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Register to VoteMontag, 8. September 2008
Viele Amerikaner, die in Berlin leben, wissen gar nicht, dass sie von hier aus wählen können. „Deshalb bin ich hier und informiere darüber“, sagt Kit Baker. Der Theaterproduzent hat seine Mittagspause in ein Cafe in Berlin-Mitte verlegt, um dort den zahlreichen amerikanischen Gästen bei der Registrierung zur Briefwahl zu helfen.
Das Prozedere ist ganz einfach. Das Bestellformular hat Kit Baker schon in der Tasche, und wer seine Sozialversicherungsnummer etc. zur Hand hat, kann die Daten gleich an sein Home County schicken. Die dortigen Behörden schicken dann den Wahlschein zu, auch nach Berlin. Die Zielgruppe der Amerikaner im Ausland ist gar nicht so klein, allein auf MyBo finden sich die verschiedensten Gruppen, die sich auf Amerikaner im Exil konzentrieren: American Expats in Paris for Obama, Americans Abroad for Obama, Americans in Berlin for Obama, Americans in Germany for Obama, Artists and Wrtiters in Berlin for Obama. Kit Baker ist in Mitglied in allen fünfen.
Berlin im McCain-Spot(t)Montag, 4. August 2008
Die Bilder von Barack Obama vor der Siegessäule in Berlin sind uns noch in wacher Erinnerung. Vor allem die 200.000 Zuschauer haben den Eindruck von Obama als Pop-Star hinterlassen, der zunehmend das Image des charismatischen US-Präsidentschaftskandidaten prägt. Dieses Image zu demontieren, hat sich John McCain zum Ziel gemacht. Er benutzt Bilder des Obama-Auftritts in Berlin, um Anti-Campaigning zu betreiben. In einem offiziellen TV-Spot der McCain Kampagne werden die Bilder aus Berlin gezeigt und mit dramatischer Filmmusik unterlegt. Während eine Off-Stimme verkündet “He is the biggest Celebrity in the World”, wird noch ein Bild von Paris Hilton dazwischen geschnitten, um den Politiker in die Riege der Nonsense-Stars zu reihen. Dann folgt die rhetorische Frage der Republikaner: “But is he ready to lead?”
Die Frage “Is he ready to lead” wird auch in dem offiziellen McCain Internet-Spot “One” gestellt, der Obamas Rhetorik der Einheit auf die Schippe nimmt und sich über die messianische Sprache des Kandidaten mokiert: “Do you see the light?” Alle Berliner, die sich in den letzen Tagen auf den Titelblättern der Zeitungen wähnten und sich in den Fotos der Menschenmenge gesucht und eventuell gefunden haben, können nun in John McCains “Celebrity” Video weiter recherchieren. Wer sogar von der amerikanischen “Presse” zu Barack Obama befragt wurde, taucht eher in dem TV Spot “Obama Hasselhoff 2008” auf, das nicht nur Obama, sondern auch die Berliner durch den Kakao zieht. So berichtet ein Befragter, dass seine “marxistischen Freunde” in den USA Obama unterstützen. Ein anderer zieht einen Vergleich zu Che Guevara. Die Ästhetik des Videos nimmt Bezug auf den Lichtkranz, der zum Bildrepertoire der Obama-Kampagne gehört, und mixt ihn mit flackernden Neonfarben und Techno-Sound. Außer dem Image von Berlin als Zentrum der Techno-Szene, wird mit der Vorliebe der Deutschen für David Hasselhoff gespielt, die auf Amerikaner sehr komisch wirkt. Für die Schlussszene wurde noch Leonardo di Caprio ausgegraben, der in dem Film “Titanic” am Schiffsbug steht – in diesem Fall wurde Obamas Kopf auf den Promi-Körper montiert, er ruft: “I am king of the world!” Wo bleibt der Aufschwung?Mittwoch, 30. Juli 2008
Nach der internationalen Festwoche, die Barack Obama mit seinem Auftritt vor über 200.000 Menschen in Berlin gekrönt hatte, stellt sich die Frage nach den Effekten seiner Auslandsreise. Hat er im Zuge der hohen medialen Aufmerksamkeit und der in großen Teilen positiven Beurteilung seiner Welttournee Punkte an der Heimatfront machen können? Diese Frage stellt sich auch Adam Nagourney in der New York Times.
