UmfrageWer wird die Präsidentsschaftswahl gewinnen?
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Die neueste Umfrage von Washington Post und ABC News hält interessante Daten und Trends für den beginnenden Zweikampf zwischen Barack Obama und John McCain bereit. Das Wichtigste zuerst: 48 Prozent der Wähler würden sich derzeit für Obama entscheiden, 42 Prozent für McCain. Weitere Indikatoren deuten auf Vorteile für den jungen Senator aus Illinois hin. Es gibt aber auch Zahlen, die Obamas Team Kopfschmerzen bereiten sollten.
Das Land giert nach Wandel Die politische Stimmung in den USA steht eindeutig auf Wechsel. Die Zustimmungsraten für Präsident George W. Bush sind auf einem erneuten Tiefststand angelangt. Nur 29% der Befragten sind noch mit seiner Arbeit zufrieden, 68% stehen ihm ablehnend gegenüber (davon 54% sogar stark ablehnend). Erstaunliche 84% Amerikaner sehen das Land auf dem Weg in eine falsche Richtung, ein Allzeithoch. Fragt man Wähler nach ihren Parteipräferenzen für die Kongresswahlen, so entscheiden sich 52% für die Demokraten, nur 37% für die Republikanische Partei. Agenda ist günstig für Obama Das wichtigste Thema für die Wähler ist mit Abstand „Wirtschaft und Arbeitsplätze“ (33%), dahinter folgen „Irak“ (19%), „Krankenversicherung“ (8%) und „Energie“ (6%). Die Themen „Terrorismus“ (4%), „Steuern“ (2%), „Werte und Moral“ (2%) und „Kampf gegen den Terrorismus“ (2%) liegen vergleichsweise weit abgeschlagen dahinter. Beim Kernthema „Wirtschaft und Arbeit“ hat Obama einen deutlichen Kompetenzvorsprung von 16 Prozentpunkten vor McCain, ähnlich sieht es bei den Themen „Krankenversicherung“ (53-33), „Energie/Benzinpreise“ (50-30) und „Klimawandel“ (55-28) aus. Beim Thema „Irak“ geben die Befragten Obama ähnlich hohe Kompetenzen wie McCain (46-47). Nur bei den Punkten „Internationale Erfahrung“ und „Kampf gegen den Terrorismus“ liegt der politische Haudegen McCain vorne. Insgesamt sagen 60% der Wähler, dass Obama der Kandidat ist, der den nötigen Politikwechsel am Besten herbeiführen kann. McCain trauen dies nur 26% zu. Ein großes Plus in einem Wahlkampf, der von Wechsel und Wandel bestimmt ist. Mythos Obama lebt und motiviert Der teils erbittert geführte Zweikampf gegen Hillary Clinton konnte der positiven Sichtweise der Menschen auf Obama wenig anhaben. 63% haben eine positive Meinung von Barack Obama, nur 33% schätzen ihn negativ ein. Ein Traumwert für jeden Wahlkampfmanager! John McCains Zahlen (56-38) sind gut, die Mehrzahl der Wähler folgt Obamas Kandidatur jedoch enthusiastischer (55%) als McCains (45%). Obama hat zudem eine höhere Zahl an Festentschlossenen in seinen Reihen. 73% seiner Sympathisanten haben sich schon jetzt entschieden, ihre Stimme für ihn abzugeben. Von den 25% der unsicheren Obama-Kantonisten halten es nur 7% für wahrscheinlich, dass sich ihre Stimmung noch einmal ändern wird. Dagegen sind 31 Prozent von McCains Anhängern noch unschlüssig, ob sie dem „Mac“ ihre Stimme geben sollen, 17% davon halten einen Wechsel zu Obama sogar für wahrscheinlich. Ungemach inmitten positiver Daten Die Washington Post/ABC-Umfrage zeigt aber auch Schwachstellen Obamas auf. Bei den wichtigen Wählern der Mitte, den sog. Independents, liegen Obama und McCain weiterhin gleich auf. Obama scheint zudem Probleme zu haben, die Gräben innerhalb seiner Partei zu schließen. Nur acht von zehn Demokraten unterstützten Obama, McCain kann hingegen auf die Unterstützung von 90 Prozent der Republikaner bauen. Die Unzufriedenheit mit dem Ausgang des demokratischen Vorwahlkampfes sieht man auch bei der Frage nach einem möglichen Vizepräsidentschaftskandidaten für Obama. 