UmfrageWer wird die Präsidentsschaftswahl gewinnen?
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Der Chef-Stratege der Clinton-Kampagne, Mark Penn, wurde entlassen, nachdem er sich für ein Wirtschaftsabkommen mit Kolumbien eingesetzt hat. Nach offiziellem Wortlaut hat Mark Penn seinen Posten aufgegeben, doch ganz freiwillig scheint diese Entscheidung nicht zustande gekommen zu sein. Schließlich arbeitet seine PR-Agentur auch für die kolumbianische Regierung und setzt sich in dieser Rolle für ein Freihandelsabkommen zwischen Bogota und Washington ein. Hillary Clinton lehnt ein solches Abkommen strikt ab, um die Konkurrenz auf dem US-Amerikanischen Markt einzudämmen und der möglichen Entlassung von amerikanischen Arbeitern vorzubeugen.
Hillary Clinton zeigte sich zwar enttäuscht, doch als Meinungsforscher soll Penn weiterhin die ihre Kampagne beraten. Der Stratege verhalf bereits 1996 Bill Clinton zum Sieg, doch diesmal erwies sich seine Hand als weniger glücklich. Seit Beginn des Wahlkampfes unterschätzte er Senator Barack Obama und dessen Strategie des Wandels. Um seine Zukunft muss sich Penn vorerst keine Sorgen machen. Für seine Beratertätigkeit in der Clinton-Kampagne erhielt er nach Angaben von Spiegel Online ein Honorar von knapp 11 Millionen US-Dollar. Hillary Clinton: Woche der OffensiveFreitag, 29. Februar 2008Hillary Clinton ist derzeit nicht gerade zu beneiden. Barack Obama hat alle Vorwahlen seit dem Super Tuesday für sich entscheiden können, in den neuesten nationalen Umfragen liegt er deutlich vor Clinton, nahezu zwei Drittel der Demokraten rechnen mittlerweile schon mit einem Vorwahlsieger Obama. Auch in den nächsten Primary-Staaten Ohio und Texas steht Hillary Clinton erheblich unter Druck. Ihre Kampagne (allen voran ihr Mann Bill) hat diese beiden Staaten zur Wasserscheide ihrer Kampagne erklärt. Hier müsste sie mit erheblichem Abstand gewinnen, will sie Obamas Vorsprung bei den Delegierten noch aufholen. Letzte Umfragen verheißen allerdings nichts Gutes. Selbst im Arbeiterstaat Ohio holt Obama erheblich auf. In einer solchen Wahlkampfsituation hilft nur eines: Offensive. Nach der fast schon liebevoll geführten Debatte in Austin, in der sich Hillary Clinton sehr versöhnlich und ausgleichend gab, intensivierte sie in den vergangenen Tagen wieder den Kontrastwahlkampf. Eine Strategie, die nicht ohne Risiko ist, denn sobald Hillary einen schärferen Ton anschlägt, erweckt sie Stereotype der kühlen, kontrollierten, karrierebewussten Politikerin, die sie bisher nicht erfolgreich dekonstruieren konnte. Den Auftakt bildete am Wochenende eine Attacke auf Obamas Kampagne, die Clintons Position zum in Ohio sehr umstrittenen North American Free Trade Agreement (NAFTA) falsch wiedergegeben hatte. Ein angeblich vom Clinton-Team zirkuliertes Bild von Obama in traditioneller afrikanischer Tracht, publiziert auf der Mutter aller Blogs, dem Drudge Report, goss zusätzliches Öl ins Feuer. Zu Beginn der Woche folgte eine ausführliche Rede zu außenpolitischen Themen, in denen Clinton die politische Erfahrung Obamas und seine Qualitäten als Commander-in-Chief offen in Frage stellte und ihn sogar implizit mit George W. Bush verglich. Am Dienstag erschienen die beiden Kandidaten dann schließlich zur letzten der demokratischen TV-Debatten, die 20.(!) der Vorwahlsaison. Clinton wirkte von Beginn an sehr konzentriert, sie hakte auffällig oft bei Fragen der Moderatoren oder bei Beiträgen von Obama ein und präsentierte sich deutlich weniger konziliant als noch vor einer Woche. Auch wenn es ein Hin und Her zwischen den beiden Kandidaten über ihre Wahlkampftaktiken gab, so wurde doch zumeist auf der Sachebene gestritten. Clinton machte ihre (wenigen) Differenzen zu Obama im Bereich der Reform der Krankenversicherung deutlich, sie kritisierte Obama für Inkonsistenzen in seiner Haltung zum Irakkrieg und schlug einen deutlich links-populistischeren Ton an. Unter anderem versprach sie, den in der Amtszeit ihres Mannes abgeschlossenen NAFTA aufzukündigen, falls die Handelspartner Kanada und Mexiko nicht zu substantiellen Nachverhandlungen bereit seien. Hillary Clinton nutzte also die letzte Chance, die sie hatte. Sie kontrastierte, sie attackierte, sie kämpfte. Und dennoch scheint der Vorwahlzug unaufhaltsam in Richtung Obama abzufahren. Hier der Schlagabtausch zwischen Clinton und Obama über die geplante Reform der Krankenversicherung:
Blogeintrag von Maik Bohne
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Clinton entlässt WahlkampfmanagerinMontag, 11. Februar 2008Nach vier Vorwahl-Niederlagen an diesem Wochenende tauscht Hillary Clinton ihre Wahlkampfmanagerin Patti Solis Doyle gegen eine langjährige Vertraute aus. Die herben Verluste an diesem Wochenende und der rasante Anstieg an Wahlkampfspenden auf der Seite ihres demokratischen Konkurrenten Barack Obama scheinen Hillary Clinton zu diesem Schritt motiviert zu haben.
