Umfrage
TagsBarack Obama Bill Clinton blogosphäre Demokraten Facebook Florida Frauen fred thompson Fundraising George Bush grassroots Hillary Clinton Internet iowa Irak Joe Biden John Edwards John McCain Kampagnenmanager michigan mike huckabee Mitt Romney moveon.org MySpace negative campaigning new hampshire pennsylvania Primaries Republikaner Ron Paul Rudy Giuliani Sarah Palin strategie TV Umfrage Wählergruppen YouTube
|
Verwandte Tags
Afghanistan Airbus Angela Merkel antichrist barack obama Berlin bill clinton blogosphäre Boeing demokraten drudge report Facebook Finanzkrise florida fred thompson gallup george bush godtube hillary clinton Internet iowa irak islam john edwards john mccain Kuwait left behind matthew 25 mike huckabee nafta neighbor-to-neighbor-program new hampshire osama bin laden paris hilton pennsylvania Republikaner RNC rudy giuliani Sarah Palin south carolina Spenden strategie StudiVZ super tuesday t-shirt Telefon terrorismus tv tv-duell umfrage video wahlwerbung wirtschaft YouTubeKampf mit dem TelefonMittwoch, 22. Oktober 2008
Für Barack Obama und John McCain geht es jetzt in die ganz heiße Phase des Wahlkampfes. Und dabei hilft ein altes, aber immer noch sehr effektives Kommunikationsmittel: das Telefon.
Die Republikaner setzen in diesem Bereich immer noch die Standards. Am kommenden Samstag, den McCain zu einem „Super Saturday“ für seine Freiwilligen ausgerufen hat, probiert der Senator das neue Format des Town-Hall-Calls aus. Anhänger, die in seinem Internet-Mitmachportal „McCain Nation“ registriert sind, haben die Chance, einen Conference Call mit ihrem Kandidaten abzuhalten. Per Zufallsgenerator werden einzelne Anrufer ausgesucht, die McCain Fragen stellen dürfen. Der Rest der Teilnehmer nimmt zuhörend teil. Parallel dazu überziehen die Republikaner die Schlüsselstaaten mit sog. „automated phone calls“. Diese Anrufe mit Informationen vom Band sind billig und können massenhaft eingesetzt werden, um Wähler zu mobilisieren, bei denen das Telefon oft bis zu fünf- bis zehnmal am Tag klingelt. In der heißen Phase des Wahlkampfes haben diese Anrufe fast zu 100 Prozent negative Inhalte. Unter der Oberfläche der Öffentlichkeit fahren McCain und Co. harte Geschütze auf. Immer wieder werden Anrufer mit Informationen über die Verbindung Obamas zum ehemaligen Linksterroristen Bill Ayres versorgt. Obama hält seine eigene Telefonarmada dagegen. Explizit ruft er seine Anhänger per E-Mail auf, mit persönlichen Anrufen im Rahmen seines „Neighbor-to-Neighbor-Program“ telefonisch gegenzusteuern. In der Tat zeigen Studien, dass der Anruf eines Freiwilligen weitaus effektiver und glaubwürdiger ist als ein Anruf vom Band. Das Persönliche ist das Effektive! Auch am Telefon.
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
um
12:19
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: Barack Obama, John McCain, negative campaigning, neighbor-to-neighbor-program, Telefon
McCains letzte Chance?Mittwoch, 15. Oktober 2008
John McCain ist in diesen Tagen nicht zu beneiden. Parallel zu den fallenden Börsenkursen bewegten sich auch seine Umfragewerte nach unten. Natürlich nicht in der Monstranz der einzigartigen Wall Street-Baisse, aber doch deutlich sichtbar. Barack Obama hat die Finanz- und Wirtschaftskrise ein großes Stück näher an die Pforten des Weißen Hauses gebracht. In Umfragen liegt er mittlerweile komfortabel vorne, in den Schlüsselstaaten baut er seinen Vorsprung aus, selbst in republikanischen Hochburgen wie North Carolina kann er punkten.