Wie Nagourney richtig anmerkt, ist es in der Tat auffällig, dass die Massen zwar zu Obama strömen, sich der überbordende Enthusiasmus für seine Person und seine Botschaft aber kaum in den Umfragen ablichten lässt. Natürlich führt Obama weiterhin das Rennen gegen John McCain an, aber sein Vorsprung bewegt sich in einem Rahmen von etwa zwei bis sieben Prozent. Bisher hat er die psychologisch so wichtige Marke von 50 Prozent Wählerzustimmung noch nicht erreicht. Interessanterweise scheint McCain seine zugewiesene Rolle des medialen Hinterbänklers wenig zu schaden. Die Anti-Bush-Stimmung kann dem politischen Haudegen wenig anhaben, der sich als unabhängiger Politiker mit Reformpotenzial verkauft. Müssen wir also um einen Sieg Obamas fürchten? Entwarnung kommt vom National Committee for an Effective Congress (NCEC). Die Organisation ist das historische Wählerwissen der Partei, weil sie so fundiert wie kaum eine andere Institution Wählertrends für demokratische Kandidaten analysiert. Und dies überall im Land, von der Bundes- bis hinunter auf die Kreisebene. NCEC streicht den Unterschied zwischen diesem Wahljahr und den letzten beiden heraus, die bekanntlich erfolgreich für die Republikaner endeten. Seit Februar diesen Jahres liegt Barack Obama konstant in den Umfragen vor John McCain. Selbst in den bisher schwierigsten Zeiten seiner Kampagne, kurz nach den Vorwahlen in Pennsylvania, änderte sich an diesem Trend nichts. Diese Tatsache steht im krassen Gegensatz zu den Zahlen aus 2004, als John Kerry gegen George W. Bush antrat. In jenem Jahr wechselte die Stimmung sehr stark. Kerry konnte zu keinem Zeitpunkt einen so substantiellen Vorsprung erarbeiten wie Obama ihn heute besitzt.
Quelle: NCEC In Zeiten eines polarisierten Elektorats in den USA, das eine weitaus geringere Zahl von Wechselwählern kennt wie das deutsche, scheinen zwei bis sieben Prozent Vorsprung ein guter Wert zu sein. Rufen wir uns in Erinnerung. Falls Obama die Staaten gewinnt, die Kerry 2004 für sich entscheiden hat, dann muss er „nur“ noch Ohio in sein Portfolio holen, um über die magische Zahl von 270 Wahlmännerstimmen zu kommen. Einfach wird das nicht. Obama hat aber die besseren Optionen. Gewinnt er Ohio wider Erwarten nicht (die Umfragen sehen ihn dort mit 1,5 Prozent vorne) kann er sich die 20 Stimmen auch in Virginia, New Mexico, Iowa, Colorado oder Nevada zusammenholen. Es bleibt wie immer… spannend!
Blogeintrag von Maik Bohne
um
13:09
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Tags für diesen Artikel: Barack Obama, Berlin, George Bush, john kerry, John McCain, NCEC, Ohio, Umfrage
Obama in Berlin – McCain in German VillageMontag, 28. Juli 2008
Mit scharfer Rhetorik attackiert der US-Präsidentschaftskandidat John McCain derzeit seinen Konkurrenten Barack Obama, während er selbst gerade Station in German Village, Columbus, Ohio machte. Dort traf er sich mit einer kleinen Runde deutscher Geschäftsleute zum Mittagessen in Schmidts’ Sausage Haus.
