Dienstag, 9. Oktober 2007
Nach den ersten Schätzungen zu den Spendensummen im dritten Quartal, sind jetzt weitere Zahlen – vor allem die der republikanischen Kandidaten – eingetroffen. Demnach kommen für die Kandidaten der GOP folgende Summen für die Zeit von Juli bis September zusammen (in US-Dollar): Rudy Giuliani | 10.5 Mio. | 16 Mio. Cash on Hand (der Betrag, der für den Wahlkampf zurückgelegt wird) | Mitt Romney | 9,5 Mio. | plus 8,5 aus eigener Tasche, 9 Mio. CoH | Fred Thompson | 9,3 Mio. | 7 Mio. CoH | John McCain | 6 Mio. | 3,6 Mio. CoH, 1,5 Mio. Schuld | Ron Paul | 5 Mio. | 5 Mio. CoH | Mike Huckabee | 1 Mio. | | Sam Brownback | n.n. | |
Erstaunlich sind auch die wenig berauschenden Zahlen für den Geheimtipp Mike Huckabee , der bei der Ames Straw Poll überraschend vorne gelegen hatte und nun lediglich eine Million Dollar einnahm. Bei den Demokraten trudeln ebenfalls weitere Zahlen ein. - Bill Richardson kommt auf 5,2 Millionen Dollar,
- Senator Joe Biden vermeldete die Einnahme von 2 Mio. Dollar im dritten Quartal.
Ein Blick auf die beiden Lager offenbart den Katzenjammer bei den Republikanern. Die Demokraten haben ihnen in Sachen Spendensammeln eine ordentliche Lektion erteilt – 63 zu 33 Millionen bei den wichtigsten Kandidaten. Auch in der Anzahl der Spender sind die Demokraten der GOP weit enteilt: “In addition to cash, the Democrats have seen an explosive expansion of their donor base. Illinois Sen. Barack Obama reports 352,000 givers, including more than 90,000 new donors to his campaign in the third quarter alone.
About 100,000 fresh faces gave money to Clinton’s campaign in the third quarter, aides report. When combined, those two dynamics — more cash and donors — are raising the specter that, for the first time in recent history, the Republican Party and its nominee could suffer a significant financial disadvantage when next year’s races begin in earnest.” Giuliani liegt also auch bei den Einnahmen vorne, wenn auch nur eine Million vor Romney. Der wiederum hat 8,5 Millionen seiner 18 Millionen aus eigener Tasche dazu gesteuert, um den Wahlkampfmotor nicht vorzeitig abzuwürgen. Insgesamt liegen die Zahlen niedriger als in den drei Monaten davor. Dies liegt in erster Linie an der Ferienzeit, in der potenzielle Spender unterwegs auf Reisen sind.
Dienstag, 2. Oktober 2007
Die Veränderungen in unserer Umfrage sind auch in diesem Monat nur gering. Unsere Leser scheinen weiterhin davon auszugehen, dass Hillary Clinton als Kandidatin der Demokraten die besten Chancen haben wird, während Ron Paul momentan bei den Republikanern in Führung liegt. Im Verfolgerfeld haben Rudy Giuliani, Fred Thompson und John Edwards die Plätze mit Mitt Romney und dem inoffiziellen Kandidaten Al Gore getauscht. Hier die Ergebnisse im Überblick: 1. Hillary Clinton 33% (-1)
2. Barack Obama 24% (+1)
3. Ron Paul 17% (-2)
4. Rudy Giuliani 6% (+1)
4. Fred Thompson 6% (+1)
4. John Edwards 6% (+1) 7. Mitt Romney 5% (-1)
7. (Al Gore) 5% (-1)
9. John McCain 1% (-1)
9. Joe Biden 1% (+/- 0) Jetzt sind Sie wieder gefragt, werte Leser: Wie schätzen Sie unsere Ergebnisse ein? Was sagen sie über die aktuellen Entwicklungen im Kampf um die Vorwahlen aus? Schreiben Sie uns, diskutieren Sie mit!