John McCain kämpft verzweifelt gegen seine drohende Niederlage an. Er probiert alles, was man als Präsidentschaftskandidat im Instrumentenkasten hat. Er zeigte sich überparteilich, als Retter der Nation. Er stellte sich als Macher und Aktionist dar, der den Wahlkampf sogar einstellen wollte, um in Washington nach Lösungen aus der Krise zu suchen, die andere viel besser meistern konnten. Zu guter Letzt hegte er massive Zweifel am Charakter seines Gegenübers. Er brachte ihn mit Terroristen in Verbindung, bezeichnete ihn als steuergierigen Liberalen und als zu riskante Wahl für den Präsidentenjob. Mittlerweile hat McCain seine Attacken offiziell zurückgefahren. Negativwahlkampf, das wirkt beim Mann, der den Wählern „Straight Talk“ versprochen hatte, aufgesetzt und unauthentisch. Zudem merkte McCain, dass er die Geister, die er gerufen hatte, nicht mehr richtig einfangen konnte. Die Stimmung auf seinen Veranstaltungen wurde immer gereizter. Ein Zuhörer rief an Obama adressiert: „Bringt ihn um!“ Eine ältere Frau war überzeugt davon, Obama sei ein arabischstämmiger Muslim. Daraufhin sah sich McCain genötigt, ihr das Mikrofon aus der Hand zu nehmen. In einer neuen New York Times/CBS-Umfrage gaben 61% der Befragten an, dass John McCain mehr Negativ- als Positivwahlkampf führe. Heute nun ist die letzte große Chance für McCain, das Rennen doch noch zu drehen. Die Kandidaten treten zum letzten TV-Duell an. Man darf gespannt sein, was McCain tun wird, um den Wahlkampf doch noch in seine Richtung zu bewegen. Mir fällt wenig ein, aber der alte erratische Haudegen ist immer für eine Überraschung gut. Er hat immerhin versprochen, die Peitsche heraus zu holen… Obama attackiertDienstag, 7. Oktober 2008
Sarah Palin holte am Wochenende den Negativ-Hammer raus. Stellvertretend für John McCain machte sie ihrer selbst gewählten Bezeichnung des Pitbulls alle Ehre. Offen brachte sie Barack Obama mit dem Chicagoer Pädagogik-Professor Bill Ayers in Verbindung, der in den 1960er und 1970er Jahren mit der terroristischen Gruppierung Weather Underground Anschläge auf Regierungsgebäude – u.a. auf das Pentagon - geplant und ausgeführt hatte. Palin stellte Obamas patriotische und politische Gesinnung offen in Frage, indem sie erklärte: „[Mr. Obama] is someone who sees America as imperfect enough to work with a terrorist.“
Die Obama-Kampagne wusste von Beginn der Kampagne an, dass Ayers ein Thema im Wahlkampf werden würde. Hillary Clinton hatte die Geschichte dann auch auf dem Höhepunkt des Vorwahlkampfes ausgepackt, als sie Obama während einer TV-Debatte offen für seine angebliche Verbindung zu Ayers kritisiert hatte. Dass sich die Republikaner des Professors aus Chicago annehmen würden, war also keine Überraschung. Ein Artikel in der New York Times brachte das delikate Thema jetzt wieder auf die Tagesordnung. Nüchtern wird in diesem Beitrag über Ayers und Obama berichtet. Ayers organisierte Mitte der 1990er Jahre kleine Events für den jungen Politiker, der um ein Landtagsmandat in Illinois kämpfte. Ayers spendete Geld an den Demokraten. Beide hatten zudem miteinander in verschiedenen Stiftungen zu tun. Ein Buch des Uni-Professors über Schulreformen fand das ausdrückliche Lob Obamas, der sich aber generell von den Ansichten und Taten des Altlinken klar distanzierte. Dass McCain schon jetzt, einen Monat vor Wahl, mit dieser Geschichte an die Öffentlichkeit geht, ist bemerkenswert. Es zeigt, wie verzweifelt McCain um eine Wende im Rennen mit Obama kämpft. Die Wirtschaftskrise hat den Wahlkampf zugunsten der Demokraten gedreht. Nun versucht McCain ihn wieder zu einer Charakterfrage zu machen, indem er Zweifel an der Person Obamas streuen, ihn als zu weit links und zu radikal für Amerikas Mitte darstellen will. Barack Obamas Rapid-Response-Team reagierte sofort auf die harschen Anschuldigungen. Umgehend griff der Senator die „Schmutzkampagne“ John McCains mit den Worten an: „They'd rather try to tear our campaign down than lift this country up.