Maggie Wiliams, ihre langjährige Vertraute, übernimmt nun die Verantwortung für die Clinton-Kampagne. Von einem kompletten Ausscheiden von Solis Doyle kann allerdings nicht die Rede sein. Sie wird weiter dem Team angehören und gelegentlich mit Clinton unterwegs sein. Clinton dankte ihr für ihre „Freundschaft und herausragende Arbeit“. Mit einer E-Mail informierte Solis Doyle ihren Mitarbeiterstab von dem Wechsel an der Spitze des Wahlkampfteams. Sie sei stolz, diese Kampagne geleitet zu haben. „Noch stolzer bin ich, Hillary nach über 16 Jahren noch meine Freundin nennen zu können.“ Ihre Nachfolgerin sei eine bemerkenswerte Person und werde ihre Aufgabe hervorragend erfüllen, schrieb Solis Doyle weiter. Maggie Williams' Werdegang ist in der Tat beachtlich. Bereits während Bill Clintons Amtszeit im Weißen Haus arbeitete sie als seine Assistentin und zugleich als Stabschefin der First Lady. Diese Doppelrolle besetzte vor ihr kein Mitarbeiter des Oval Office. Sie hat den Ruf, in Verhandlungen schlichtend zu wirken und ein gutes Gespür für Menschen zu haben. Sie selbst scheut allerdings die Öffentlichkeit. Schon in Bill Clintons 1992-Kampagne arbeitete Williams als Medienberaterin für Mrs. Clinton, weil sie verärgert war über die Art und Weise, wie Hillary in den Medien dargestellt wurde. Hillary Clintons Image verbessserte sich schlagartig. Dabei war Williams Strategie simpel: Lass Hillary Hillary sein.
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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Horse Race VI: Zeit für DuelleDonnerstag, 31. Januar 2008Das Kandidatenfeld im Vorwahlkampf der Republikaner und Demokraten war in den letzten Wochen so stabil wie die Aktienkurse an den Weltmärkten. Keine leichte Aufgabe, in diesem Tohuwabohu den Überblick zu behalten. Nach den Vorwahlen in Florida hat sich das Feld nun endlich gelichtet. Wir haben auf beiden Seiten handfeste Duelle, echte Zweikämpfe, Kandidat gegen Kandidat, eins gegen eins. Auch diese Woche wollen wir versuchen, Licht ins Dunkel des Vorwahlkampfes zu bringen. HILLARY vs. BARACK Unterstützung erfährt Obama auf seinem Weg von immer mehr demokratischen Politikern. Das Endorsement von Ted Kennedy hat hohe Wellen geschlagen. Der Altmeister des liberalen Amerika ließ sich nicht lumpen, Obama den Mantel des großen JFK überzustreifen. Wichtig sind aber auch Unterstützungsbekundungen von moderaten Demokraten wie Gouverneurin Janet Napolitano aus Arizona, Sen. Claire McCaskill aus Missouri, Sen. Ben Nelson aus Nebraska und Sen. John Kerry aus Massachussetts. Diese Politiker haben ein nicht zu unterschätzendes Gewicht in ihren jeweiligen Bundesstaaten. Am Super Tuesday wird sich Obama a) auf Staaten konzentrieren, die einen hohen Anteil an schwarzen Vorwählern aufweisen (Georgia, Tennessee und Alabama). Zudem fokussiert er sich b) auf Staaten mit Caucus-Systemen (Colorado, New Mexico, Minnesota, Kansas, North Dakota). Bei diesem Verfahren kann er sich gezielter auf seine gut mobilisierten Truppen von Freiwilligen und Sympathisanten verlassen. Und c) wird er die großen Staaten wie Kalifornien, Missouri, New York und seinen Heimatstaat Illinois nicht aus den Augen verlieren. Trotz der harten Konkurrenz von Barack Obama hält Hillary Clinton die Karten weiter in der Hand. Im Gegensatz zu Obama setzt sie voll auf die Mobilisierung der alten demokratischen Wählerkoalition (Frauen, Mittelschicht, Arbeiter, Minoritäten, weniger Gebildete, U-50). Ihre Botschaft an diese Gruppen: In Zeiten einer drohenden Wirtschaftskrise wollt ihr Taten und Ergebnisse, keine schönen Worte und leeren Versprechungen. Wie in ihrem neuesten