Donnerstag, 13. Dezember 2007
Hillary Clinton ist noch immer die Favoritin auf die Nominierung durch die Demokraten. Aber wer wird sie begleiten, wenn sie die Vorausscheidung gewinnt? Der Political Insider hat Governeur Bill Richardson im Visier. “Richardson has been careful not to be too critical of Clinton in his campaign, and many Democrats envision a Clinton-Richardson ticket. Perhaps Clinton was telling Richardson to stay the course, wait a few months, and become the number two on a Clinton-headed ticket.”
Dienstag, 9. Oktober 2007
Nach den ersten Schätzungen zu den Spendensummen im dritten Quartal, sind jetzt weitere Zahlen – vor allem die der republikanischen Kandidaten – eingetroffen. Demnach kommen für die Kandidaten der GOP folgende Summen für die Zeit von Juli bis September zusammen (in US-Dollar): Rudy Giuliani | 10.5 Mio. | 16 Mio. Cash on Hand (der Betrag, der für den Wahlkampf zurückgelegt wird) | Mitt Romney | 9,5 Mio. | plus 8,5 aus eigener Tasche, 9 Mio. CoH | Fred Thompson | 9,3 Mio. | 7 Mio. CoH | John McCain | 6 Mio. | 3,6 Mio. CoH, 1,5 Mio. Schuld | Ron Paul | 5 Mio. | 5 Mio. CoH | Mike Huckabee | 1 Mio. | | Sam Brownback | n.n. | |
Erstaunlich sind auch die wenig berauschenden Zahlen für den Geheimtipp Mike Huckabee , der bei der Ames Straw Poll überraschend vorne gelegen hatte und nun lediglich eine Million Dollar einnahm. Bei den Demokraten trudeln ebenfalls weitere Zahlen ein. - Bill Richardson kommt auf 5,2 Millionen Dollar,
- Senator Joe Biden vermeldete die Einnahme von 2 Mio. Dollar im dritten Quartal.
Ein Blick auf die beiden Lager offenbart den Katzenjammer bei den Republikanern. Die Demokraten haben ihnen in Sachen Spendensammeln eine ordentliche Lektion erteilt – 63 zu 33 Millionen bei den wichtigsten Kandidaten. Auch in der Anzahl der Spender sind die Demokraten der GOP weit enteilt: “In addition to cash, the Democrats have seen an explosive expansion of their donor base. Illinois Sen. Barack Obama reports 352,000 givers, including more than 90,000 new donors to his campaign in the third quarter alone.
About 100,000 fresh faces gave money to Clinton’s campaign in the third quarter, aides report. When combined, those two dynamics — more cash and donors — are raising the specter that, for the first time in recent history, the Republican Party and its nominee could suffer a significant financial disadvantage when next year’s races begin in earnest.” Giuliani liegt also auch bei den Einnahmen vorne, wenn auch nur eine Million vor Romney. Der wiederum hat 8,5 Millionen seiner 18 Millionen aus eigener Tasche dazu gesteuert, um den Wahlkampfmotor nicht vorzeitig abzuwürgen. Insgesamt liegen die Zahlen niedriger als in den drei Monaten davor. Dies liegt in erster Linie an der Ferienzeit, in der potenzielle Spender unterwegs auf Reisen sind.
Dienstag, 9. Oktober 2007
Die Fundraising-Zahlen für das dritte Quartal sind da – zumindest teilweise. Demnach erwirtschafteten die Kandidaten nach eigenen Angaben folgende Summen zwischen Juli und September: - Barack Obama berichtet von 20 Mio. Dollar Einnahmen verteilt auf 93.000 Spender – von denen 19 Millionen für die Primaries zurückgelegt werden können;
- für Hillary Clinton werden Angaben in vergleichbarer Höhe gemacht – zwischen 19 und 23 Millionen Dollar;
- Bill Richardson kommt immerhin auf 5,2 Millionen;
- John Edwards kommt nach eigenen Angaben auf 7 Mio. Dollar und hat damit 12 Millionen für den Wahlkampf zur Verfügung;
- für Mitt Romney gibt es genauso wie für Clinton bislang nur Schätzungen, die sich bei ihm zwischen 10 und 12 Millionen bewegen,
- Fred Thompson kündigte eine Summe von 8 Millionen an – so der Politico,
- John McCain sammelte laut Politico 5 Millionen Dollar ein, was mehr ist als erwartet wurde; aber das Geld wird auch dringend benötigt, da die Kampagne mit 2 Millionen im Minus war,
- Ron Paul wird, so lässt die Kampagne verlauten, mehr als im letzten Quartal eingenommen haben. Da waren es 2,4 Millionen Dollar. Seine Zahlen werden vermutlich erst gegen Ende der Woche veröffentlicht.
Die restlichen Links zu den einzelnen Angaben findet man beim Political Wire.
Montag, 23. Juli 2007
Die erfolgreichen Zahlen der Senatoren Obama und Clinton im Spendensammeln sind jetzt auch von offizieller Seite bestätigt. Die Wahlkommission hat die offiziellen Kampagnensummen bis zum 30. Juni bekannt gegeben. Im Political Insider findet man eine Auflistung der Spendensummen für das 2. Quartal 2007. Hier die Zahlen in Millionen US-Dollar sowie der gesamte Betrag im Barbestand:| Barack Obama | 32,8 | 34,5 | | Hillary Clinton | 27 | 32,7 | | Rudy Giuliani | 17,3 | 14,6 | | Mitt Romney | 13,7 | 12,1 | | John McCain | 11,2 | 3,2 | | John Edwards | 8,9 | 12,1 | | Bill Richardson | 7 | 7 | | Christopher Dodd | 3,25 | 5 | | Ron Paul | 2,4 | 2,3 | | Joseph Biden | 2,3 | 1,8 | | Sam Brownback | 1,4 | 0,4 | | Mike Huckabee | 0,7 | 0,4 | | Dennis Kucinich | 0,7 | | | Tommy Thompson | 0,4 | 0,1 | | Jim Gilmore | 0,1 | |
Amüsante und pikante Details zu den Finanzberichten für das 2. Quartal hat Politico.com zusammengetragen. So hat zum Beispiel Hillary Clinton, ihres Zeichens verheiratet mit einem notorisch untreuen ehemaligen Präsidenten, 8.000 Dollar für eine Catering-Firma ausgegeben, die den Namen „An Affair to Remember“ trägt. Rudy Giuliani überwies der Firma Branford 650 Dollar – diese verleiht Teleprompter. Interessanter vielleicht noch als die nackten Zahlen ist dieser Beitrag aus der Washington Times, der auf einen wichtigen Punkt bei all der Jagd nach Umfragewerten und Spendenbeträgen hinweist: dass nämlich Geld alleine keinen Sieg erringen wird.
“Recent political history shows that Democratic presidential contenders who lead the pack at the start of the fundraising race often lose the early caucuses and primaries.”
Der Artikel zitiert Joe Trippi, der 2004 in Howard Deans Team Kampagnenmanager war und zusehen musste, wie dieser in aussichtsreicher Position später doch nicht die Primaries überstand. Heute ist Trippi für John Edwards tätig. Er sagt:
"Historically, the amount of money raised in the preprimary cycle has not been a good indicator of who wins the nomination," said Mr. Trippi, an adviser to former Sen. John Edwards of North Carolina.
"Why so much attention by the press?" he said. "They can only report on two things at this early juncture in the race — polls and who's winning the fundraising race, neither of which, by the way, is a good indication of who wins."
Montag, 18. Juni 2007
Bill Richardson wird der nächste Vizepräsident der USA, geht es nach dem Wunsch vieler Anhänger der Demokraten. Der Governeur von New Mexico, Sohn einer mexikanischen Mutter und eines Halbmexikaners, ist der erste Kandidat der hispanischen Minderheit. Und er hat so gut wie keine Chance, Nachfolger von George Bush zu werden.
Doch sein unerschütterlicher Glauben an die eigene Chance – eine ur-amerikanische Eigenschaft – macht Richardson auch für viele Berichterstatter interessant. Die L.A. Times hat ihm ein längeres Porträt gewidmet, das seine Stärken herausstreicht: “He's smart, and he's funny, and he's Latino. He believes in diplomacy, and has so darn much experience.” Gleichzeitig ist Richardson ein Mann, der die Nähe zu den Wählern sucht: “And he shook hands, lots of hands. As the proud holder of a Guinness World Record for most hands shaken in eight hours (13,392), Richardson will grab anything with fingers that moves in his peripheral vision.”
Trotz allem: Seine Chancen im Rennen ums Präsidentenamt tendieren angesichts der übermächtigen Konkurrenz im eigenen Stall gegen Null. Dennoch lässt sich Richardson nicht entmutigen. Von „Vize“ will der Governeur aus New Mexico gar nichts wissen: "No, I'm not running for vice president," the New Mexico governor replied gamely. "I've been in Washington. I've had good Cabinet positions. So I'll go home. But I'm gonna win this race. I'm a tortoise. Slowly. Progress. Moving forward…. The first primary is seven months away."
Wer den interessanten und selbstbewussten Herausforderer, der sich selbst als Schildkröte bezeichnet, im Video sehen will, einen Mitschnitt aus dem Spin Room der Debatte aus Manchester, New Hampshire, gibt’s auf Political Wire. Dort ist unter anderem auch Richardson befragt worden.
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