“ Oben drauf setzte Obama eigene Attacken gegen McCain. Dessen unrühmliche Rolle im letzten großen Bankenskandal Anfang der 1990er Jahre beleuchtet er in einer fast 15-minütigen Dokumentation auf www.keatingeconomics.com. Der Hintergrund: John McCain hatte sich damals für den befreundeten Geschäftsmann Charles Keating eingesetzt, der mit seiner Lincoln Savings and Loan Association (LSLA) staatlich verbürgtes Geld im Wert von 3,4 Milliarden Dollar mit riskanten Immobiliendeals verbrannte. McCain half damals als Teil einer Gruppe von Kongressabgeordneten („Keating Five“), die Kontrolleure der bundesstaatlichen Regulierungsbehörden zu beschwichtigen und zurückzuhalten. Der Wind wird rauer im Wahlkampf. John McCain wird sich nicht kampflos ergeben. Das ist sicher. Wirtschaftsabschwung = Obamas Aufschwung?Freitag, 19. September 2008
John McCain und Barack Obama kämpfen derzeit um die beste Antwort auf die Finanzkrise in den USA. Hilflos mussten sie in den letzten Tagen zuschauen, wie die großen Investmentbanken ins Trudeln gerieten. Das Heft des politischen Handels hat zurzeit eher die Bush-Regierung in der Hand. Finanzminister Arthur Paulson ging gestern mit einem Rettungsplan für die angeschlagenen Banken in die Offensive. Das stabilisierte die Märkte, zumindest kurzzeitig.
John McCain machte bisher alles andere als eine gute Figur. Er schlingerte gewaltig. Populistisch griff er zwar die gierigen Investmentbänker an der Wall Street an und forderte Christopher Cox, den Vorsitzenden der obersten Regulierungsbehörde, der Securities and Exchange Commission (SEC), zum Rücktritt auf. Aber klare politische Lösungen hatte er nicht parat. Am Dienstag lehnte er eine Regierungshilfe für den Großversicherer AIG ab, um sie am Mittwoch doch zu unterstützen, als klar wurde, dass die Bush-Administration eingreifen wollte. Zu Beginn der Woche forderte McCain eine „9/11-style commission“, um das Problem an der Wall Street nach der Krise in Ruhe aufzuarbeiten. Als gestern aber klar wurde, dass das Weiße Haus fieberhaft daran arbeitete, einen Rettungsfonds für „faule“ Kredite einzurichten, schwenkte er schnell auf dessen Linie um. Die Demokraten sind die Schutzpartei des kleinen Mannes. In der Regel profitieren ihre Kandidaten politisch in Zeiten von Wirtschaftskrisen. Auch Obamas Hoffnungs- und Wandelrhetorik kommt jetzt gelegen, weckt sie doch implizit Erinnerungen an den großen demokratischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt, der den Amerikanern mitten in der Weltwirtschaftskrise optimistisch zurief: „Happy Days Are Here Again“. Die letzten Umfragen zeigen, dass Obama wieder an McCain vorbeigezogen ist. Nicht nur national, sondern auch in so wichtigen Schlüsselstaaten wie Michigan, Ohio, New Mexico oder Indiana. So zynisch diese Aussage auch ist, in ihr steckt eine wichtige Wahrheit: Der wirtschaftliche Abschwung befördert Obamas politischen Aufschwung. Obama wird persönlichMittwoch, 17. September 2008
Barack Obama wollte eine explizit positive Kampagne zu führen. Er nahm sich vor, einen neuen kommunikativen Stil zu prägen, der ohne dumpfen Negativwahlkampf, ohne Verdrehung von Tatsachen, ohne Hin und Her von Anschuldigung und Gegen-Anschuldigung auskommen sollte. Er weigerte sich, die üblich zynische Spin-Doctor-Kampagne zu machen, den die professionelle Beraterkaste in Washington, DC seinen Kandidaten regelmäßig verordnete. Der Bruch mit dem alten Wahlkampfparadigma sollte radikal sein.
