Pünktlich zu John McCains Frankreich-Besuch lancierte die linke „Campaign for America’s Future“ am Wochenende ein Video im Internet. In trashiger Collage-Ästhetik, untermalt von Akkordeonklängen eines Pariser Straßencafés, präsentiert der Spot John McCain vor dem Triumphbogen und am Fuße des Eiffelturms wandelnd. Eine Off-Stimme bedankt sich in französischer Sprache bei McCain für die zehntausenden Arbeitsplätze, die durch seine Beihilfe an die französiche Firma Airbus gingen und nicht an den amerikanischen Konkurrenten Boeing.
Ursprünglich hatte die Air Force die Tankflugzeuge bei Boeing leasen wollen, für teure 20 Milliarden Dollar. Jenen überteuerten Deal hatte McCain vor Jahren platzen lassen. Das habe, so erinnert McCain gerne in seinen Wahlkampfreden, dem US-Steuerzahler satte 6,2 Milliarden Dollar gespart.
Boeing-Lobbyisten werfen McCain nun vor, Mitarbeiter seiner Kampagne hätten für Airbus die Strippen gezogen. Nach Berichten der Süddeutschen Zeitung bestreitet McCain erbost, irgendeine Form von Unterstützung für Airbus geleistet zu haben.
Das Ziel dieser Attacke ist eindeutig: McCains Image des Kriegshelden und Patrioten soll angekratzt werden. Mit über 30.00 Clicks auf YouTube hat das Video schon seine Spuren in der Öffentlichkeit hinterlassen.