Mittwoch, 20. Juni 2007
Wer das Internet nutzt, dem ist der Anglizismus „Hub“ kein Fremdwort. Die Wikipedia erklärt den Begriff mit einer Art „Verteiler“, einem „Zentralknoten“, einem „Drehkreuz“. Der Newsroom der Clinton-Kampagne nennt sich deutungsvoll „HillaryHub“ und wurde nun in einem Porträt von Politico.com geadelt – mit HillaryHub befindet sich die Kampagne nun wirklich auf Augenhöhe mit den traditionellen Medienmachern, lautet das Fazit des Artikels.
“With HillaryHub, the campaign is moving into an area typically occupied by old news organizations and their new media rivals, like Drudge, and it's competing on equal terms for the attention of voters. Though the site is in its infancy, its goals are ambitious -- and it is a model other campaigns could follow”, stellt der Artikel fest.
Politico.com vergleicht die Aufmachung und Anziehungskraft des Hubs gar mit dem Drugde Report – pikanterweise der Internetauftritt, der durch die Enthüllungen der Lewinsky-Affäre in den 90er Jahren berühmt wurde.
Auch Hub-Erfinder und Clinton-Berater Howard Wolfson freut sich ob des Lobes: „In an ideal world, every single one of our supporters would wake up in the morning and go to HillaryHub to find out what the latest news on Hillary is”, meint Wolfson.
In der Tat ist der Ritterschlag nicht unbegründet. Kampagnenseiten wie Hillarys Hub muten bewusst wie Online-Auftritte regulärer Medienanbieter an und versuchen sich somit im „Look and Feel“ der Medienlandschaft eine feste Nische zu sichern. Die Tatsache, dass der Absender völlig parteiische Interessen verfolgt, soll mit der modernen Camouflage in den Hintergrund gedrängt werden.
Für Zeitungsreporter eine harte Nuss, meint auch Politico: „And ultimately, the political reporters who cover campaigns may find themselves competing with the campaigns themselves for the attention and interest of readers and viewers.”
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