Nach zwei Monaten der harten Attacke von Seiten John McCains und der Republikaner wird nun auch Barack Obama persönlicher. Seine beiden letzten Wahlkampfspots sind ein Beleg dafür, dass der junge Senator, der als Gutmensch in das Haifischbecken Wahlkampf gestiegen war, nun auf dem Boden der Tatsachen angekommen ist, der da heißt: „Negatives drive the numbers“ – Negativwahlkampf wirkt! Im Spot „Honor“ greift Obama McCain für seine unlauteren Attacken an und schließt mit dem Satz: „Deception is all he has left.“ Der Spot „Still” macht sich offen über McCains Alter und Rückständigkeit lustig. Die implizite Botschaft: Dieser Mann ist „out of touch“ und viel zu alt, um Präsident zu werden. John McCain: Die Rückkehr des Swift BoatDonnerstag, 11. September 2008
John McCain hat lange gebraucht, um eine klare Angriffslinie gegen Barack Obama zu finden. Viele Wochen verstrichen, bis McCains koordinierte Attacken starteten. Attacken, die wir schon viel früher erwartet hatten. Denn die lockere Leitmaxime der Republikaner geht in etwa so: Definiere den Gegner nach Deinen eigenen Regeln und zwar so schnell wie möglich!
Diese Strategie wird seit dem Wahlkampf George W. Bushs gegen John Kerry mit dem schillernden Verb „swift boating“ umschrieben. Damals war es eine Gruppe dubioser Vietnam-Veteranen, die sog. „Swift Boat Veterans for Truth“, die Kerrys heroische Militärzeit in Vietnam massiv in Zweifel zogen. Da diese Attacken weitgehend unbeantwortet blieben, schafften es die Republikaner, John Kerrys Stärke – der Dienst für das Vaterland - in eine Schwäche zu verwandeln und ihn als elitären, unpatriotischen Gesellen darzustellen. Ähnliches passiert nun mit Obama. Es geht diesmal nicht um Vietnam, aber wieder um eine Menge Halbwahrheiten. John McCain, der noch zu Beginn des Hauptwahlkampfes eine zivile, respektvolle Kampagne versprochen hatte, schlägt mittlerweile erbarmungslos auf Obama ein; mit allem, was man in der Trickkiste der Gegnerbeobachtung finden kann. Seine Strategie: McCain möchte das Rennen zu einer Personenfrage zwischen ihm und Obama machen. Das ist schlau, denn so isoliert er den Wahlkampf von Negativstimmungen gegenüber der Republikanischen Partei und ihrem unbeliebten Präsidenten. McCain fährt die alte Taktik der Swift Boater auf. Er macht Obamas persönliche Stärken –Charisma, Wandelrhetorik, positiver Stil – ganz einfach zu Schwächen. Mit viel Chuzpe und SEHR verdichteten Argumenten. Im Juli hatte McCains Team – allen voran sein neuer Kampagnenleiter Steve Schmidt – endlich ein Thema gefunden, mit dem sie dem jungen Senator aus Illinois beikommen konnten. Obama hatte die Schraube der Hyperinszenierung mit Auftritten vor 75.000 Zuhörern in