Nach vier Vorwahl-Niederlagen an diesem Wochenende tauscht Hillary Clinton ihre Wahlkampfmanagerin Patti Solis Doyle gegen eine langjährige Vertraute aus. Die herben Verluste an diesem Wochenende und der rasante Anstieg an Wahlkampfspenden auf der Seite ihres demokratischen Konkurrenten Barack Obama scheinen Hillary Clinton zu diesem Schritt motiviert zu haben.

Maggie Wiliams, ihre langjährige Vertraute, übernimmt nun die Verantwortung für die Clinton-Kampagne. Von einem kompletten Ausscheiden von Solis Doyle kann allerdings nicht die Rede sein. Sie wird weiter dem Team angehören und gelegentlich mit Clinton unterwegs sein. Clinton dankte ihr für ihre „Freundschaft und herausragende Arbeit“. Mit einer E-Mail informierte Solis Doyle ihren Mitarbeiterstab von dem Wechsel an der Spitze des Wahlkampfteams. Sie sei stolz, diese Kampagne geleitet zu haben. „Noch stolzer bin ich, Hillary nach über 16 Jahren noch meine Freundin nennen zu können.“ Ihre Nachfolgerin sei eine bemerkenswerte Person und werde ihre Aufgabe hervorragend erfüllen, schrieb Solis Doyle weiter.
Maggie Williams' Werdegang ist in der Tat beachtlich. Bereits während Bill Clintons Amtszeit im Weißen Haus arbeitete sie als seine Assistentin und zugleich als Stabschefin der First Lady. Diese Doppelrolle besetzte vor ihr kein Mitarbeiter des Oval Office. Sie hat den Ruf, in Verhandlungen schlichtend zu wirken und ein gutes Gespür für Menschen zu haben. Sie selbst scheut allerdings die Öffentlichkeit. Schon in Bill Clintons 1992-Kampagne arbeitete Williams als Medienberaterin für Mrs. Clinton, weil sie verärgert war über die Art und Weise, wie Hillary in den Medien dargestellt wurde. Hillary Clintons Image verbessserte sich schlagartig. Dabei war Williams Strategie simpel: Lass Hillary Hillary sein.
Maggie Williams ist Absolventin der University of Pennsylvania’s School for Communication und schrieb ihre Master-Arbeit über das Verhältnis zwischen schwarzen Regierungsbeamten und schwarzen Reportern großer Medienanstalten. Williams bringt Erfahrungen und Perspektiven ein, die Hillary Clinton jetzt hilfreich sein können, denn sie kennt die Rolle, sich als Frau und Afro-Amerikanerin behaupten zu müssen.