Bisher war klassisches Fundraising vor allem besser verdienenden, gesellschaftlich gut vernetzten Zeitgenossen oder professionellen Spendensammlern vorbehalten. Mit einem äußerst egalitären Web 2.0-Ansatz, entwickelt von der progressiven Internetgruppe ActBlue, zieht Barack Obama diese alte Wahrheit nun in Zweifel. Sein Ziel: Jeder noch so unbedarfte Unterstützer kann ein Spendensammler sein. Auf my.barackobama.com hat jeder Nutzer die Chance, eine eigene Fundraising-Homepage für den Kandidaten zu erstellen und ruft dann Freunde und Bekannte zum Spenden auf. Nach vier Mausklicks ist man in der Regel offizieller Fundraiser, inklusive eigener Zielmarke und eigenem Aktivitätsindex.Kurz vor dem offiziellen Start in den Hauptwahlkampf hat das Team Obama nun einen institutionellen Rahmen für seine Spenderhelden an der Basis geschaffen. In das Grassroots Finance Committee wird in Zukunft jeder Laien-Fundraiser aufgenommen, der es vermag, mehr als 1.000 Dollar an Spenden für den Kandidaten einzutreiben.
Um Geld für ihren Kandidaten zu generieren, nutzten die User nicht nur E-Mails, Blogs und eigene Webseiten, sondern wurden von der Kampagne explizit aufgefordert, Hauspartys und Barbecues zu organisieren, auf denen sie buchstäblich den Hut für Obama herumwandern ließen. Geschickt verbindet die Kampagne damit Online- und Offline-Aktivitäten.
Hier ein Video von der erfolgreichen Grassroots-Fundraiserin Michelle: