think the public is well served by having the time to get to know a candidate's philosophy of life and politics. Engaging in the process serves both the public and the candidate well." Ames Straw Poll: Romney gewinnt, Thompson steigt ausDienstag, 14. August 2007
„Der Weg ins Weiße Haus führt für Republikaner durch die Schweineställe von Iowa“, so analysierte SPIEGEL Online am Wochenende treffend. Während der Iowa State Fair in Ames, einer Kleinstadt nördlich der Kapitale Des Moines, findet im Jahr vor der Wahl immer die Ames Straw Poll statt. Die republikanischen Kandidaten sind zu Gast, um eifrig Hände zu schütteln; wenn auch nicht alle – Rudy Giuliani zum Beispiel ließ diese Gelegenheit aus. Was das Ganze zum Politspektakel macht? Den Anhängern der GOP stehen pro Kandidat je ein großes Glas bereit, in das sie ein Maiskorn stecken können – um ihre voraussichtliche Wahlentscheidung zu zeigen. Eine Umfrage der besonderen Art also.
Für Mitt Romney ging dieses Schaulaufen und Kaffeesatzlesen gut aus. Er lag nach der letzten Zählung klar vorne. Überraschend als Zweiter kam Mike Huckabee ins Ziel, der bis dato noch nicht mal ausreichend Geld sammelte, um sich einen Wahlkampfbus leisten zu können. Für Der SPIEGEL-Bericht gibt die Stimmung zwischen Barbecue, Kuhställen und Streichelzoos gut wieder. Zum Hintergrund: Iowa ist auch die erste Station im parteiinternen Nominierungsmarathon – daher für die Parteien eine wichtige Standortbestimmung. Und die wird vermutlich früher als je zuvor in einem Wahljahr kommen, vielleicht sogar schon Ende dieses Jahres. Schließlich streiten sich die Staaten wie noch nie um einen günstigen Platz in der Berichterstattung zu den Vorwahlen. Nun hat South Carolina angekündigt, seinen Termin für die Primaries auf den 19. Januar vorzuverlegen. Das bringt die beiden Staaten Iowa und New Hampshire in Zugzwang, die seit Jahrzehnten eifersüchtig darüber wachen, den Startschuss zu dem Auswahlverfahren geben zu können. Ein NZZ-Beitrag fasst die Lage sehr verständlich zusammen. „New Hampshire hat sogar im Gesetz verankert, dass es seine Primärwahlen mindestens eine Woche vor dem nächsten derartigen Urnengang abhalten muss. Der kleine Staat in Neuengland duldet auf dem Wahlkalender nur noch Iowa vor sich, das keine Primärwahlen veranstaltet, sondern seine Delegierten in Caucuses bestimmt. Diese finden jeweils acht Tage früher statt. Beide Staaten haben stets klargemacht, dass sie ihre Vorrangstellung verteidigen wollen und ihre Daten notfalls vorverschieben werden. Wahlversammlungen in Iowa am 4. Januar, so früh wie noch nie, rücken deshalb in den Bereich des Möglichen. Doch eine Wahlkampagne über Neujahr scheint wenig praktikabel. Ebenso gut denkbar ist deshalb, dass Iowa seine Caucuses auf die Vorweihnachtszeit verlegt.“
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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11:13
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Richardson, die Schildkröte aus New MexicoMontag, 18. Juni 2007
Bill Richardson wird der nächste Vizepräsident der USA, geht es nach dem Wunsch vieler Anhänger der Demokraten. Der Governeur von New Mexico, Sohn einer mexikanischen Mutter und eines Halbmexikaners, ist der erste Kandidat der hispanischen Minderheit. Und er hat so gut wie keine Chance, Nachfolger von George Bush zu werden.