Im Zentrum seiner Kritik steht der Deutschlandbesuch Obamas am vergangenen Donnerstag und der am Folgetag abgesagte Besuch eines amerikanischen Militärkrankenhauses in Landstuhl. Obama ziehe einen „Haufen unterwürfiger Deutscher“ einem Besuch bei verwundeten Truppen vor, sagte McCains Sprecher Tucker Bounds am Samstag dem TV-Sender Fox News. Mit einem TV-Spot verbreitet McCain seine Attacke und meint, dass sein Gegner sogar Zeit hatte, es in die Sporthalle zu schaffen, aber leider nicht zu den Soldaten. An dieser Stelle hinkt der Vergleich ein wenig, da die Bilder, die dies untermauern sollen, aus Filmmaterial von Obamas Besuch bei den US-Truppen in Kuwait bestehen, mit denen er Basketball spielte.
Mittendrin statt nur dabei: Obama in BerlinFreitag, 25. Juli 2008Deutschland trifft den Superstar, so titelte der SPIEGEL sehr treffend zu Wochenbeginn. In der Tat hatte Obamas Auftritt gestern im Tiergarten etwas von Fanmeile und Popkonzert in einem. Tausende Menschen strömten mit diffusen Erwartungen auf die Straße des 17. Juni, um ihre neue, globale Projektionsfläche Barack Obama zu sehen und zu hören. „History was in the making“… und man wollte dabei sein. 200.000 Zuhörer kamen. Respekt, Barack. Für einen noch nicht nominierten Präsidentschaftskandidaten eines auswärtigen Landes sehr ordentlich. In diese Dimensionen ist bisher wohl nur Nelson Mandela vorgestoßen. John McCain, Angela Merkel und Nicolas Sarkozy hätten diese Zahl von Menschen nicht einmal gemeinsam auf die Beine bekommen. Was zunächst auffiel bei dieser Show des großen Inszenierers war die bunte Mischung des Publikums. Von Altlinken über Studenten und Schüler, Touristen und Auslandsamerikaner bis hin zu Mitarbeitern der Agenturen und Ministerien schien alles vertreten zu sein. Jeder wollte Inspiration, einen rhetorischen Happen oder einen zitationsfähigen Einzeiler mit nach Hause nehmen. Obama enttäuschte nicht, auch wenn seine Redenschreiber schon Besseres produziert hatten. Es ging um die großen Linien der Außenpolitik, um Metaphern und Symbolik. Obama wollte diesen Auftritt nicht als Wahlkampfveranstaltung verstanden wissen. Dennoch benutzte er die gleiche Rhetorik, mit der er in den USA reüssiert hatte. Es ging um Einheit, um Hoffnung und Wandel. In der Tat beschlich einen doch sehr schnell das Gefühl, dass hier keine substantielle Rede über die Kernthemen der transatlantischen Beziehungen gehalten wurde. Sicher hatte die Rede wichtige sachpolitische Elemente. Obama sprach stärker als andere seiner Vorgänger von transatlantischer Kooperation (die auch ein gemeinsames Engagement in Afghanistan beinhaltet). Er sagte, dass die USA nicht perfekt seien und Fehler in der Vergangenheit gemacht hätten. Den meisten Beifall bekam er, als er auf die strikte Einhaltung der Menschenrechte und eine kernwaffenfreie Welt abhob. Auf der Bühne vor der Siegessäule stand aber ein amerikanischer Wahlkämpfer, der Bilder und Sprachschnipsel für die Menschen in seinem Heimatland produzierte. Da sind wir beim richtigen Thema… Hat Obama die Rede auf seinem Weg ins Weiße Haus geholfen? Ich glaube kaum. Natürlich dominierte der Politstar die Medienberichterstattung in den USA. Natürlich konnte er sich außenpolitische Sporen mit seinen Besuchen in Afghanistan, im Nahen Osten und in Europa verdienen. Mitten im Hype um den Auftritt Obamas vergessen wir aber schnell, dass diese Form der europhilen Hyperkandidatur auf viele amerikanische Wähler sehr befremdlich wirkt. Die Frage, die vielen Durchschnittswählern in den USA durch den Kopf gegangen sei wird, könnte ungefähr so lauten: „Europe loves Obama? That´s great, but… so what?