Oregon und 200.000 Menschen in Berlin zu weit gedreht. McCains Team nutzte diese Gelegenheit, um Obama als elitären Superstar darzustellen, der gottgleich über den Problemen der Menschheit schwebte, der aber mit dem Alltag des Durchschnittswählers nicht mehr viel zu tun hatte. Sie stilisierten ihn zum egomanischen Halbgott und Schönredner. Der amerikanische Held McCain betonte hingegen einfach nur sein handfestes „America First“. Noch haarsträubender. Obama war angetreten, um einen positiveren Ton im Wahlkampf anzuschlagen. Er wollte Schluss machen mit der Negativität, mit dem Hin und Her von Anschuldigung und Gegen-Anschuldigung. Als er sich dann doch einmal zu persönlicher Kritik an Sarah Palin hinreißen ließ, spielten die Republikaner sofort das Unschuldslamm und fragten pathetisch: Was ist bloß mit der Politik der Hoffnung passiert? Oben drauf packten die McCain-Leute einen Schuss alte Kampfrhetorik gegen die Linksliberalen im Land. Obwohl Obama in den Umfragen ein Kompetenzvorsprung bei den dringlichsten Problemen des Landes – Energie, Wirtschaft, Arbeitsplätze – bescheinigt wird, dreschen sie mit den alten Slogans auf ihn ein: Obama will Euch die Steuern erhöhen, er will Euch zum Knecht der Bürokratie machen, er will Euch in Eure weiße Kleinstadt-Werte-Welt hineinregieren. Das kleine Ein-Mal-Eins des Schmutzwahlkampfes. Hier ist es aufgeführt. Durch diese Schläge unter die Gürtellinie hat McCain gute Chancen, sich am Ende gegen den derzeit um Fassung ringenden Obama durchsetzen können. Aber es bleibt die Frage: „What happened to the good, old, fair McCain?” Obama bekämpft SchmutzkampagneMontag, 25. August 2008
Besonders seit Steve Schmidt das Zepter in McCains Wahlkampf führt, beobachten wir schmutzige Kampagnen gegen Barack Obama. Die gezielt gestreuten Unwahrheiten schwächen Obama, der nach aktuellen Umfragen nur einen Prozentpunkt vor McCain liegt.
Ihm wird vorgeworfen, sein Wahlkampfflugzeug sei nicht mit der amerikanischen Flagge zu versehen, er besuche nicht die verwundeten Truppen und Michelle Obama sei keine Patriotin. Jetzt reagiert Obama mit der Kampagne „Fight the Smears“. Auf seiner Website werden die Verbalattacken zitiert und der Wahrheit gegenübergestellt. Mit dem Link Spread the Truth wird der Leser aufgefordert, die von Bildern und Videos untermauerten Richtigstellungen per E-Mail an Freunde weiter zu senden. Obama als Antichrist?Dienstag, 12. August 2008
Eine neue Strategie der Republikaner versucht mit rhetorischen, visuellen und audiovisuellen Mitteln Obama als Antichristen zu stilisieren. Ein Instrument dafür war der T-Shirt Wettbewerb anlässlich von Obamas World Tour 2008, von dem ich in der letzten Woche berichtet habe.
