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Wir haben auf beiden Seiten handfeste Duelle, echte Zweikämpfe, Kandidat gegen Kandidat, eins gegen eins. Auch diese Woche wollen wir versuchen, Licht ins Dunkel des Vorwahlkampfes zu bringen. HILLARY vs. BARACK Unterstützung erfährt Obama auf seinem Weg von immer mehr demokratischen Politikern. Das Endorsement von Ted Kennedy hat hohe Wellen geschlagen. Der Altmeister des liberalen Amerika ließ sich nicht lumpen, Obama den Mantel des großen JFK überzustreifen. Wichtig sind aber auch Unterstützungsbekundungen von moderaten Demokraten wie Gouverneurin Janet Napolitano aus Arizona, Sen. Claire McCaskill aus Missouri, Sen. Ben Nelson aus Nebraska und Sen. John Kerry aus Massachussetts. Diese Politiker haben ein nicht zu unterschätzendes Gewicht in ihren jeweiligen Bundesstaaten. Am Super Tuesday wird sich Obama a) auf Staaten konzentrieren, die einen hohen Anteil an schwarzen Vorwählern aufweisen (Georgia, Tennessee und Alabama). Zudem fokussiert er sich b) auf Staaten mit Caucus-Systemen (Colorado, New Mexico, Minnesota, Kansas, North Dakota). Bei diesem Verfahren kann er sich gezielter auf seine gut mobilisierten Truppen von Freiwilligen und Sympathisanten verlassen. Und c) wird er die großen Staaten wie Kalifornien, Missouri, New York und seinen Heimatstaat Illinois nicht aus den Augen verlieren. Trotz der harten Konkurrenz von Barack Obama hält Hillary Clinton die Karten weiter in der Hand. Im Gegensatz zu Obama setzt sie voll auf die Mobilisierung der alten demokratischen Wählerkoalition (Frauen, Mittelschicht, Arbeiter, Minoritäten, weniger Gebildete, U-50). Ihre Botschaft an diese Gruppen: In Zeiten einer drohenden Wirtschaftskrise wollt ihr Taten und Ergebnisse, keine schönen Worte und leeren Versprechungen. Wie in ihrem neuesten Wahlkampfspot in Kalifornien zu sehen, geriert sie sich als erfahrene Kandidatin, auf die die Menschen in Krisenzeiten vertrauen können. In Umfragen liegt sie in den wichtigsten Super-Tuesday-Staaten unangefochten vorn. Natürlich sollte man nicht zu viel auf das Gerede von Meinungsforschern geben, aber die Zahlen sind doch ein eindeutiger Indikator dafür, dass sie den Großwahltag am 5. Februar erfolgreicher als Obama beenden könnte. Hillary wird sich vor allem auf die großen Staaten Kalifornien, Missouri, Tennessee und ihre Heimatterritorien New York, New Jersey, Massachusssetts, Connecticut und Arkansas konzentrieren. JOHN vs. MITT Auch bei den Republikanern läuft alles auf ein Duell hinaus. Mike Huckabee ist zwar noch im Rennen, aber er wird es schwer haben, in den nächsten Wochen von Medien und Wählern wahrgenommen zu werden. Zur Zeit liegt er lediglich in Georgia vorne, einem Staat mit vielen sozialkonservativen Republikanern. Bei dieser transzendental wählenden Klientel wird Huck auch weiterhin Erfolg haben, aber das Rennen um die Nominierung kann er so gut wie abhaken. Also auf in das Duell McCain gegen Romney! Wie sich in Florida und während der letzten TV-Debatte in der Reagan Library in Kalifornien andeutete, fahren beide Kandidaten schwere Geschütze auf. McCain attackiert Romney aus allen Rohren. Er bezeichnet ihn wahlweise als Umfaller, Flip-Flopper, Steuernerhöher oder als unerfahrenen Außenpolitiker. Romney schlägt zurück mit Attacken auf McCains vermeintlich liberale Positionen zu konservativen Herz- und Magenthemen wie Steuersenkungen und Einwanderungspolitik. John McCain hat den Rückenwind jedoch eindeutig auf seiner Seite, sein Wahlkampfmanager Rick Davis bezeichnet ihn schon als den republikanischen De-Facto-Kandidaten. Immer mehr Politiker werden in den nächsten Tagen Endorsements für den Senator aus Arizona abgeben. Christ, Giuliani und Schwarzenegger waren da erst der Anfang. Dennoch hat McCains Kampagne weiterhin ein Problem, das nicht geleugnet werden sollte. Staaten wie Kalifornien, New York und Illinois sind geschlossene Vorwahlstaaten, in denen lediglich republikanische Stammwähler an die Urnen gehen dürfen. Hier könnte Mitt Romney einen Vorteil haben, da er die konservativere Wählerklientel an sich bindet. Romney bleibt also im Rennen, er wird in den nächsten Tagen immer mehr zum Anti-McCain-Kandidaten aufsteigen. Fraglich ist jedoch, ob er in der Lage ist, das Momentum des Mac zu stoppen. Romney besitzt aber einige Vorteile. Erstens kann er sich in Zeiten einer drohenden Wirtschaftskrise als Wirtschaftsfachmann stilisieren. Zweitens hat er unerschöpfliche private Geldquellen, die er in den Vorwahlkampf pumpen kann. Drittens wird Romney nichts unversucht lassen, um McCain als Teil des verhassten Washingtoner Establishments darzustellen. Problem ist aber, dass der Ex-Gouverneur weiterhin als Flip-Flop-Kandidat gilt, der wenig Authenzität versprüht, dafür aber eine Menge Kalkül und Plastik. Ein klarer Kontrast zu McCain. Mitt Romney wird sich am Super Tuesday auf die Staaten im Westen und im Nordosten fokussieren. Ob das allerdings reicht, ist fraglich. Die Umfragen in den meisten Vorwahlstaaten verheißen nichts Gutes für ihn. Interessanterweise kann das Rennen auf Seiten der Republikaner früher beendet sein als bei den Demokraten. McCain hat gute Chancen, sich am Wahlabend des Super Tuesday als faktischer Kandidat der Grand Old Party (GOP) küren zu lassen. Erstaunlich. Das Kandidatenfeld der GOP galt lange als das instabilere und fluidere. Bei den Demokraten deutet hingegen alles auf einen Zweikampf hin, der über den Super Dienstag hinausgeht.
