Barack Obamas Kampagne verändert die politische Kommunikation: Jetzt nutzt Obama das Medium „SMS“ auf eine Weise, die die Regeln der Öffentlichkeitsarbeit auf den Kopf stellt. Er will den Namen seines Vizepräsidenten per SMS bekannt geben und zwar nicht an die Presse, die schon hungrig auf diesen Happen wartet, sondern an seine Grassroots, an die Unterstützer, die ihn auch bislang mit Spenden etc. begleitet haben. Und dies bevor er auf der National Convention in Denver den Namen seines Vize verkündet. In einer E-Mail, die er gestern mit dem Betreff “Barack's VP: Be the First to Know” verschickte, bietet der Campaign Manager David Plouffe an, die begehrte Neuigkeit an diejenigen zu versenden, die sich dafür registrieren.
Das kann per E-Mail geschehen oder man schickt die Buchstaben “VP” per SMS an die Nummer 62262. Jose Antonio Vargas schreibt in der Washington Post, dass es sich um eine revolutionäre Form der Bekanntgabe handelt, bei der drei Punkte besonders bemerkenswert sind:
- Betreff: „Be the First to Know“ und der Bezug zum Kandidaten „Barack“ sind sehr persönliche Ansprachen
- Weiterleiten: Die Wähler werden aufgefordert, die SMS oder E-Mail an Freunde, etc. weiterzuleiten
- Timing: Die Information kommt nicht nur exklusiv, sondern auch 2 Wochen vor der National Convention. Das bietet genug Zeit, den Text zu verbreiten.
Wie der Blog TechPresident berichtet, wurde die Revolution auch auf Twitter heftig diskutiert, nachdem Brian Stelter von der New York Times diese Frage auf den Twitter-Tisch brachte. Die Reaktionen sind gemischt, Micah Sifry hält den Wandel für smart.