Bahnhofsmission Bonn ![]() T-Shirt Wettbewerb Noch tiefgründiger sind die Beobachtungen des TechPresident Bloggers Micah L. Sifry, der in dem Video "The One", eine zweite Ebene entdeckt. Auf den ersten Blick scheint McCain die messianische Inszenierung Obamas und die Menschenmenge, die sich um ihn versammelt hat, zu belächeln. Die linke christliche Organisation Matthew 25 entdeckte jedoch eine weitere Lesart dieses Videos, das voller versteckter Botschaften ist und Obama als Antichristen bezeichnet. Danach bezieht sich das Video auf die Left Behind-Serie, einer Reihe von Bestseller-Romanen, die von 44 Millionen Amerikanern gelesen wurde und in denen das Ende der Welt beschrieben wird. Die McCain-Kampagne hat hier nicht etwa einen Praktikanten ein Video drehen lassen, sondern ganz professionell Zitate aus den Romanen ausgewählt und die Rolle des Antichristen, die im Buch ein gewisser Nicolae Carpathia inne hat, in Bezug mit Obama gesetzt. In der Left-Behind-Reihe gründet der Protagonist Nicolae Carpathia die Weltreligion THE ONE. Er beginnt seine Karriere als junger sympathischer Senator, der mit Hilfe des Satans aufsteigt und seine Botschaft von Einheit, Hoffnung und Frieden verbreitet. Kein Zufall also, dass McCains Kampagne das Video über Barack Obama auch „THE ONE“ betitelt? Zu diesem Thema lohnt sich auch ein Blick auf GodTube, der religiösen Alternative zu YouTube.
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
um
11:50
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: antichrist, barack obama, godtube, john mccain, left behind, matthew 25, negative campaigning, t-shirt, video, wahlwerbung, youtube
Paris Hilton antwortetMontag, 11. August 2008
Am vergangenen Montag habe ich über das Celebrity-Video von John McCain berichtet, das Barack Obama in einer Reihe mit Stars wie Paris Hilton zeigt, um am Ende zu fragen: „Is he ready to lead?“ Das Video kritisiert außerdem Barack Obamas Energiepolitik, die Off-Shore-Bohrungen nach Öl ausschließe. Da Bilder von Paris Hilton offenbar ohne ihr Einverständnis in den Wahlkampfsspot geschnitten wurden, meldet sich das It-Girl nun in einem eigenen Video zu Wort, das auf der Website Funny or Die veröffentlicht wurde. Darin nennt sie McCain den ältesten Cebrity Amerikas und untermalt ihre Beobachtung mit wenig schmeichelhaften Bildern.
Ihre Mutter Kathy Hilton hatte bereits am Sonntag in der Huffington Post verkündet, dass sie von McCains Celebrity Video nichts halte:
Es wäre nun interessant zu hören, wie sie das Video ihrer Tochter beurteilt. McCains Pressesprecher Tucker Bounds hat das Video, das seinen Kandidaten nicht gerade ins beste Licht stellt, bereits gegenüber der TMZ kommentiert. Er meint, dass Hilton den gleichen Ansatz zur Lösung der Energiekrise forciere wie John McCain und fügt an, sie hätte den besseren Energieplan als Barack Obama. Berlin im McCain-Spot(t)Montag, 4. August 2008
Die Bilder von Barack Obama vor der Siegessäule in Berlin sind uns noch in wacher Erinnerung. Vor allem die 200.000 Zuschauer haben den Eindruck von Obama als Pop-Star hinterlassen, der zunehmend das Image des charismatischen US-Präsidentschaftskandidaten prägt. Dieses Image zu demontieren, hat sich John McCain zum Ziel gemacht. Er benutzt Bilder des Obama-Auftritts in Berlin, um Anti-Campaigning zu betreiben. In einem offiziellen TV-Spot der McCain Kampagne werden die Bilder aus Berlin gezeigt und mit dramatischer Filmmusik unterlegt. Während eine Off-Stimme verkündet “He is the biggest Celebrity in the World”, wird noch ein Bild von Paris Hilton dazwischen geschnitten, um den Politiker in die Riege der Nonsense-Stars zu reihen. Dann folgt die rhetorische Frage der Republikaner: “But is he ready to lead?”
Die Frage “Is he ready to lead” wird auch in dem offiziellen McCain Internet-Spot “One” gestellt, der Obamas Rhetorik der Einheit auf die Schippe nimmt und sich über die messianische Sprache des Kandidaten mokiert: “Do you see the light?” Alle Berliner, die sich in den letzen Tagen auf den Titelblättern der Zeitungen wähnten und sich in den Fotos der Menschenmenge gesucht und eventuell gefunden haben, können nun in John McCains “Celebrity” Video weiter recherchieren. Wer sogar von der amerikanischen “Presse” zu Barack Obama befragt wurde, taucht eher in dem TV Spot “Obama Hasselhoff 2008” auf, das nicht nur Obama, sondern auch die Berliner durch den Kakao zieht. So berichtet ein Befragter, dass seine “marxistischen Freunde” in den USA Obama unterstützen. Ein anderer zieht einen Vergleich zu Che Guevara. Die Ästhetik des Videos nimmt Bezug auf den Lichtkranz, der zum Bildrepertoire der Obama-Kampagne gehört, und mixt ihn mit flackernden Neonfarben und Techno-Sound. Außer dem Image von Berlin als Zentrum der Techno-Szene, wird mit der Vorliebe der Deutschen für David Hasselhoff gespielt, die auf Amerikaner sehr komisch wirkt. Für die Schlussszene wurde noch Leonardo di Caprio ausgegraben, der in dem Film “Titanic” am Schiffsbug steht – in diesem Fall wurde Obamas Kopf auf den Promi-Körper montiert, er ruft: “I am king of the world!” Republikaner gründen ObamabookDonnerstag, 31. Juli 2008
Soll noch einer sagen, die Republikaner seien nicht auf der Höhe des modernen Internetwahlkampfes. Mit einer neuen Webseite nehmen sie Barack Obamas Erfolg auf der sozialen Netzwerkseite Facebook aufs Korn. Auf www.barackbook.com haben sie ein fiktives Profil des jungen Senators angelegt, das ihn als virtuellen Freund von zwielichtigen Chicagoer Figuren wie dem Immobilienmakler Antoin Rezko oder dem ehemaligen linken Untergrundkämpfer William Ayres zeigt. Wegen dieser immer noch nicht ganz geklärten Verbindungen hatte ihn auch Hillary Clinton bereits scharf angegriffen.
Die Parodie ist ein weiteres Beispiel dafür, wie man das Internet für einfache, aber effektive Attacken gegen den politischen Gegner nutzen kann. In diesem konkreten Fall geht der Angriff sogar in zwei Richtungen. Nicht nur Obama wird diskreditiert, sondern auch der Leiter seines Internetportals my.barackobama.com, der Chris Hughes heißt und einer der Gründer von Facebook ist. Vielleicht sollte Facebook sich gerichtlich gegen das Plagiat wehren, so wie im Falle der deutschen Netzwerkseite StudiVZ. Das würde Barackbook allerdings nur eines bescheren: Aufmerksamkeit. Obama in Berlin – McCain in German VillageMontag, 28. Juli 2008
Mit scharfer Rhetorik attackiert der US-Präsidentschaftskandidat John McCain derzeit seinen Konkurrenten Barack Obama, während er selbst gerade Station in German Village, Columbus, Ohio machte. Dort traf er sich mit einer kleinen Runde deutscher Geschäftsleute zum Mittagessen in Schmidts’ Sausage Haus.
Im Zentrum seiner Kritik steht der Deutschlandbesuch Obamas am vergangenen Donnerstag und der am Folgetag abgesagte Besuch eines amerikanischen Militärkrankenhauses in Landstuhl. Obama ziehe einen „Haufen unterwürfiger Deutscher“ einem Besuch bei verwundeten Truppen vor, sagte McCains Sprecher Tucker Bounds am Samstag dem TV-Sender Fox News. Mit einem TV-Spot verbreitet McCain seine Attacke und meint, dass sein Gegner sogar Zeit hatte, es in die Sporthalle zu schaffen, aber leider nicht zu den Soldaten. An dieser Stelle hinkt der Vergleich ein wenig, da die Bilder, die dies untermauern sollen, aus Filmmaterial von Obamas Besuch bei den US-Truppen in Kuwait bestehen, mit denen er Basketball spielte.