Blogeintrag von Maik Bohne
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20:12
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Abschied und AufbruchDonnerstag, 31. Januar 2008
Gestern war ein Tag des Abschieds und des Aufbruchs im Rennen um die Präsidentschaftskandidaturen. Rudy Giuliani und John Edwards beendeten ihre Kampagne. Sie machten Platz für die Frontrunner in ihren jeweiligen Parteien, die sich am Super Tuesday duellieren werden. Alle Augen richten sich nun auf die Zweikämpfe Clinton-Obama und McCain-Romney.
Giuliani nutzte seine Abschiedsrede, um John McCain seine Unterstützung auszusprechen. Über den Effekt eines solchen Endorsement wird eifrig spekuliert. Gepaart mit der Unterstützung von Kaliforniens Gubernator Arnold Schwarzenegger wird es McCain sicherlich bei den moderaten Wählern in der Republikanischen Partei helfen. Das Problem McCains bleibt es jedoch, sozialkonservative Segmente zu erreichen. Dabei können ihm Giuliani und Schwarzenegger wenig helfen. Rudy Giulianis Unterstützerrede für John McCain: John Edwards beendete seine Kampagne dort, wo sie begonnen hatte: Im Ninth Ward von New Orleans. Noch einmal bekam er eine nationale Bühne, um das Thema seines Wahlkampfes anzusprechen: Armut in Amerika. Edwards führte insgesamt eine couragierte Kampagne, die aber kaum durch die mediale Mauer dringen konnte, die sich um das Duell Clinton-Obama aufgebaut hatte. Auch im Fall Edwards spekuliert die amerikanische Journalistenschar fleißig, welchem Kandidaten sein Ausstieg nutzen könnte. Öffentlich unterstützen wird John Edwards zumindest keinen der beiden demokratischen Frontrunner. Das machte er gestern deutlich. John Edwards` Abschied:
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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11:23
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Florida: Ein republikanischer Fingerzeig gen Super Tuesday?Mittwoch, 30. Januar 2008John McCain heißt der strahlende Sieger der Vorwahlen in Florida. Mit 36% der Stimmen konnte er sich gegen seinen ärgsten Herausforderer Mitt Romney (31,1%) durchsetzen. Rudy Giuliani landete mit 14,6% abgeschlagen auf dem dritten Platz. John McCain hat mit diesem wichtigen Sieg seinen Status als Frontrunner der Republikaner untermauert. Er geht definitiv als aussichtsreichster Kandidat in den Super Tuesday, an dem in 22 Bundesstaaten Vorwahlen abgehalten werden. Nachwahlbefragungen zeigen, dass McCains Sieg vor allem auf moderaten republikanischen Vorwählern basierte, von denen viele unzufrieden mit der Bush-Regierung sind. Mitt Romney konnte hingegen das konservative Segment der Partei für sich gewinnen, mit 13 Prozentpunkten Vorsprung. McCain sahen die Wähler jedoch mehrheitlich als den wählbarsten Kandidaten im November und als besseren Commander-in-Chief. Einflussreich schien auch das Endorsement von Gouverneur Charlie Christ gewesen zu sein, das er kurz vor der Wahl für McCain abgegeben hatte. 4 von 10 Wählern gaben an, dass diese Unterstützungsbekundung sehr wichtig für ihre Wahlentscheidung gewesen sei. Erstaunlicherweise gewann McCain auch die Mehrheit der Wähler, die Wirtschaft und Arbeit als ihre Top-Themen bezeichneten. Um dieses Wählersegment hatte Romney massiv geworben, indem er sich als erfahrener Wirtschaftsfachmann gerierte. Eindeutiger Verlierer des Abends war hingegen Rudy Giuliani. Seine Strategie des Aussitzens der frühen Vorwahlen, ob aus der Not heraus geboren oder kühn geplant, ging nicht auf. Dies bestätigt einmal mehr die entscheidende Bedeutung der ersten Abstimmungen in Iowa, New Hampshire und South Carolina. ABC News berichtet derweil, dass Rudy Giuliani heute noch ein offizielles Endorsement für John McCain abgeben wird. Das undurchsichtige Kandidatenfeld bei den Republikanern hat sich mit dieser Wahl gelichtet. Rudy ist raus, Huckabee hat kaum Chancen. Es geht nun um einen Zweikampf zwischen John McCain und Mitt Romney. Romney hat bereits angekündigt, keine Ressourcen zu schonen, um die Kandidatur für sich zu entscheiden. Will heißen: Er wird eine große Summe seines privaten Vermögens in die Hand nehmen, um nahezu alle Super-Tuesday-Vorwahlstaaten mit TV-Spots und Direct Mailings zu überziehen. Das Geld nicht alles ist, zeigt aber das Beispiel Florida. Romney hat hier 10mal mehr TV-Spots geschaltet als McCain. Bei den Demokraten gewann Hillary Clinton mit 49,7% vor Barack Obama (33%) und John Edwards (14,4%). Ihr Sieg war jedoch rein symbolisch. Delegierte wurden auf Seiten der Demokraten nicht vergeben, da sich der Staat Florida entschieden hatte, die Vorwahlen auf einen früheren Zeitpunkt als geplant vorzuverlegen. Das Democratic National Committee hatte daraufhin die Wahl für nicht gültig erklärt. Alle demokratischen Kandidaten zeigten sich solidarisch und vermieden es, aktiv im Sunshine State Wahlkampf zu machen.
Blogeintrag von Maik Bohne
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15:49
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Horse Race: Das wöchentliche Kandidaten-Ranking IIIFreitag, 25. Januar 2008
Auch diese Woche gibt es wieder das offizielle Kandidaten-Ranking zum amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf. Das Rennen um die Kandidaturen ist weiterhin offen. Weiterhin lässt sich auf beiden Seiten des politischen Spektrums kein klarer Frontrunner ausmachen. Der Ton des Vorwahlkampfes verschärft sich allerdings zusehends. Die vergangenen Tage wurden bestimmt vom heftigen Schlagabtausch zwischen Clinton und Obama. Hillary blies Attacke, Barack musste reagieren. Bei den Republikanern nahm Freizeit-Kandidat Fred Thompson seinen Hut.
DEMOKRATEN 1. HILLARY CLINTON Hillary Rodham Clinton (HRC) ist in der Offensive. Spätestens seit ihrer Niederlage in Iowa heißt ihr Motto Attacke. Zusammen mit ihrem Mann hat sie ein "Tag Team" gebildet, das Obama aus allen erdenklichen Richtungen angreift. Obamas politische Erfahrung wird genauso in Zweifel gezogen wie seine Opposition gegen den Irak-Krieg. Zuletzt versuchten ihn die Clintons als Reagan-Bewunderer und Freund eines dubiosen Slum-Lords darzustellen. Ob diese Attacken auf Tatsachen beruhen, können andere klären. Sicher ist, dass Hillary Clinton der Obama-Bewegung den Zauber genommen hat. Zu Gute kommt HRC momentan sicher auch, dass die Themen Wirtschaft und Arbeit ganz oben auf der Wähleragenda stehen. Auf diesen Feldern kann sie ihre Trumpfkarten Erfahrung und sachpolitische Versiertheit besser ausspielen. Eine ABC/Washington Post-Umfrage fand heraus, dass ihr demokratische Vorwähler erheblich mehr Kompetenz (46%) beim Thema Wirtschaft bescheinigen als Barack Obama (33%). HRC setzt nun ganz auf eine nationale Strategie. Anstatt in South Carolina Wahlkampf zu machen, absolvierte sie diese Woche Auftritte in Kalifornien, Arizona und New York. In diesen Super Tuesday-Staaten liegt sie mit großem Abstand vorne. Wir sollten uns mit einer Kandidatin Hillary Clinton anfreunden. (letzte Woche: Rang 1) 2. BARACK OBAMA Barack Obama hatte sich geschworen, eine positive Kampagne führen, die auf Ausgleich, Optimismus und Idealismus fußen sollte. Obama weigerte sich, den üblich zynischen Spinmeister-Wahlkampf zu machen, den die professionelle Beraterkaste in Washington, DC seinen Kandidaten regelmäßig verordnet. Kein dumpfer Negativwahlkampf, kein Matschwerfen, kein Hin und Her von Anschuldigung und Gegen-Anschuldigung, so hieß sein Motto. Das Problem dieser Strategie: Was machen, wenn man offensiv angegriffen wird? Obama hat es bisher noch nicht geschafft, die demokratischen Vorwähler entscheidend gegen den Status-Quo-Wahlkampf Clintons zu mobilisieren. Seine Kampagne wird zwar in South Carolina erfolgreich sein, aber insgesamt hat sie ihren Schwung und ihren Glanz vorerst verloren. Obama muss seine divergente Wählerstruktur (Twens, gebildete Mittelschicht, Schwarze, Independents) ausweiten. Er muss zeigen, dass er auch die demokratischen Stammwähler (Ü-50, untere Mittelschicht, wenig formale Bildung) für sich gewinnen kann. (letzte Woche: Rang 2) 3. JOHN EDWARDS John Edwards führt die themenorientierteste Kampagne aller demokratischen Kandidaten. Seine ökonomisch-populistische Botschaft müsste in Zeiten einer drohenden Wirtschaftskrise eigentlich bestechen. Trotz eloquenter und kämpferischer Auftritte in den vergangenen TV-Debatten scheint er den Blick der Medien nicht vom Horse Race zwischen Clinton und Obama abwenden zu können. Ein zweiter Platz in South Carolina könnte seiner Kampagne noch einmal Leben einhauchen. Wir halten ein solches Ergebnis aber für unrealistisch. (letzte Woche: Rang 3) REPUBLIKANER 1. JOHN MCCAIN John McCain bleibt der aussichtsreichste Kandidat in einem republikanischen Kandidatenfeld, dass so fluide ist wie die Börsenentwicklung der letzten drei Tage. McCains Vorteile sind eindeutig seine Authenzität, seine politische Erfahrung und seine Wählbarkeit. Lässt man ihn in Umfragen fiktiv gegen Clinton und Obama antreten, so entscheidet er das Rennen deutlich für sich. McCains Nachteile liegen aber auch auf der Hand. Seine bisherigen Siege in New Hampshire und South Carolina basierten vor allem auf den Stimmen von Independents (unabhängigen Wählern). In geschlossenen Vorwahlstaaten wie Florida oder Kalifornien, in denen nur republikanische Stammwähler an die Urnen gehen dürfen, wird es für den Senator aus Arizona schwer. Hinzu kommt der Wandel der Themenagenda im Wahlkampf. McCains Aufschwung hatte viel mit der positiven Entwicklung im Irak zu tun, die nun aber medial durch die Wirtschaftskrise in den USA überlagert wird (letzte Woche: Rang 1) 1. MITT ROMNEY Mitt Romney hat sein Thema im Wahlkampf gefunden. Am Vorabend einer Rezession kann er sich als Wirtschaftsfachmann Nr. 1 im republikanischen Feld präsentieren. Romney ist (ähnlich wie McCain) nicht der Kandidat der konservativen Herzen, aber er könnte sich als der präsidialste Bewerber im volatilen republikanischen Feld profilieren. Ex-Gouverneure haben Vorteile. Sie können exekutive Erfahrung vorweisen, ohne den verhassten Washingtoner Stallgeruch zu haben. Ronald Reagan (Kalifornien), Bill Clinton (Alabama) und George W. Bush (Texas) haben es ihm vorgemacht. In Florida ist ein Sieg möglich. Falls ihm dies gelingt, geht er mit guten Aussichten in den Super Tuesday. (letzte Woche: Rang 2) 3. RUDY GIULIANI Rudy Giuliani hat alles auf die Vorwahl in Florida gesetzt und seinen Wohnsitz in den letzten Wochen mehr oder weniger in den Sunshine State verlegt. Eine kühne, fast schon visionäre Strategie des Hizzoners. Letzte Umfragen in Florida zeigen jedoch, dass ihm das Aussitzen der frühen Vorwahlen geschadet hat. Wie schon im Herbst von seinen Beratern geplant, will er sich in der entscheidenden Phase des Vorwahlkampfes als einzig wahrer fiskalkonservativer Kandidat im Feld profilieren (mit einem atemberaubenden Steuersenkungsplan im Gepäck). Es ist zweifelhaft, ob ihm dies gelingt. Wenn Rudy Giuliani in Florida verliert, ist seine kurzlebige Kampagne schon wieder vorbei. (letzte Woche: Rang 3) 4. MIKE HUCKABEE Mike Huckabee ist der Kandidat, der am meisten vom Ausstieg von Fred Thompson profitiert. Die beiden teilen sich das gleiche Wählersegment: sozialkonservative, religiöse Republikaner. Hier liegt aber auch Huckabees Problem. Er schafft es nicht, seine Basis zu erweitern. Der Stern des Prediger-Gouverneurs, der nach dem Sieg in Iowa noch hoch am Himmel stand, ist erheblich verblasst.(letzte Woche: Rang 4)
Blogeintrag von Maik Bohne
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11:57
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Horse Race: das wöchentliche Kandidaten-Ranking IIFreitag, 18. Januar 2008
Der Vorwahlkampf geht in seine entscheidende Phase. In Nevada und South Carolina finden am Samstag die nächsten Abstimmungen statt, am Horizont tauchen aber schon Florida (29. Januar) und der Super Tuesday (5. Februar) auf. Die Kriegskassen der Top-Kandidaten sind gut gefüllt, die Teams sind bereit für einen semi-nationalen Vorwahlkampf. Bei den Demokraten hat sich das Rennen endgültig auf Hillary Clinton und Barack Obama zugespitzt. Auf Seiten der Republikaner haben aufgrund des Sieges von Mitt Romney in Michigan weiterhin vier Kandidaten Chancen auf die Kandidatur. Anlass genug für unser wöchentliches Kandidaten-Ranking:
DEMOKRATEN 1.) HILLARY CLINTONObwohl Hillary Clinton und Barack Obama vorerst Frieden geschlossen haben, zeigten die Kontroversen der letzten Tage doch eindeutig einen Strategiewandel der Clinton-Kampagne. Hillary geht in die Offensive, sie hat die Samthandschuhe abgelegt. Grundtenor ihres Wahlkampfes ist es, vehementer als zuvor Kontraste zwischen ihr und Obama aufzuzeigen. In Zeiten eines drohenden Wirtschaftsabschwunges präsentiert sich Hillary Clinton als erfahrene, sachpolitisch versierte Arbeiterin für die breite Mittelschicht. Obama versucht sie hingegen das Jimmy-Carter-Image eines eloquenten Idealisten anzuheften, der zwar Energie und Aufbruchsstimmung verbreitet, aber der in letzter Konsequenz nicht die Erfahrung und Führungsstärke hat, Amerika als Präsident zu führen. Zunehmend stellt Clinton auch Obamas Lebens- und Politikergeschichte in Frage, die er bisher so intelligent in seine Kampagnenbotschaft eingeflochten hatte. Hillary Clinton hat es sicherlich geschafft, den Kampagnendiskurs auf die Themen Substanz und Erfahrung auszurichten. Sie geht mit dieser kontrollierten Offensive aber auch ein Risiko ein. Hillary könnte schnell wieder in die Zeiten zurückfallen, in denen sie als zu berechnend, zu kühl und zu negativ wahrgenommen worden war. Das Betonen von Erfahrung und politischer Bilanz ist zudem vergangenheitsorientiert, Wähler stimmen jedoch über die Zukunft ab. Insgesamt liegt Hillary Clinton aber in den jüngsten Umfragen erstaunlich weit vorne in Florida, Kalifornien und New York (letzte Woche: Rang 1) 1.) BARACK OBAMADer Wahlkampf des jungen Senators aus Illinois ist weiterhin beeindruckend. Selten hat es eine Kampagne gegeben, bei der Botschaft und Kandidat so gut zusammengepasst haben wie bei Obama. Die Massen strömen zu seinen Veranstaltungen, seine Kampagne hat bereits über 500,000 registrierte Spender (!). Obama besetzt das Thema Wandel mit Eloquenz, Verve, Charisma und Simplizität. Wandel ist ein uramerikanischer Wert, die Gesellschaft gründet sich geradezu auf Veränderung, Neuerfindung und Optimismus. Allerdings ist der Begriff Wandel ein sehr diffuses Etwas und hier fangen die Probleme Obamas an. Seine Kampagne fußt auf einem sehr wolkigen Narrativ, den Obama bisher wenig mit inhaltlicher Substanz geerdet hat. Genau auf diesen Punkt zielt Hillary Clinton ab. Obama ist zudem taktisch unflexibel. Da er einen strikt positiven Wahlkampf führen möchte, bietet sich ihm die Option Attacke nur sehr eingeschränkt. Er könnte damit in die Defensive gedrängt werden, Reaktion statt Aktion sozusagen. Dennoch bietet Obama den Wählern einen Pfad in die Zukunft an. Seine Kampagne ist, wie alle guten Präsidentschaftswahlkämpfe, nach vorne gewandt. Das ist ein Plus (letzte Woche: Rang 2). 3.) JOHN EDWARDS Wenn Zwei sich streiten, freut sich ja gerne der Dritte. Bei John Edwards ist dies zur Zeit sicher nicht der Fall. Edwards prallt mit seiner ökonomisch-populistischen Botschaft vollkommen an der medialen Mauer ab, die sich um das Duell Obama-Clinton aufgebaut hat. Ironischerweise ist seine Botschaft am Vorabend einer Rezession aber aktueller denn je. Ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig Personen und mediale Inszenierung in einem solchen Horse Race sind. Es geht erst in zweiter oder dritter Linie um Themen und politische Lösungsansätze. (letzte Woche: Rang 3) REPUBLIKANER 1.) JOHN MCCAIN Trotz seiner Niederlage in Michigan bleibt John McCain in unserem Ranking auf Platz eins. In einem äußerst diffusen und fragmentierten Kandidatenfeld hat der Senator aus Arizona immer noch die besten Chancen, eine Mehrheit von republikanischenVorwählern hinter sich zu bringen. Siege in South Carolina und Florida sind möglich. Wenn ihm dies gelingen sollte, dann geht er als Favorit in den Super Tuesday. McCain ist sicher nicht der republikanische Kandidat der Herzen, aber einer der wenigen, die die aufbrechende Wählerkoalition von Fiskalkonservativen, Sozialkonservativen und Nationalkonservativen zusammenhalten kann. Problem für McCain ist jedoch, dass er aufgrund seines Alters und seiner langen Jahre im Kongress schlechter als viele andere Kandidaten den von den Wählern beider Seiten eingeforderten Wandel verkörpern kann. (letzte Woche: Rang 1). 2.) MITT ROMNEY Der Aufsteiger der Woche. Sein Sieg in Michigan war sicherlich keine allzu große Überraschung. Wichtiger als der Erfolg in seinem Heimatstaat wiegt jedoch, dass Mitt Romney die richtige Botschaft für seine Kampagne gefunden zu haben scheint. Er setzt zunehmend auf zwei Dinge: Wirtschaftskompetenz und Anti-Washington-Rhetorik. In Zeiten zunehmender ökonomischer Unsicherheit hilft Romney sein Image als Wirtschaftsfachmann. Folgerichtig lautet seine Botschaft: Ich kämpfe für jeden einzelnen Job in Amerika! Als Ex-Gouverneur von Massachussetts hat Romney zudem die Möglichkeit, gegen das verhasste Washington Wahlkampf zu machen. Washington steht für Bürokratisierung, Abgehobenheit und Korruption. Ein äußerst beliebtes Wahlkampfspiel in den USA, mit dem er implizit auch John McCain angreift (s. oben). Unverständlich ist allerdings die Entscheidung, sich nicht auf South Carolina zu fokussieren, sondern den Wahlkampf nach Nevada zu verlegen. South Carolina hat Symbolkraft. Seit 1980 hat sich auf Seiten der Republikaner immer derjenige Kandidat durchgesetzt, der South Carolina gewann. Wir dürfen gespannt sein. (letzte Woche: Rang 4) 3.) RUDY GIULIANI Rudy hat all seine Ressourcen nach Florida verlegt. Es war eine gewagte Strategie von ihm, die ersten Vorwahlen auszusitzen. Aber das diffuse Kandidatenfeld spielt Giuliani in die Hände. Noch hat sich kein klarer Frontrunner etabliert, auch in Florida ist noch alles möglich und alles offen. Allerdings ist sein Absturz in den Umfragen nicht mehr zu vertuschen. Sowohl auf nationaler Ebene als auch in Florida musste er die Führung an John McCain abgeben. Giuliani sendet zur Zeit Wahlwerbespots im Sunshine State, in denen er genau das anspricht, was wir schon letzte Woche angedeutet hatten. Seine Botschaft ist: Ich habe Euch Zeit gegeben, die anderen Kandidaten zu testen. Nun übernehme ich das Ruder! Wir sind gespannt, ob es funktioniert. (letzte Woche: Rang 2) 4.) MIKE HUCKABEE Mike Huckabee hat eindeutig Schwächen, seine Basis über die evangelikalen Christen hinaus zu vergrößern. South Carolina, in dem die sozialkonservativsten Wähler des Landes beheimatet sind, wird ihm sicher wohl gesonnen sein. Aber wir melden große Zweifel an, ob Huckabee in den großen Staaten außerhalb des Südens wettbewerbsfähig ist. Die Kandidatur des Prediger-Gouverneurs scheint sinnbildlich für ein letztes politisches Aufbäumen der sozialkonservativen Basis zu sein. Ihren Machtanspruch innerhalb der Republikanischen Partei scheinen sie aber langfristig zu verlieren. (letzte Woche: Rang 2)