“ Obama muss aufpassen, dass er die Schraube des Massenwahnsinns nicht zu weit dreht. Außenpolitische Lorbeeren verdient man sich eigentlich anders. Schon einmal im Laufe dieses Wahlkampfes hat ihm seine Über-Popularität geschadet. Viele bodenständige Kleinstädter in Ohio und Pennsylvania fanden es nichts anderes als abgehoben und suspekt, was dort an Star-Power auf sie zukam. Sie wählten mehrheitlich Hillary Clinton. Ein Blick in die Umfragen holt uns und Obama vollständig zurück auf den Boden. Gallup prognostiziert derzeit ein äußerst knappes Rennen. Obama liegt mit hauchdünnen zwei Prozentpunkten vor McCain. Eine Analyse der Washington Post ergab, dass McCain in den Schlüsselstaaten des Wahlkampfes massiv an Zustimmung gewonnen hat. In Colorado liegt er wieder vorn, in Minnesota hat er in den letzten Wochen sieben Prozentpunkte dazu gewonnen (!). Das Rennen ist alles andere als entschieden. Noch ist Obama nicht die Nr. 44, die sich einige Kommentatoren in diesem Land so sehnlich wünschen. Obamas Tag in BerlinDonnerstag, 24. Juli 2008
Heute ist es soweit. Barack Obama kommt nach Berlin. Die Hauptstadt ist gespannt auf den Auftritt des amerikanischen Politstars, dessen Besuch im Vorfeld für soviel Wirbel gesorgt hatte. Für unsere Leser hier der mögliche Ablauf des Tages:
9 Uhr: Obama landet mit seiner gecharterten Boeing 757 (inklusive Schriftzug „Change We Can Believe In“) auf dem militärischen Teil des Flughafens Tegel. Ein Empfang auf dem Rollfeld ist nicht geplant. Obama ist ja schließlich kein offizieller Staatsgast, auch wenn es sich schon manchmal so anfühlt. 10 Uhr: Check-In im Hotel Adlon. Barack Obama hat sich dort die Präsidentensuite im sechsten Stock gemietet. Ein gutes Omen. 11 Uhr: Treffen mit Angela Merkel im Kanzleramt. Gesprächsthemen sollen Afghanistan, der Nahe Osten, das Klima und freier Welthandel sein. Wie schon beim Besuch von Nicolas Sarkozy während des französischen Präsidentschaftswahlkampfes gibt es keine Pressekonferenz, nur einen kurzen Fototermin. Merkel möchte ihre Überparteilichkeit im Kampf um das Weiße Haus wahren. 14 Uhr: Fahrt ins Auswärtige Amt, wo Frank-Walter Steinmeier bereits gespannt auf den Gast aus Amerika warten wird. Ähnliche Themen wie bei Merkel. Steinmeier wird Obama aber noch mal versichern, dass er ihn gerne am Brandenburger Tor gesehen hätte. 15-19 Uhr: Offener Nachmittag mit möglichen Besuchen am Tempelhofer Flughafen, dem Holocaust-Mahnmal oder dem Checkpoint Charlie. Kein Spaziergang mit Klaus Wowereit durch das Brandenburger Tor. Dafür wird Wowi extra ins Hotel Adlon fahren (inkl. Goldenem Buch der Stadt), um Obama zu treffen. Auch hier: Keine Pressekonferenz, nur tonlose Aufnahmen mit einer Fernsehkamera des RBB. 19 Uhr: Einstündige Rede an der Siegessäule zum Thema „Transatlantische Beziehungen“. Die Besucherzahlen? Von ein paar Tausend bis zu einer halben Million könnte alles möglich sein. Wir tippen auf 50.000 Zuhörer, lassen uns aber auch gerne von mehr Menschen überraschen. Die deutschen TV-Sender übertragen komplett live oder in Schnipseln während ihrer Abendnachrichten. 9 Uhr am nächsten Morgen: Nach kurzer Nacht geht es ab in den Flieger zu Monsieur Sarkozy in den Élysée-Palast.
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
um
09:19
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Tags für diesen Artikel: Barack Obama, Berlin
McCain kämpft gegen globale ObamaniaMittwoch, 23. Juli 2008
Barack Obama ist in der Welt unterwegs, um sich internationale Lorbeeren zu verdienen. Seine Besuche in Afghanistan, im Irak, in Israel oder in Berlin produzieren exakt die Bilder, die die Obama-Kampagne haben will. Obama im Helikopter mit General Petraeus, Obama im Zwiegespräch mit dem irakischen Regierungschef Maliki, Obama beim lockeren 3-Punkte-Werfen mit Soldaten in Kuwait, Obama an der Siegessäule vor dem Brandenburger Tor.
Daheim versucht John McCain derweil verzweifelt, die Berichtererstattung über die globale Obamania zu durchbrechen. Zunächst veröffentliche er seinen ersten Negativ-Spot der Saison, der Obamas Kompetenzen als Außenpolitiker direkt angreift. Obama wird vorgeworfen, dass er als Unterausschussvorsitzender im Senat zum Thema Afghanistan keine einzige Anhörung veranstaltet hat (stimmt). Zudem wirft ihm McCain vor, gegen die Finanzierung der Truppen im Irak gestimmt zu haben (stimmt nur in einem einzigen Fall, ist deshalb tendenziös).
Dann machte McCain Halt beim politischen Urgestein George H.W. Bush, den er in seinem Feriendomizil in Maine besuchte. Die Bilder waren nicht gerade spektakulär. Zwei alte Herren fuhren auf einem Cart über einen Golfplatz und unterhielten sich über die großen Linien der Außenpolitik, ansonsten wahrscheinlich über Gott und die Welt. Etwas ungerechtfertigt von McCains Wahlkampfberatern, dass sie sich wirklich noch darüber aufregen, wie die Presse Obama derzeit bevorzugt.
Blogeintrag von Maik Bohne
um
11:51
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Tags für diesen Artikel: Afghanistan, Barack Obama, Berlin, George Bush, Irak, John McCain, Kuwait, negative campaigning
Amerika blickt nach BerlinDienstag, 22. Juli 2008
Im schönsten Denglisch berichtet die New York Times über Barack Obamas Auftritt in Berlin: Unter der Überschrift Und Der Winner is kündigt Nicholas Kulish Obamas Rede vor der Siegessäule an, in der der US-Präsidentschaftskandidat in erster Linie auf die transatlantischen Beziehungen eingehen wird.
Die aktuelle deutsche Debatte über die Wahl der Siegessäule als geeignete Kulisse fasst Kulish nicht nur präzise zusammen, sondern führt sie auch fort – mit bereits mehr als 200 Kommentaren.
Nicht ganz so gut trifft Daily Kos den Punkt der Kontroverse. Aber hier wird berichtet, dass sich die Stadt Berlin auf 1 Million Zuschauer vorbereitet. Nicht nur die amerikanische Presse interessiert sich für die Berlinreise des Kandidaten, sondern auch Interessensgruppen bereiten ihre Mitglieder vor. Heute erreichte mich eine E-Mail von One, einer Internet-Organisation, die mehr als 2 Millionen Unterstützer weltweit hat und sich gegen extreme Armut engagiert. Zu den Erfolgen von One zählt, dass in den letzten 5 Jahren 29 Millionen mehr afrikanische Kinder die Grundschule besuchen konnten und 2 Millionen an HIV erkrankte Afrikaner medizinisch behandelt werden konnten. In der E-Mail wurden One-Mitglieder aufgefordert, die in Berlin leben, am Donnerstag, den 24. Juli 2008 zu Barack Obamas Rede zu erscheinen, um ihn darauf aufmerksam zu machen, dass Armut ein globales Problem ist. Die Unterstützer können sich registrieren und erhalten dann eine weiter Info-E-Mail, die über den genauen Ort der Rede informiert und bekannt gibt, wo T-Shirts von One kostenlos verteilt werden. Überall in Amerika, wo Obama Wahlkampfreden hält, sind One-Mitglieder im Publikum und erinnern ihn daran, dass die Bekämpfung extremer Armut seinen Wählern ein wichtiges Anliegen ist. Das One-Beispiel zeigt, wie sich auf vielen Ebenen Grassroots–Aktivismus entwickeln kann.
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
um
11:02
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Tags für diesen Artikel: Barack Obama, Berlin
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