McCain kämpft gegen globale ObamaniaMittwoch, 23. Juli 2008
Barack Obama ist in der Welt unterwegs, um sich internationale Lorbeeren zu verdienen. Seine Besuche in Afghanistan, im Irak, in Israel oder in Berlin produzieren exakt die Bilder, die die Obama-Kampagne haben will. Obama im Helikopter mit General Petraeus, Obama im Zwiegespräch mit dem irakischen Regierungschef Maliki, Obama beim lockeren 3-Punkte-Werfen mit Soldaten in Kuwait, Obama an der Siegessäule vor dem Brandenburger Tor.
Daheim versucht John McCain derweil verzweifelt, die Berichtererstattung über die globale Obamania zu durchbrechen. Zunächst veröffentliche er seinen ersten Negativ-Spot der Saison, der Obamas Kompetenzen als Außenpolitiker direkt angreift. Obama wird vorgeworfen, dass er als Unterausschussvorsitzender im Senat zum Thema Afghanistan keine einzige Anhörung veranstaltet hat (stimmt). Zudem wirft ihm McCain vor, gegen die Finanzierung der Truppen im Irak gestimmt zu haben (stimmt nur in einem einzigen Fall, ist deshalb tendenziös).
Dann machte McCain Halt beim politischen Urgestein George H.W. Bush, den er in seinem Feriendomizil in Maine besuchte. Die Bilder waren nicht gerade spektakulär. Zwei alte Herren fuhren auf einem Cart über einen Golfplatz und unterhielten sich über die großen Linien der Außenpolitik, ansonsten wahrscheinlich über Gott und die Welt. Etwas ungerechtfertigt von McCains Wahlkampfberatern, dass sie sich wirklich noch darüber aufregen, wie die Presse Obama derzeit bevorzugt.
Blogeintrag von Maik Bohne
um
11:51
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: Afghanistan, Barack Obama, Berlin, George Bush, Irak, John McCain, Kuwait, negative campaigning
Rassismus zum AnsteckenDienstag, 24. Juni 2008
Dieser Button wurde bei der Republican State Convention in Texas verteilt:
Der Verkaufstand wurde von Republicanmarket Das Blog 23/6 ruft bereits zum Vergeltungsschlag auf und bietet dazu folgendes Produkt an:
Can we ask? - Yes we can.Dienstag, 27. Mai 2008
Yes we can - dieser Satz gehört Barack Obama. Doch die Republikaner können auch anders als bislang und nehmen nun eine semantische Neubewertung dieses Slogans vor. Seit es mehr als wahrscheinlich ist, dass Barack Obama der Kandidat der Demokraten wird, gilt ihm die volle Aufmerksamkeit des Republican National Committee, RNC. Eine neue Website des RNC zieht Obama in den Fokus des Anti-Campaignings und zeigt dieses Video:
Die Website ist schlicht und ihre Funktionen sind klar. Sie hat drei wesentliche Optionen: Schreibe eine Frage an Obama, schicke ein Video mit deiner Frage oder spende. Strategisch nutzen die Republikaner die Grundidee von Hillary Clintons Let the Conversation begin-Kampagne, nur dass sie in der Umsetzung wesentlich konsequenter sind und nicht nur Briefe der Wähler vorlesen, sondern auch deren Videos zeigen. Man merkt, dass sie während der ewig andauernden Primaries genug Zeit hatten, von den Demokraten zu lernen. Nun wollen sie Barack Obama in ein unangenehmes Gespräch verwickeln und stellen Fragen, so zum Beispiel der konservative Journalist und Townhall-Blogger Matt Lewis: Die schriftlich eingereichten Fragen kann man hier nachlesen.
(Seite 1 von 2, insgesamt 25 Einträge)
» nächste Seite
© Initiative ProDialog, Dorotheenstr. 35, 10117 Berlin - Impressum |