Wahlkampfspot in Kalifornien zu sehen, geriert sie sich als erfahrene Kandidatin, auf die die Menschen in Krisenzeiten vertrauen können. In Umfragen liegt sie in den wichtigsten Super-Tuesday-Staaten unangefochten vorn. Natürlich sollte man nicht zu viel auf das Gerede von Meinungsforschern geben, aber die Zahlen sind doch ein eindeutiger Indikator dafür, dass sie den Großwahltag am 5. Februar erfolgreicher als Obama beenden könnte. Hillary wird sich vor allem auf die großen Staaten Kalifornien, Missouri, Tennessee und ihre Heimatterritorien New York, New Jersey, Massachusssetts, Connecticut und Arkansas konzentrieren. JOHN vs. MITT Auch bei den Republikanern läuft alles auf ein Duell hinaus. Mike Huckabee ist zwar noch im Rennen, aber er wird es schwer haben, in den nächsten Wochen von Medien und Wählern wahrgenommen zu werden. Zur Zeit liegt er lediglich in Georgia vorne, einem Staat mit vielen sozialkonservativen Republikanern. Bei dieser transzendental wählenden Klientel wird Huck auch weiterhin Erfolg haben, aber das Rennen um die Nominierung kann er so gut wie abhaken. Also auf in das Duell McCain gegen Romney! Wie sich in Florida und während der letzten TV-Debatte in der Reagan Library in Kalifornien andeutete, fahren beide Kandidaten schwere Geschütze auf. McCain attackiert Romney aus allen Rohren. Er bezeichnet ihn wahlweise als Umfaller, Flip-Flopper, Steuernerhöher oder als unerfahrenen Außenpolitiker. Romney schlägt zurück mit Attacken auf McCains vermeintlich liberale Positionen zu konservativen Herz- und Magenthemen wie Steuersenkungen und Einwanderungspolitik. John McCain hat den Rückenwind jedoch eindeutig auf seiner Seite, sein Wahlkampfmanager Rick Davis bezeichnet ihn schon als den republikanischen De-Facto-Kandidaten. Immer mehr Politiker werden in den nächsten Tagen Endorsements für den Senator aus Arizona abgeben. Christ, Giuliani und Schwarzenegger waren da erst der Anfang. Dennoch hat McCains Kampagne weiterhin ein Problem, das nicht geleugnet werden sollte. Staaten wie Kalifornien, New York und Illinois sind geschlossene Vorwahlstaaten, in denen lediglich republikanische Stammwähler an die Urnen gehen dürfen. Hier könnte Mitt Romney einen Vorteil haben, da er die konservativere Wählerklientel an sich bindet. Romney bleibt also im Rennen, er wird in den nächsten Tagen immer mehr zum Anti-McCain-Kandidaten aufsteigen. Fraglich ist jedoch, ob er in der Lage ist, das Momentum des Mac zu stoppen. Romney besitzt aber einige Vorteile. Erstens kann er sich in Zeiten einer drohenden Wirtschaftskrise als Wirtschaftsfachmann stilisieren. Zweitens hat er unerschöpfliche private Geldquellen, die er in den Vorwahlkampf pumpen kann. Drittens wird Romney nichts unversucht lassen, um McCain als Teil des verhassten Washingtoner Establishments darzustellen. Problem ist aber, dass der Ex-Gouverneur weiterhin als Flip-Flop-Kandidat gilt, der wenig Authenzität versprüht, dafür aber eine Menge Kalkül und Plastik. Ein klarer Kontrast zu McCain. Mitt Romney wird sich am Super Tuesday auf die Staaten im Westen und im Nordosten fokussieren. Ob das allerdings reicht, ist fraglich. Die Umfragen in den meisten Vorwahlstaaten verheißen nichts Gutes für ihn. Interessanterweise kann das Rennen auf Seiten der Republikaner früher beendet sein als bei den Demokraten. McCain hat gute Chancen, sich am Wahlabend des Super Tuesday als faktischer Kandidat der Grand Old Party (GOP) küren zu lassen. Erstaunlich. Das Kandidatenfeld der GOP galt lange als das instabilere und fluidere. Bei den Demokraten deutet hingegen alles auf einen Zweikampf hin, der über den Super Dienstag hinausgeht.
Blogeintrag von Maik Bohne
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20:12
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Horse Race: Das wöchentliche Kandidaten-Ranking IIIFreitag, 25. Januar 2008
Auch diese Woche gibt es wieder das offizielle Kandidaten-Ranking zum amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf. Das Rennen um die Kandidaturen ist weiterhin offen. Weiterhin lässt sich auf beiden Seiten des politischen Spektrums kein klarer Frontrunner ausmachen. Der Ton des Vorwahlkampfes verschärft sich allerdings zusehends. Die vergangenen Tage wurden bestimmt vom heftigen Schlagabtausch zwischen Clinton und Obama. Hillary blies Attacke, Barack musste reagieren. Bei den Republikanern nahm Freizeit-Kandidat Fred Thompson seinen Hut.
DEMOKRATEN 1. HILLARY CLINTON Hillary Rodham Clinton (HRC) ist in der Offensive. Spätestens seit ihrer Niederlage in Iowa heißt ihr Motto Attacke. Zusammen mit ihrem Mann hat sie ein "Tag Team" gebildet, das Obama aus allen erdenklichen Richtungen angreift. Obamas politische Erfahrung wird genauso in Zweifel gezogen wie seine Opposition gegen den Irak-Krieg. Zuletzt versuchten ihn die Clintons als Reagan-Bewunderer und Freund eines dubiosen Slum-Lords darzustellen. Ob diese Attacken auf Tatsachen beruhen, können andere klären. Sicher ist, dass Hillary Clinton der Obama-Bewegung den Zauber genommen hat. Zu Gute kommt HRC momentan sicher auch, dass die Themen Wirtschaft und Arbeit ganz oben auf der Wähleragenda stehen. Auf diesen Feldern kann sie ihre Trumpfkarten Erfahrung und sachpolitische Versiertheit besser ausspielen. Eine ABC/Washington Post-Umfrage fand heraus, dass ihr demokratische Vorwähler erheblich mehr Kompetenz (46%) beim Thema Wirtschaft bescheinigen als Barack Obama (33%). HRC setzt nun ganz auf eine nationale Strategie. Anstatt in South Carolina Wahlkampf zu machen, absolvierte sie diese Woche Auftritte in Kalifornien, Arizona und New York. In diesen Super Tuesday-Staaten liegt sie mit großem Abstand vorne. Wir sollten uns mit einer Kandidatin Hillary Clinton anfreunden. (letzte Woche: Rang 1) 2. BARACK OBAMA Barack Obama hatte sich geschworen, eine positive Kampagne führen, die auf Ausgleich, Optimismus und Idealismus fußen sollte. Obama weigerte sich, den üblich zynischen Spinmeister-Wahlkampf zu machen, den die professionelle Beraterkaste in Washington, DC seinen Kandidaten regelmäßig verordnet. Kein dumpfer Negativwahlkampf, kein Matschwerfen, kein Hin und Her von Anschuldigung und Gegen-Anschuldigung, so hieß sein Motto. Das Problem dieser Strategie: Was machen, wenn man offensiv angegriffen wird? Obama hat es bisher noch nicht geschafft, die demokratischen Vorwähler entscheidend gegen den Status-Quo-Wahlkampf Clintons zu mobilisieren. Seine Kampagne wird zwar in South Carolina erfolgreich sein, aber insgesamt hat sie ihren Schwung und ihren Glanz vorerst verloren. Obama muss seine divergente Wählerstruktur (Twens, gebildete Mittelschicht, Schwarze, Independents) ausweiten. Er muss zeigen, dass er auch die demokratischen Stammwähler (Ü-50, untere Mittelschicht, wenig formale Bildung) für sich gewinnen kann. (letzte Woche: Rang 2) 3. JOHN EDWARDS John Edwards führt die themenorientierteste Kampagne aller demokratischen Kandidaten. Seine ökonomisch-populistische Botschaft müsste in Zeiten einer drohenden Wirtschaftskrise eigentlich bestechen. Trotz eloquenter und kämpferischer Auftritte in den vergangenen TV-Debatten scheint er den Blick der Medien nicht vom Horse Race zwischen Clinton und Obama abwenden zu können. Ein zweiter Platz in South Carolina könnte seiner Kampagne noch einmal Leben einhauchen. Wir halten ein solches Ergebnis aber für unrealistisch. (letzte Woche: Rang 3) REPUBLIKANER 1. JOHN MCCAIN John