Doch sein unerschütterlicher Glauben an die eigene Chance – eine ur-amerikanische Eigenschaft – macht Richardson auch für viele Berichterstatter interessant. Die L.A. Times hat ihm ein längeres Porträt gewidmet, das seine Stärken herausstreicht: “He's smart, and he's funny, and he's Latino. He believes in diplomacy, and has so darn much experience.” Gleichzeitig ist Richardson ein Mann, der die Nähe zu den Wählern sucht: “And he shook hands, lots of hands. As the proud holder of a Guinness World Record for most hands shaken in eight hours (13,392), Richardson will grab anything with fingers that moves in his peripheral vision.” Trotz allem: Seine Chancen im Rennen ums Präsidentenamt tendieren angesichts der übermächtigen Konkurrenz im eigenen Stall gegen Null. Dennoch lässt sich Richardson nicht entmutigen. Von „Vize“ will der Governeur aus New Mexico gar nichts wissen: "No, I'm not running for vice president," the New Mexico governor replied gamely. "I've been in Washington. I've had good Cabinet positions. So I'll go home. But I'm gonna win this race. I'm a tortoise. Slowly. Progress. Moving forward…. The first primary is seven months away." Wer den interessanten und selbstbewussten Herausforderer, der sich selbst als Schildkröte bezeichnet, im Video sehen will, einen Mitschnitt aus dem Spin Room der Debatte aus Manchester, New Hampshire, gibt’s auf Political Wire. Dort ist unter anderem auch Richardson befragt worden. Kommentar zu den Umfrage-ErgebnissenDonnerstag, 7. Juni 2007Die Blogumfrage entspricht fast den amerikanischen Daten. Danach führen bei den Demokraten Hillary Clinton vor Barack Obama und John Edwards. Bei den Republikanern liegen Giuliani, McCain und Romney vorn. Bei den Blick auf die Zahlen sollten man jedoch nie verkennen, dass im amerikanischen Wahlsystem die nationalen Umfragezahlen wenig belegen – alleinig die nationale Bekanntheit. Letztlich gibt es ein Wahlmännersystem nach Bundesstaaten. Insofern lohnt es sich, auf die bundesstaatlichen Umfragen zu schauen. Dort führt bei den Demokraten in Iowa beispielsweise John Edwards. Hillary Clinton rangiert auf Platz drei. Ähnlich verhält es sich bei den Republikanern. Romney, der in den nationalen Umfragen auf Platz drei liegt, positioniert sich vor Giuliani und McCain in Iowa und New Hampshire. Aufgrund der Nähe der Vorwahltermine hat derjenige, der Iowa und New Hampshire gewinnen wird, das nötige „Momentum“, um dann auch die Nominierung zu gewinnen. We will see!
Blogeintrag von Mario Voigt
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16:03
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Pokerspiel um IowaMontag, 4. Juni 2007
Nicht nur die Staaten selbst, auch die Kandidaten bringen sich bereits für die Primaries in Stellung. So ist eine Diskussion um die Wichtigkeit von Iowa entbrannt, wo nach derzeitigem Stand um den 14. Januar 2008 herum ausgewählt werden soll; damit wäre Iowa der erste Bundesstaat für die Vorwahlen. Die Logik bei den Staaten ist folgende: Wer zuerst dran ist, bekommt die meiste mediale Aufmerksamkeit und verspricht sich so unter anderem auch wirtschaftlich positive Auswirkungen. Allerdings liegt Iowa in der Gunst der Kandidaten nicht allzu weit vorne: So gelang kürzlich ein Memo eines Clinton-Helfers in die Hände der Nachrichtenagentur Associated Press, in dem die Vernachlässigung Iowas zu Gunsten der nachfolgenden größeren Staaten vorgeschlagen wird.
Clintons stellvertretender Kampagnenmanager Mike Henry hatte in besagtem Memo darüber sinniert, wie man die so genannten „Movement Candidates“ Obama, Gore und Edwards schlagen könne. Einer von Henrys Vorschlägen war die Vernachlässigung von Iowa, um die Kraft und die Präsenz auf größere und wichtigere Staaten wie Kalifornien, Florida und Texas zu verlegen: "Comparatively, Iowa represents a limited number of votes. Hundreds of thousands of voters will be voting in California, Florida, and Texas. We must fund an expensive paid communications and a vote by mail/early vote program in these mega states. A failure to do so will hurt her chances of winning and will increase our vulnerability to a movement candidate." Auch gab Henry einen Hinweis auf eine wichtige Minderheit: "We have to put in a message point that we did this so we can campaign in more states and in minority communities, especially the Hispanic community." In Blogs wurde nach dem Vorfall darüber diskutiert, ob das Memo bewusst kolportiert wurde. Dies könnte die Gegner in den eigenen Reihen in Sicherheit wiegen und dazu führen, dass sie ihre Energien für die Auftritte in Iowa verringern. Hillary Clinton selbst erklärte, die Vorschläge Henrys seien keineswegs offizielle Strategie der Kampagne: "I have to make the decisions and I’ve made the decision. I haven’t revisited it. I’m not agonizing over it. I never saw the memo. I’ve never had it read to me." Jedenfalls scheint schon jetzt der Blick in Richtung Primaries zu gehen. Die L.A. Times hat rechtzeitig zu dem Thema eine lesenswerte Übersicht zu den wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Vorwahlen zusammengestellt.
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