Donnerstag, 6. September 2007
Der neue Monat hat begonnen, und damit ist es auch wieder Zeit für die Auswertung unserer Umfrage. Ab heute wird Fred Thompson nun auch nicht mehr in Klammern stehen, denn er hat, wie bereits angekündigt, seine Kandidatur jetzt offiziell bekanntgegeben . An den Ergebnissen hat sich in den letzten Wochen nur wenig geändert: Die beiden Demokraten an der Spitze (Hillary Clinton und Barack Obama) konnten ihre Positionen festigen, auch der Republikaner Ron Paul bleibt auf Platz 3. Der Rest der Kandidaten konnte den Abstand zur Spitzengruppe nicht verringern. Hier die Ergebnisse in der Übersicht, in den Klammern sehen Sie wie immer die Veränderung zum Vormonat. 1. Hillary Clinton 34% (+1) 2. Barack Obama 23% (+2) 3. Ron Paul 19% (+/-0) 4. Mitt Romney 6% (-1) 4. (Al Gore) 6% (-1) 6. Rudy Giuliani 5% (-2) 7. Fred Thompson 5% (+/-0) 7. John Edwards 5% (+1) 9. John McCain 2% (+1) 10. Joe Biden 1% (-1)
Donnerstag, 2. August 2007
Ein weiterer Monat ist vergangen, und pünktlich zum Monatsanfang kommen hier die monatlichen Ergebnisse unserer Blog-Umfrage zur amerikanischen Präsidentschaftswahl:
Immer noch liefern sich Hillary Clinton und Barack Obama ein Duell um die Spitzenposition. Hillary Clinton hat im Vergleich zum Vormonat zwei Prozentpunkte verloren. Barack Obama konnte einen Prozentpunkt hinzugewinnen, der republikanische Verfolger Ron Paul sogar zwei Punkte. Die weiteren Präsidentschaftsanwärter liegen weit hinter den Spitzenkandidaten: Mitt Romney, der nicht offiziell kandidierende Al Gore und Rudy Giuliani erhalten von unseren Bloggern jeweils 7% der Stimmen. Die Wertung im Überblick:
1. Hillary Clinton 33% (-2)
2. Barack Obama 21% (+1)
3. Ron Paul 19% (+2)
4. Mitt Romney 7% (-3)
4. Al Gore 7% (+1)
4. Rudy Giuliani 7% (-1)
7. Fred Thompson 5% (+2)
8. John Edwards 4% (+-0)
9. Joe Biden 2% (+1)
10. John McCain 1% (+1)
Wie immer sind wir gespannt auf Ihre Meinung zu unserer Umfrage! Bloggen und wählen Sie einfach mit.
Montag, 23. Juli 2007
Die erfolgreichen Zahlen der Senatoren Obama und Clinton im Spendensammeln sind jetzt auch von offizieller Seite bestätigt. Die Wahlkommission hat die offiziellen Kampagnensummen bis zum 30. Juni bekannt gegeben. Im Political Insider findet man eine Auflistung der Spendensummen für das 2. Quartal 2007. Hier die Zahlen in Millionen US-Dollar sowie der gesamte Betrag im Barbestand:| Barack Obama | 32,8 | 34,5 | | Hillary Clinton | 27 | 32,7 | | Rudy Giuliani | 17,3 | 14,6 | | Mitt Romney | 13,7 | 12,1 | | John McCain | 11,2 | 3,2 | | John Edwards | 8,9 | 12,1 | | Bill Richardson | 7 | 7 | | Christopher Dodd | 3,25 | 5 | | Ron Paul | 2,4 | 2,3 | | Joseph Biden | 2,3 | 1,8 | | Sam Brownback | 1,4 | 0,4 | | Mike Huckabee | 0,7 | 0,4 | | Dennis Kucinich | 0,7 | | | Tommy Thompson | 0,4 | 0,1 | | Jim Gilmore | 0,1 | |
Amüsante und pikante Details zu den Finanzberichten für das 2. Quartal hat Politico.com zusammengetragen. So hat zum Beispiel Hillary Clinton, ihres Zeichens verheiratet mit einem notorisch untreuen ehemaligen Präsidenten, 8.000 Dollar für eine Catering-Firma ausgegeben, die den Namen „An Affair to Remember“ trägt. Rudy Giuliani überwies der Firma Branford 650 Dollar – diese verleiht Teleprompter. Interessanter vielleicht noch als die nackten Zahlen ist dieser Beitrag aus der Washington Times, der auf einen wichtigen Punkt bei all der Jagd nach Umfragewerten und Spendenbeträgen hinweist: dass nämlich Geld alleine keinen Sieg erringen wird.
“Recent political history shows that Democratic presidential contenders who lead the pack at the start of the fundraising race often lose the early caucuses and primaries.”
Der Artikel zitiert Joe Trippi, der 2004 in Howard Deans Team Kampagnenmanager war und zusehen musste, wie dieser in aussichtsreicher Position später doch nicht die Primaries überstand. Heute ist Trippi für John Edwards tätig. Er sagt:
"Historically, the amount of money raised in the preprimary cycle has not been a good indicator of who wins the nomination," said Mr. Trippi, an adviser to former Sen. John Edwards of North Carolina.
"Why so much attention by the press?" he said. "They can only report on two things at this early juncture in the race — polls and who's winning the fundraising race, neither of which, by the way, is a good indication of who wins."
Dienstag, 3. Juli 2007
Die neuen Umfrage-Ergebnisse sind da! An der Spitze hat sich kaum etwas getan, Hillary Clinton liegt mit 35% der Stimmen immer noch vor Barack Obama mit 20%. Beide haben jedoch an Vorsprung verloren, Hillary Clinton einen Prozentpunkt, Barack Obama sechs. Und Ron Paul folgt mit 17% der Stimmen vor Mitt Romney. Der kommt nur noch auf 10% und büßt zum Vormonat 4% der Wählerstimmen ein. Die Demokraten liegen in der deutschen Wählergunst zwar noch immer vorne, allerdings verringern die Republikaner den Abstand zu ihnen und holen deutlich auf. Übrigens: Senator McCain, der auch in den USA mit allerlei Schwierigkeiten zu kämpfen hat (siehe hier, hier und hier), hat in unserer Umfrage bisher nicht eine einzige Stimme für sich gewinnen können. Hier noch einmal alle Ergebnisse im Überblick: Hillary Clinton (Demokraten) 35% (-1) Barack Obama (Demokraten) 20% (-6) Ron Paul (Republikaner) 17% (+5) Mitt Romney (Republikaner) 10% (-4) Rudolph Giuliani (Republikaner) 8% (-2) (Al Gore – Demokraten) 6% (-) John Edwards (Demokraten) 4% (+2) (Fred Thompson – Republikaner) 3% (+1) Joe Biden (Demokraten) 1% (-) John McCain (Republikaner) 0% (+/-0)
Was denken Sie über die Ergebnisse? Glauben Sie, dass Ron Paul seine Aufholjagd fortsetzt? Oder wird am Ende doch Hillary Clinton das Rennen machen? Ihre Meinung ist uns wichtig. Deshalb würden wir uns über einen Kommentar von Ihnen freuen!
Freitag, 29. Juni 2007
Über die Bedeutung von YouTube und MySpace im Wahlkampf, speziell im amerikanischen, könnte man ja stundenlang diskutieren. Das haben wir hier ja auch schon mehrfach getan – zum Beispiel hier und hier. Im Branchendienst „The Politico“ ist nun ein weiterer Essay zu dem Thema erschienen – interessante Zahlen und Thesen inklusive.
So zum Beispiel zum Verhältnis der Beiträge von Kandidaten und Anhängern im Netz: „The same is true with the conversation about politics on the Web. For example, so far the major presidential candidates have posted about 900 videos to YouTube, by our rough count, garnering perhaps 10 million total views. According to Dabble.com, which has a database of more than 12 million videos gathered from hundreds of video-sharing sites, people have posted more than 2,500 videos tagged with Illinois Democratic Sen. Barack Obama's name alone. The voter-generated conversation about presidential politics is far bigger than candidate-generated messaging.”
Natürlich könne man nicht aus einem Feuerwehrschlauch trinken, aber dafür besitzt das Internet ja vielfältige Möglichkeiten, Themen, Kandidaten und Meinungen zu filtern: “Some people may respond to this new flowering of political participation by throwing up their hands and saying, "You can't drink from a firehose!" -- not realizing that there are all kinds of tools for finding, filtering and tracking content online.”
Ein Kandidat, der die Diskussion via Web sehr akribisch und authentisch betreibt, ist Senator Joe Biden. So sieht man ihn in seinem Blog, wie er in Videosequenzen auf Beiträge von Nutzern antwortet. Näher kann man seinen Fans kaum sein.
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