Blogeintrag von Maik Bohne
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14:26
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Mac is backMittwoch, 9. Januar 2008
Auf republikanischer Seite konnte John McCain einen eindeutigen Sieg einfahren, nachdem er vor einigen Monaten fast aufgegeben hätte. Allerdings fehlt es seiner Kampagne immer noch an finanziellen Mitteln, um in den nächsten Wochen und Monaten aktiv um Stimmen zu werben. Doch mit einem solchen Sieg in der Tasche sollte auch das Spendensammeln wieder leichter sein. Durch McCains Sieg in New Hampshire wird das Rennen der Republikaner noch unvorhersehbarer. Denn er selbst gilt in der republikanischen Basis als umstritten, insbesondere wegen seiner Pläne für die Integration illegaler Einwanderer. Mitt Romney, der eigentlich als Favorit gehandelt wurde, konnte bisher weder Iowa noch New Hampshire für sich entscheiden, obwohl er dort viel Zeit und auch sehr viel Geld investiert hatte. Mike Huckabee, der Sieger von Iowa, konnte in New Hampshire mit seinen streng religiösen Ansichten nur einen dritten Platz erreichen. Rudy Giuliani’s Strategie, sich auf die großen Staaten wie Florida zu konzentrieren, und dafür New Hampshire und Iowa quasi zu ignorieren, kann noch aufgehen. Wir werden sehen!
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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10:44
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Republikaner: All is different…Donnerstag, 27. Dezember 2007
Traditionell sind die Republikaner die geordnete Organisation des amerikanischen Parteienwesens: Frühzeitig bildet sich ein Kandidat heraus und wird von einem Großteil der Partei unterstützt – so war es bei George H. W. Bush 1988 und 1992 (obwohl sich Pat Buchanan lange Zeit als Außenseiterkandidat profilierte), bei Bob Dole 1996 und bei George W. Bush. Der spätere Präsident hatte 2000 zwar heftig gegen John McCain zu kämpfen, aber er war schon frühzeitig der designierte Spitzenkandidat. 2004 kam es nicht mal zu einer Herausforderung.
Angesichts dessen überrascht die momentane Ausgangslage im republikanischen Lager. Tatsächlich konkurrieren noch mindestens fünf Kandidaten um den Gesamtsieg - Mitt Romney, Rudy Giuliani, Fred Thompson, Mike Huckabee und John McCain; allerdings mit unterschiedlichen Chancen. Ihr gemeinsames Hauptziel ist es, die eigene Ausstrahlung, die Finanzen und das „Momentum“ bis zum 5. Februar zu steigern – dem „Super Tuesday“, wo in 22 Bundesstaaten republikanische Delegierte gewählt werden. Die Strategie des früheren Gouverneurs von Massachusetts, Mitt Romney, lag in der Profilierung in den frühen Vorwahlstaaten, um damit in den späteren Staaten Attraktivität und Bekanntheit zu gewinnen. Daher investierte er überproportional viel Geld und Zeit in Iowa und New Hampshire. Er muss wie kein anderer der Kandidaten den Iowa Caucus gewinnen, um für die erste Primary in New Hampshire weiter vorn zu bleiben. Glückt es ihm, mindestens einen der beiden Staaten zu gewinnen, wird er der designierte Spitzenkandidat sein, wenn es eine Woche später in Michigan weiter geht. Momentan dominiert der frühere Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee, die Schlagzeilen. Seine Umfragewerte steigen national an und in Iowa liegt er knapp vorn. Ein Sieg in Iowa gibt ihm einen Freifahrtsschein für den Wahlgang in New Hampshire, wo niemand erwartet, dass ein früherer Baptistenpfarrer erfolgreich abschneidet. Zudem benötigt er frisches Geld aus Spendeneinnahmen, die nur nach einem Sieg fließen. Sein Lackmustest wird erst die Vorwahl in South Carolina (22. Januar), wo er beweisen muss, wie er als Südstaatler gesehen wird. Trotz seiner Führung in den nationalen Umfragen verlagerte Rudy Giuliani seine Hauptaktivitäten auf die größeren Staaten wie Michigan und Florida. Er vertraut auf seinen hohen Bekanntheitsgrad in Iowa und New Hampshire, um dort respektabel abzuschneiden. Dennoch kämpft er gegen die historischen Erfahrungen – ohne ein starkes Abschneiden in den beiden frühen Staaten ist noch niemand Kandidat seiner Partei geworden. Neben Huckabee ist John McCain überraschend in das Feld der Kandidaten zurückgekehrt. Nachdem seine Kampagne im Herbst abgeschrieben worden war, beginnt er mit seinem moderaten Image und seinen inhaltlichen Vorschläge (bspw. Irak-Krieg) zu punkten. Mögliche Außenseiterchancen hat auch Fred Thompson. Tipp für Iowa: 1. Romney, 2. Huckabee, 3. McCain
Blogeintrag von Mario Voigt
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09:41
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Studenten stehen auf Obama und UmweltschutzMittwoch, 12. Dezember 2007Barack Obama gibt sich selbst nicht nur jugendlich – Besuche bei „Saturday Night Live“, Clips auf YouTube, eigenes Profil auf Facebook und MySpace sprechen dafür – Obama hat bei den jungen Wähler auch die größten Erfolgsaussichten. Das ist das Ergebnis von Online-Interviews, die eine studentische Projektgruppe der American University geführt haben. 27 Prozent der Studenten haben in einer offenen Frage für Obama votiert, Hillary Clinton kam auf 18 Prozent. Für die Republikaner können sich die Studenten weit weniger begeistern: 6 Prozent würden Rudy Giuliani wählen, 5 Prozent Mike Huckabee. Die Interviews brachten noch mehr interessante Aspekte zu Tage:
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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09:36
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GOP meets YouTube: Huckabee punktet, CNN kontert KritikMittwoch, 5. Dezember 2007Im August hatten die demokratischen Kandidaten das zweifelhafte Vergnügen der YouTube via CNN-Debatte. Letzten Mittwoch in St. Petersburg in Florida waren nun acht Bewerber der Republikaner dran, vom Sender CNN aus vielen tausend Einreichungen ausgewählte Fragen der YouTube-Nutzer im Fernsehen zu beantworten. (…) “It’s interesting to see our critics really focusing on the questioners, but not really focusing on the questions. You haven’t heard them say that these were not useful questions.””
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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17:42
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Giulianis FeuerteufelMittwoch, 28. November 2007
Rudy Giuliani, der seit Wochen alles tut, um seinen ärgsten Widersacher Mitt Romney auszustechen und auch in diesen Tagen kein gutes Haar an seinem „Parteifreund“ lässt, steht unter Verdacht, sich die Zuneigung von Feuerwehrleuten erkauft zu haben. „Pay-to-praise?” fragt Sam Stein von der Huffington Post. Bereits seit längerem haben sich aus dem Lager der Feuerwehrleute rund um die Helden von 9/11 Kritiker an Giuliani Heldendarstellung lauthals zu Wort gemeldet.
Und ihr Ton ist nicht weicher geworden, berichtet Stein: “During the Monday meeting, the 9/11 Parents & Families of Firefighters plotted the formation of a 527 committee to run an advertisement campaign against Giuliani's presidential campaign. "TV made him a hero, and we'll use TV to take him down," New York Fire Chief Jim Riches told ABC News.” Schwerwiegender für Giuliani aber ist die Feststellung, dass der Feuerwehrmann John R. Orlando, einer der exponiertesten Unterstützer des ehemaligen New Yorker Bürgermeister, auf der Honorarliste der Kampagne steht: “John R. Orlando, who serves with Engine 216 in Brooklyn, New York, has been cited prominently as a Giuliani supporter. (…) Three months after he praised Giuliani, Orlando found himself on the former mayor's payroll. On September 28, 2007, the Giuliani campaign paid one John R. Orlando more than $1,580 for what they deemed on a campaign filing as "political strategy consulting."” 1.580 Dollar soll Orlando also für “politische Beratung” erhalten haben. Auf die Frage, wofür dieses Geld ausgegeben wurde, konterte Giulianis Sprecher Matt McKeon nur schroff, ob man es einem Feuerwehrmann nicht einmal mehr zutrauen könne, etwas von politischer Strategie zu verstehen. Orlando selbst schweigt sich über die Vorwürfe aus. Das freilich ist auch eine Aussage. Illegale Anrufe: Steckt Romney dahinter?Dienstag, 20. November 2007Große Aufregung um Mitt Romney: Der aussichtsreiche republikanische Kandidat, ein Mormone, der aus seiner religiösen Einstellung keinen Hehl macht, steht zurzeit im Fokus von Anrufaktionen in New Hampshire und Iowa. Die Anrufer sollen nach Aussagen der Medien Romneys Vergangenheit, seine religiösen Grundsätze und sein Auftreten im Wahlkampf kritisch betont haben. “The AP reports that some voters in New Hampshire and Iowa "have received phone calls raising questions about Republican presidential hopeful Mitt Romney, his Mormon faith and the Vietnam War-era military deferments he received while serving as a missionary in France."” Solche Aktionen sind per se nichts Ungewöhnliches. Das so genannte „Push Polling“, auch mit Angriffen gegen die Gegner, gehört praktisch zum Wahlkampf-Alltag. Was jedoch stutzig macht, ist die Tatsache, dass die Anrufer weder ihren Auftraggeber nannten, noch, für welchen Kandidaten sie sprechen. Das aber ist von Gesetz wegen vorgeschrieben, was nun dazu geführt hat, dass der Staatsanwalt tätig wird: “The Concord Monitor reports that the New Hampshire state attorney general is investigating phone calls presented as opinion polls that attack the Mormonism of Republican presidential hopeful Mitt Romney while praising primary rival John McCain." (…) "Deputy Attorney General Bud Fitch said New Hampshire has never prosecuted a case involving such calls but was moving forward. He cautioned against expecting an immediate resolution." (…) "New Hampshire law requires that all political advertising, including phone calls, identify the candidate being supported. No candidate was identified in the calls."” Natürlich geistern wilde Spekulation durch die Blogosphäre: Wer war der Auftraggeber? Ein Gegner aus den eigenen Reihen? Rudy Giuliani? John McCain etwa? Beide bestritten energisch, für derlei Anrufe verantwortlich zu sein. McCain tat das mit Nachdruck, gerade er forderte den Staatsanwalt. Nun vermuten manche Beobachter gar, dass Romneys Truppe selbst hinter der Aktion stecken könnte, um kostenlose Medienpräsenz und eventuell gar die Solidarität der Öffentlichkeit einzuheimsen. Für diese Version würde zumindest sprechen, dass die Anrufe, wie nun zu erfahren ist, vermutlich von der Firma Western Wats aus getätigt wurden, die auch im Wahlkampf bereits für Romney tätig geworden ist. “To paraphrase, either the Romney campaign is behind it or someone allied with them is. An inoculation strategy.“ Mehr zu dieser mysteriösen Geschichte gibt es hier, hier, hier, hier und hier.
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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Republikaner tauschen Nettigkeiten ausFreitag, 26. Oktober 2007
Es sind nur noch zehn Wochen, so die Prognosen, bis in Iowa die Vorwahlen stattfinden. Und allmählich bringen sich auch die Republikaner in Stellung. Im Fokus des Interesses steht die GOP-Debatte vom vergangenen Sonntag, bei der relativ schnell die Richtung der Auseinandersetzung deutlich wurde: „GOP debate signals race to the right“, titelte die Washington Times. Dabei vergaßen die Kandidaten schon einmal die gute Kinderstube, so die WT, und gingen sich gegenseitig hart an:
“Just minutes into the debate, Mr. Thompson took a swipe at Mr. Giuliani, saying the former New York City mayor supported federal funding for abortion, gun control and creating havens for illegal aliens. "He sides with Hillary Clinton on each of those issues," he said. With that, the attempt by the three other candidates to adhere to Ronald Reagan"s 11th commandment — "Thou shalt not speak ill of a fellow Republican" — was quickly jettisoned.” Viel mehr Spaß schien es den Kandidaten jedoch zu bereiten, sich auf den gemeinsamen Gegner einzuschießen: auf Hillary Clinton. “Mr. McCain, who said he would face off with Mrs. Clinton over national security, also mocked her recent attempt to spend $1 million on a Woodstock Museum, commemorating the famous 1969 rock concert. "Now my friends I wasn't there. I"m sure it was a cultural and pharmaceutical event," he said. "I was tied up at the time," he deadpanned, and the audience stood. Mr. McCain, the senator from Arizona, was a prisoner of war during the Vietnam War.” First Read bietet eine Linkliste mit aktuellen Pressekommentaren zur Debatte.
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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Spenden: weitere Zahlen fürs dritte QuartalDienstag, 9. Oktober 2007Nach den ersten Schätzungen zu den Spendensummen im dritten Quartal, sind jetzt weitere Zahlen – vor allem die der republikanischen Kandidaten – eingetroffen. Demnach kommen für die Kandidaten der GOP folgende Summen für die Zeit von Juli bis September zusammen (in US-Dollar): Rudy Giuliani 10.5 Mio. 16 Mio. Cash on Hand (der Betrag, der für den Wahlkampf zurückgelegt wird) Mitt Romney 9,5 Mio. plus 8,5 aus eigener Tasche, 9 Mio. CoH 9,3 Mio. 7 Mio. CoH John McCain 6 Mio. 3,6 Mio. CoH, 1,5 Mio. Schuld Ron Paul 5 Mio. 5 Mio. CoH Mike Huckabee 1 Mio. Sam Brownback n.n. Erstaunlich sind auch die wenig berauschenden Zahlen für den Geheimtipp Mike Huckabee , der bei der Ames Straw Poll überraschend vorne gelegen hatte und nun lediglich eine Million Dollar einnahm. Bei den Demokraten trudeln ebenfalls weitere Zahlen ein.
Ein Blick auf die beiden Lager offenbart den Katzenjammer bei den Republikanern. Die Demokraten haben ihnen in Sachen Spendensammeln eine ordentliche Lektion erteilt – 63 zu 33 Millionen bei den wichtigsten Kandidaten. Auch in der Anzahl der Spender sind die Demokraten der GOP weit enteilt: “In addition to cash, the Democrats have seen an explosive expansion of their donor base. Illinois Sen. Barack Obama reports 352,000 givers, including more than 90,000 new donors to his campaign in the third quarter alone. About 100,000 fresh faces gave money to |