Wer vor einer Woche Obamas Rede in Indiana auf CNN verfolgt hat, dem mag aufgefallen sein, dass sich hinter dem Rücken des Kandidaten ein Meisterwerk der Schleichwerbung vollzogen hat.
Als Obama seine Rede nach der verlorenen Primary-Wahl von Pennsylvania hielt, waren hinter ihm drei junge Männer in T-Shirts der Marke Abercrombie & Fitch (A&F) zu sehen.
Auf der Website fiveblogsbeforelunch wird gemutmaßt, dass drei Mitarbeiter von A&F sich extra aus Ohio auf den Weg gemacht haben, um perfektes Product Placement zu betreiben.
Das Blog Gawker unterstellt dagegen einen geschickten Schachzug der Obama Kampagne, um die Schwulen als Wählergruppe zu gewinnen, die eine Vorliebe für die Marke und ihre Katalogwerbung haben. Allerdings ist diese Zielgruppe bislang auf Hillary Clintons Seite, und ihre Mitglieder werden bei den anstehenden Vorwahlen in Indiana und North Carolina auch nicht als Wechselwähler eingeschätzt.
Ein Punkt bleibt noch zu klären: Warum fiel niemandem in der CNN-Redaktion auf, dass der Markenname gleich drei Mal prominent plaziert wurde? Zumal die Amerikaner sich doch seit Janet Jacksons skandalösem Auftritt beim amerikanischen Superbowl (Stichwort: Nipplegate) vor Überraschungen schützen und selbst Live-Übertragungenen mit drei Sekunden Verzögerung ausstrahlen.