46% geben an, dass er sich für Hillary Clinton entscheiden sollte. Alle anderen Kandidaten liegen abgeschlagen dahinter. Obamas größte Schwäche ist jedoch seine fehlende Erfahrung. Obwohl er sich politische Sporen im Duell mit Hillary Clinton verdient hat, haben sich seine Werte im Bereich „experience“ nicht verbessert. Nur 50 Prozent der Befragten gaben an, dass Obama die nötige Erfahrung besitzt für das Präsidentenamt, genauso viele wie im März. Ein klares Einfallstor für McCain. Campaigns will matter! Alles in allem bleibt das Rennen spannend. Die Kampagnen haben viel Arbeit vor sich. Das zeigen auch die Daten. Trotz eines langen, informationsgesättigten, zermürbenden Vorwahlkampfes geben über die Hälfte der Wähler an, wenig bis gar nichts über die Kandidaten und ihre Positionen zu wissen.
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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Hillarys Fehler – Ein KommentarMontag, 9. Juni 2008
Hillary Clinton machte am Samstag auf ihrer Abschiedsgala in Washington alles richtig. Sie unterstützte Barack Obama vorbehaltlos, sie trat nicht nach, sie forderte ihre Anhänger auf, für den Sieg im November zu kämpfen. Mit dieser Geste dämpfte sie die Kritik von Teilen der Parteielite, die sich ein früheres Ausscheiden der Ex-First Lady gewünscht hatten. So endete ein geschichtsträchtiger, geradezu epischer Vorwahlkampf der Demokraten.
An dieser Stelle wollen wir einen analytischen Blick zurück wagen auf die Kandidatur und die Kampagne Hillary Clintons. Wie konnte es passieren, dass eine so etablierte Kandidatin, die noch im Dezember 2007 nahezu unangefochten vor ihren Herausforderern lag, gegen einen schwarzen Politnovizen mit einem unaussprechlichen Namen verlieren konnte? Es gibt drei wesentliche Gründe: 1) Botschaft Clintons Chefstratege Mark Penn positionierte Hillary Clinton zu Beginn der Kampagne als „Ready to Lead“. Hillary betonte ihre politische Stärke, Erfahrenheit und Sachkenntnis, auch um Zweifel an einer weiblichen (führungsschwachen) Kandidatin zu zerstreuen. Zudem deutete das „Ready to Lead“ einen Gegensatz zu George W. Bushs Präsidentschaft an. Das Land gierte nach verlässlicher Führung, nach guten (sachlichen) Lösungen, nach Kompetenz statt Unfähigkeit, so die Einschätzung des Clinton-Teams. Mit dieser Ausrichtung wählte die Kampagne allerdings das falsche Spielfeld. Den Wählern ging es vorwiegend um Wandel, weniger um Sachlichkeit und schnöde Kompetenz. So konnte sich Barack Obama den Mantel des wahren Wandelpredigers überstreifen. Clinton bot ihm die Möglichkeit, das politische Wort des Jahres („Change“) zu besetzen, u.a. durch ihre Weigerung, sich für die Autorisierung des Irakkrieges zu entschuldigen. Später versuchte Hillary krampfhaft, Obamas Botschaft zu kooptieren mit Slogans wie „Ready for Change“ oder „Yes, She Will“. Das wirkte unauthentisch, künstlich, reaktiv. Ein weiterer Fehler Clintons war es, die Kandidatur als Kampagne der Unvermeidlichkeit darzustellen. Zu Beginn rief sie voller Selbstbewusstsein: „I Am In to Win!“. Das war nachvollziehbar, weil sie lange Zeit unangefochten in den Meinungsumfragen vor ihren Herausforderern Barack Obama und John Edwards führte. Clinton wollte mit dieser Art von Kampagne ihren Gegnern die Luft zum Atmen nehmen, sie wollte der Parteielite ihre Dominanz zeigen, ihren natürlichen Anspruch auf die Nominierung deutlich machen. Eine solche Strategie funktionierte nur so lange, wie Hillary Clinton unverletzlich erschien; sie musste aber in sich zusammenfallen, als sie erste Schwächen während der TV-Debatten im Herbst und schließlich in den ländlichen Weiten Iowas zeigte. Clintons Strategie der Unvermeidlichkeit ermöglichte es Barack Obama erst, sich als populistisch-positiver Außenseiter zu etablieren, der gegen den Status Quo in Washington antrat, gegen die alte Form, Politik zu machen, gegen die Powerplays und Ränkespiele der Eliten, die die Menschen in den USA so satt haben wie in anderen westlichen Staaten auch. 2) Kampagne Hillary Clintons Team führte eine gute, solide, professionelle Kampagne. Sie bezog neue Kommunikationsformen in ihren Wahlkampf ein, allen voran das Internet. Wir erinnern uns an das Web-Video mit ihrem Mann Bill, das nach Machart der Sopranos gedreht worden war. Das Problem: Clinton nutzte das Internet nur punktuell, nur sporadisch. Während Barack Obama virtuos mit dem Netz arbeitete, es zum natürlichen Bestandteil seiner Kampagnenstrategie und –botschaft machte, sahen die Verantwortlichen der Clinton-Kampagne es als nettes Zubrot zum traditionellen Medienwahlkampf an, nicht aber als ein Meta-Medium, das ganz neue gesellschaftliche Tiefenwirkung erzielen kann. Von dieser Tiefenwirkung profitierte Obama. Seine Kampagne zeigte sich offen gegenüber innovativen Einflüssen aus der Netzwelt, sie nutzte das Potenzial der interaktiven Kreativgemeinde, ohne je die Kontrolle über die eigene Botschaft zu verlieren. Auch das Fundraising der Clintons lief sehr traditionell ab. Mit Terry McAuliffe hatte sich Hillary den „Mr. Money“ der Demokraten ins Boot geholt. McAuliffe organisierte das Geldsammeln auf traditionelle, elitäre Weise, so wie er es in den 1990er Jahren unter Bill Clinton gelernt hatte. Das Motto: Kleine Geldspenden unter 200 Dollar sind schön, aber das große Geld treiben wir bei den affluenten Spendern, bei den „Fat Cats“ ein. Die Strategie: große Fundraising-Dinner, ein Quotensystem für sog. „Hillraiser“, private Treffen mit Millionären in Hollywood und New York. Auch Barack Obama bat um Spenden und Bündeldienste der besser Verdienenden, sein Hauptaugenmerk lag jedoch auf dem Ausbau der Klein(st)spenderbasis. Das Resultat kann sich sehen lassen: Obama schuf ein Netzwerk von über 1,5 Mio. Spendern, die im Schnitt 100 Dollar an die Kampagne gaben. Diese Spenden kamen zu 90% über das Internet (und damit kostengünstig und schnell) herein. 3) Strategie Im Interview mit George Stephanopolous (ABC News) sagte Clinton kurz vor den Caucuses in Iowa: „I´m in it for the long run. It´s not a very long run, it´ll be over by February 5th”. Der große Fehler der Clinton-Maschine war, nicht über den Super Tuesday hinaus geplant zu haben. Die gesamte Strategie war darauf ausgerichtet, die Nominierung an diesem Tag zu gewinnen, so wie es die demokratischen Kandidaten in den Jahren zuvor auch gemacht hatten. Nach der Patt-Situation am 5. Februar stand Clintons Kampagne nahezu ohne Geld und Organisation in den folgenden Vorwahlstaaten dar. Obama hatte hingegen klugerweise auf eine breite Organisation in allen 50 Bundesstaaten gesetzt, deshalb auch seine elf Siege in Folge in der Zeit vom Super Tuesday bis zu den Vorwahlen in Wisconsin und Washington Mitte März. In Vergessenheit geraten ist auch das Memo von Vize-Kampagnenchef Mike Henry, das im Mai 2007 an die Presse gelangte. In diesem Strategiepapier spekulierte Henry offen darüber, ob es Sinn machen würde für Hillary Clinton, in Iowa Wahlkampf zu machen. Die Clintons hatten wenig politische Unterstützer in diesem Staat, sie kannten sich mit der Organisation des Iowa Caucus nicht gut genug aus. Im Nachhinein wäre es sicher besser gewesen, Iowa zu skippen, um sich voll und ganz auf einen Sieg in New Hampshire zu konzentrieren. So hätte sich Clinton 15 Mio. Dollar und einen unnötigen Gesichtsverlust erspart, der den Anfang vom Ende ihrer Kampagne bedeutete.
Blogeintrag von Maik Bohne
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17:13
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Hillary entlässt ihren Chef-StrategenMittwoch, 9. April 2008
Der Chef-Stratege der Clinton-Kampagne, Mark Penn, wurde entlassen, nachdem er sich für ein Wirtschaftsabkommen mit Kolumbien eingesetzt hat. Nach offiziellem Wortlaut hat Mark Penn seinen Posten aufgegeben, doch ganz freiwillig scheint diese Entscheidung nicht zustande gekommen zu sein. Schließlich arbeitet seine PR-Agentur auch für die kolumbianische Regierung und setzt sich in dieser Rolle für ein Freihandelsabkommen zwischen Bogota und Washington ein. Hillary Clinton lehnt ein solches Abkommen strikt ab, um die Konkurrenz auf dem US-Amerikanischen Markt einzudämmen und der möglichen Entlassung von amerikanischen Arbeitern vorzubeugen.
Hillary Clinton zeigte sich zwar enttäuscht, doch als Meinungsforscher soll Penn weiterhin die ihre Kampagne beraten. Der Stratege verhalf bereits 1996 Bill Clinton zum Sieg, doch diesmal erwies sich seine Hand als weniger glücklich. Seit Beginn des Wahlkampfes unterschätzte er Senator Barack Obama und dessen Strategie des Wandels. Um seine Zukunft muss sich Penn vorerst keine Sorgen machen. Für seine Beratertätigkeit in der Clinton-Kampagne erhielt er nach Angaben von Spiegel Online ein Honorar von knapp 11 Millionen US-Dollar. Hillarys DeathwatchDonnerstag, 3. April 2008
Hillary Clinton betont gerne, dass sie „blessed“ ist. Sie hat einen tollen Job, trifft interessante Leute, sie ist reich und hat eine nette Tochter. Doch manchmal kann sie dem fernen Zuschauer aus Deutschland leidtun. Es läuft nicht so rund, wie es sich Frau Clinton gewünscht hätte. Die Meldungen der letzten Tage waren alles andere als gut: Sie dramatisierte ihren Bosnien-Besuch in Tuszla; sie kann ihre Wahlkampfspesen nicht begleichen; Obama gibt fünfmal mehr Geld für TV-Spots aus als sie. Die Konsequenz: Ihre Siege in Texas und Ohio scheinen zu verblassen. Im Lande, vor allem aber unter den Superdelegierten, spricht sich herum, dass Barack Obama schwer zu schlagen sein wird. Nach allen glaubhaften Berechnungen wird er auch am Ende der Vorwahlsaison bei den Delegierten und Wählerstimmen vor seiner Widersacherin liegen.
Hillarys Berater ziehen deshalb alle Register, um die Stimmung in der Partei zu kippen. Clintons Kampagnenmanagerin Maggie Williams erneuerte in einem offenen Brief ihre Forderung, die Delegiertenstimmen aus Florida zählen zu lassen. Ansonsten drohe der Partei eine Wiederholung des Bush-Gore-Chaos aus dem Jahre 2000. Mit dieser Botschaft trifft Williams die Demokraten ins Herz, deren Mehrheit weiterhin glaubt, dass Bush (mithilfe des Supreme Court) Gore die Wahl gestohlen hatte. Politfuchs Harold Ickes, Clintons Schattenmann für das Superdelegierten-Lobbying, fährt andere Geschütze auf. Er spekuliert offen darüber, dass Barack Obama der schwächere Kandidat gegen John McCain sei. Seine Logik: Barack Obama ist ein unerfahrener Wahlkämpfer, der angreifbarer für die Attacken der Republikaner ist. Er erinnerte an John F. Kerry, den die Grand Old Party (GOP) im Jahr 2004 nach ihren Regeln der Kunst definiert hatte. In der Tat braucht man wenig Vorstellungsvermögen, wie die Republikaner gegen Obama vorgehen würden. Die Stichworte: 1) Jeremiah Wright, 2) liberalster Senator im Kongress. Trotz aller Kampfeslust im Clinton-Lager sieht es schlecht aus für ein Weiterkommen ins Kandidaten-Finale. Das sieht auch das Intellektuellen-Magazin Slate so. Sie haben vorsorglich eine "Hillary Deathwatch" eingeführt. Zur Zeit steht ihre Chance auf einen Sieg bei mageren 12 Prozent.
Zu allem Übel für die Clintons ist nun auch das Obama-Girl („I have a crush on Obama“) mit einem neuen Song aufgetaucht, in dem sie Hillary bittet aufzugeben. Clinton entlässt WahlkampfmanagerinMontag, 11. Februar 2008Nach vier Vorwahl-Niederlagen an diesem Wochenende tauscht Hillary Clinton ihre Wahlkampfmanagerin Patti Solis Doyle gegen eine langjährige Vertraute aus. Die herben Verluste an diesem Wochenende und der rasante Anstieg an Wahlkampfspenden auf der Seite ihres demokratischen Konkurrenten Barack Obama scheinen Hillary Clinton zu diesem Schritt motiviert zu haben.
Maggie Wiliams, ihre langjährige Vertraute, übernimmt nun die Verantwortung für die Clinton-Kampagne. Von einem kompletten Ausscheiden von Solis Doyle kann allerdings nicht die Rede sein. Sie wird weiter dem Team angehören und gelegentlich mit Clinton unterwegs sein. Clinton dankte ihr für ihre „Freundschaft und herausragende Arbeit“. Mit einer E-Mail informierte Solis Doyle ihren Mitarbeiterstab von dem Wechsel an der Spitze des Wahlkampfteams. Sie sei stolz, diese Kampagne geleitet zu haben. „Noch stolzer bin ich, Hillary nach über 16 Jahren noch meine Freundin nennen zu können.“ Ihre Nachfolgerin sei eine bemerkenswerte Person und werde ihre Aufgabe hervorragend erfüllen, schrieb Solis Doyle weiter. Maggie Williams' Werdegang ist in der Tat beachtlich. Bereits während Bill Clintons Amtszeit im Weißen Haus arbeitete sie als seine Assistentin und zugleich als Stabschefin der First Lady. Diese Doppelrolle besetzte vor ihr kein Mitarbeiter des Oval Office. Sie hat den Ruf, in Verhandlungen schlichtend zu wirken und ein gutes Gespür für Menschen zu haben. Sie selbst scheut allerdings die Öffentlichkeit. Schon in Bill Clintons 1992-Kampagne arbeitete Williams als Medienberaterin für Mrs. Clinton, weil sie verärgert war über die Art und Weise, wie Hillary in den Medien dargestellt wurde. Hillary Clintons Image verbessserte sich schlagartig. Dabei war Williams Strategie simpel: Lass Hillary Hillary sein.
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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12:33
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Hillary und die FrauenMittwoch, 17. Oktober 2007Hillary Clinton ist nun - zumindest bei den Demokraten - ganz klar in der Favoritenrolle dieses Wahlkampfs. Mittlerweile hat sie laut der jüngsten Umfrage die Unterstützung von 50% der demokratischen Anhänger, auf Seiten der Demokraten erreicht ihr ärgster Verfolger Barack Obama lediglich 21% an Zustimmung. Bei den Einnahmen liegt sie auch vorne: 35 Millionen Dollar konnte sie schon für die Primaries zurücklegen, Obama hingegen nur 32 Millionen. Clintons Team spielt nun auch verstärkt die Spielkarte „Frau“ aus. Ein Memo von Chefstratege Mark Penn, das der Boston Globe zitiert, sieht die Frauen als Schlüssel zum Wahlerfolg an. “A memo to be made public today by Clinton's chief strategist, Mark Penn, contends that women will be the deciding force in the 2008 elections, and says the campaign's internal polling shows that 94 percent of women under 35 said they would be more likely to vote in the November election if the first woman nominee is on the ballot.” McCain von Geld und Meinungsforschern verlassenFreitag, 5. Oktober 2007John McCains Team schrumpft weiter. Jetzt hat sich auch noch Bill McInturff, langjähriger Meinungsforscher in McCains Mannschaft und Co-Gründer von Public Opinion Strategies, verabschiedet. ABC News hat die Geschichte. Hintergrund sind weniger atmosphärische Störungen denn das fehlende Geld für den laufenden Betrieb. McCain kann McInturff schlichtweg nicht mehr bezahlen. “The campaign's money woes left it with a limited budget for polling, he said -- the campaign has conducted only one poll all of this year -- and the move will free McInturff to resume his relationship with NBC and The Wall Street Journal, for whom he has conducted polls since 2003. ‘The McCain campaign doesn’t have a large budget for polling right now,’ McInturff said. ‘The NBC/Wall Street Journal thing is . . . important to me, and I just wanted to make sure I was active in this transition period’ with the Journal being sold to Rupert Murdoch's News Corp. In der Tat sieht es um die Einnahmen McCains nicht gut aus. In der Washington Times soll ein enger Vertrauter des Kandidaten schlimmste Befürchtungen bestätigt haben: "’The campaign has raised only $3.7 million to date for the quarter,’ a longtime, influential friend of the Arizona Republican told The Washington Times. ‘The hope was to reach $4.5 million, about a third of what was raised in the 'disastrous' second quarter,' ‘ said the McCain supporter, who has access to the senator's daily campaign operations.” Kill the story or kill BillDonnerstag, 4. Oktober 2007Dass die Kampagneros von Hillary Clinton an einem ziemlich langen Hebel sitzen, zeigt die jüngste Geschichte, die der Politico aufgetan hat. Da wollte das Männermagazin Gentlemen’s Quarterly, besser bekannt unter seinem Kürzel GQ, eine Insider-Story über das umkämpfte Innenleben der Clinton-Kampagne bringen. Das Clinton-Team wies die Magazinmacher freundlich aber bestimmt darauf hin, dass sie in einem solchen Falle auf die bereits zugesagte Cover-Story über Bill Clinton – geplant für den Dezember – getrost verzichten dürften. Und so knickten die Blattmacher am Ende ein, wie GQ-Redakteur Jim Nelson dem Politico bestätigte: 'I don’t really get into the inner workings of the magazine, but I can tell you that yes, we did kill a Hillary piece. We kill pieces all the time for a variety of reasons', Nelson said in an e-mail to Politico. He did not respond to follow-up questions. A Clinton campaign spokesman declined to comment. Clinton-Stratege veröffentlicht „Microtrends“Montag, 27. August 2007Welche Zielgruppen Hillary Clinton bei ihrem Wahlkampf vor allem im Blick hat, verrät vermutlich schon bald das neue Buch ihres Chefstrategen Mark Penn. Anfang September soll „Microtrends: The Small Forces Behind Tomorrow's Big Changes“ auf den Buchmarkt kommen. Darin benennt Penn laut Political Wire mehrere neue Typen von US-Bürgern und damit auch potenziellen Wählern. Als da wären etwa:
McCain auf dem sinkenden SchiffDonnerstag, 19. Juli 2007
Schlechte Karten: Der einstige Hoffnungsträger der Republikaner, John McCain, muss weiter um den Fortgang seiner Kampagne bangen. Zuletzt hagelte es schlechte Nachrichten in Sachen Fundraising. Nun beginnt sich auch noch McCains Team aufzulösen.
Kampagnenmanager Terry Nelson, der bereits nach dem Wahlkampf 2004 bei uns zu Gast gewesen ist, hat das Team ebenso verlassen wie John Weaver. Zurückgeblieben ist Rick Davis, den die Washington Times unverblümt als einen Verlierer in den langwierigen internen Streits bezeichnet. Nach Nelsons und Weavers Abgang haben weitere Teammitglieder den Hut genommen. In Iowa sind Ed Failor und Karen Slifka von Bord gegangen, heißt es in der Washington Post. Weitere Kampagnenmanager ihren Abgang angekündigt, so CNN. „Also Tuesday, Deputy Campaign Manager Reed Galen and Political Director Rob Jesmer resigned from the campaign, a campaign source told CNN.” Man darf gespannt sein, ob McCain das Ruder noch einmal herumreißen können wird. In den jüngsten Interviews gibt er sich jedenfalls weiter kämpferisch. So zum Beispiel hier: "I can promise you I will not be quitting," McCain said. "In September, when people get off vacation and start focusing on politics, I will get traction, then support, and then my fundraising increases a little bit."
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
um
12:25
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Hoffnung für EdwardsDienstag, 17. Juli 2007Die Änderungen im Edwards-Team tragen erste Früchte. Lange Zeit war es still um den demokratischen Kandidaten, jetzt hat John Edwards eine „Poverty Tour“ angekündigt. Der Politico schreibt dazu: „Edwards, a consistent third in the polls for the Democratic nomination, is swinging through 12 cities in eight states over three days "in order to bring attention to the 37 million Americans living in poverty." Joe Trippi, Kampagnenmanager, bat die Anhänger um 8-Dollar-Spenden, mit dem Hinweis, dass einer von acht Amerikanern in Armut lebe. Außerdem hat Edwards angekündigt, einen Plan zur Reform der Schulstrukturen einzubringen. Er will die schleichende Segregation nach Rassen und Einkommen in den amerikanischen Schulen beenden. Auch die Wähler geben Edwards wieder mehr Grund zur Hoffnung. In einer Umfrage auf der Plattform MoveOn.org haben die Nutzer den smarten Kandidaten aus North Carolina zum „grünsten“ aller Kandidaten erkoren. Darüber berichtet die Washington Times: “Mr. Edwards, the 2004 vice presidential nominee, outlined his plan to "fight global warming and create a new energy economy" and was the preferred candidate of 33 percent of the more than 100,000 voters.” Edwards holt zwei NeueMontag, 9. Juli 2007
Nach zuletzt einigen Negativschlagzeilen (hier und hier) und den schwachen Fundraising-Ergebnissen im 2. Quartal (9 Mio. $) setzt John Edwards nun auf neue Kräfte für seine Kampagne.
Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, sollen die Berater Paul Blank und Chris Kofinis bereits in dieser Woche einsteigen. Sie sollen Kampagnenmanager David Bonior „entlasten“, heißt es. Blank und Kofinis hatten zuletzt bei der Kampagne „Wake Up Wal-Wart“ gegen die Supermarktkette die Fäden in der Hand. Blank war 2004 Politischer Direktor von Howard Deans Kampagne und wird dem erfahrenen Kampagnenmanager Joe Trippi zur Seite stehen. Bonior wird als Sprecher der Kampagne fungieren.
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