McCain bleibt der aussichtsreichste Kandidat in einem republikanischen Kandidatenfeld, dass so fluide ist wie die Börsenentwicklung der letzten drei Tage. McCains Vorteile sind eindeutig seine Authenzität, seine politische Erfahrung und seine Wählbarkeit. Lässt man ihn in Umfragen fiktiv gegen Clinton und Obama antreten, so entscheidet er das Rennen deutlich für sich. McCains Nachteile liegen aber auch auf der Hand. Seine bisherigen Siege in New Hampshire und South Carolina basierten vor allem auf den Stimmen von Independents (unabhängigen Wählern). In geschlossenen Vorwahlstaaten wie Florida oder Kalifornien, in denen nur republikanische Stammwähler an die Urnen gehen dürfen, wird es für den Senator aus Arizona schwer. Hinzu kommt der Wandel der Themenagenda im Wahlkampf. McCains Aufschwung hatte viel mit der positiven Entwicklung im Irak zu tun, die nun aber medial durch die Wirtschaftskrise in den USA überlagert wird (letzte Woche: Rang 1) 1. MITT ROMNEY Mitt Romney hat sein Thema im Wahlkampf gefunden. Am Vorabend einer Rezession kann er sich als Wirtschaftsfachmann Nr. 1 im republikanischen Feld präsentieren. Romney ist (ähnlich wie McCain) nicht der Kandidat der konservativen Herzen, aber er könnte sich als der präsidialste Bewerber im volatilen republikanischen Feld profilieren. Ex-Gouverneure haben Vorteile. Sie können exekutive Erfahrung vorweisen, ohne den verhassten Washingtoner Stallgeruch zu haben. Ronald Reagan (Kalifornien), Bill Clinton (Alabama) und George W. Bush (Texas) haben es ihm vorgemacht. In Florida ist ein Sieg möglich. Falls ihm dies gelingt, geht er mit guten Aussichten in den Super Tuesday. (letzte Woche: Rang 2) 3. RUDY GIULIANI Rudy Giuliani hat alles auf die Vorwahl in Florida gesetzt und seinen Wohnsitz in den letzten Wochen mehr oder weniger in den Sunshine State verlegt. Eine kühne, fast schon visionäre Strategie des Hizzoners. Letzte Umfragen in Florida zeigen jedoch, dass ihm das Aussitzen der frühen Vorwahlen geschadet hat. Wie schon im Herbst von seinen Beratern geplant, will er sich in der entscheidenden Phase des Vorwahlkampfes als einzig wahrer fiskalkonservativer Kandidat im Feld profilieren (mit einem atemberaubenden Steuersenkungsplan im Gepäck). Es ist zweifelhaft, ob ihm dies gelingt. Wenn Rudy Giuliani in Florida verliert, ist seine kurzlebige Kampagne schon wieder vorbei. (letzte Woche: Rang 3) 4. MIKE HUCKABEE Mike Huckabee ist der Kandidat, der am meisten vom Ausstieg von Fred Thompson profitiert. Die beiden teilen sich das gleiche Wählersegment: sozialkonservative, religiöse Republikaner. Hier liegt aber auch Huckabees Problem. Er schafft es nicht, seine Basis zu erweitern. Der Stern des Prediger-Gouverneurs, der nach dem Sieg in Iowa noch hoch am Himmel stand, ist erheblich verblasst.(letzte Woche: Rang 4)
Blogeintrag von Maik Bohne
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11:57
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Funken sprühen: Clinton und Obama attackieren sich in CNN-DebatteDienstag, 22. Januar 2008
Ihren bisher heftigsten Schlagabtausch lieferten sich Hillary Clinton und Barack Obama gestern im Rahmen einer TV-Debatte, die vom Black Congressional Caucus und dem Nachrichtensender CNN in Myrtle Beach, South Carolina, veranstaltet wurde. Nachdem eine Stunde lang zivilisiert über Arbeit, Wirtschaft und Krankenversicherung diskutiert worden war, entzündete sich ein persönlicher Schlagabtausch zwischen den beiden aussichtsreichsten demokratischen Kandidaten. Obama warf Hillary Clinton vor, ihren Mann als Negativwahlkämpfer einzusetzen, der Unwahrheiten über den jungen schwarzen Senator verbreite. Die pointierteste Riposte des Abends gelang ihm jedoch mit dem Ausspruch: „While I was working as a community organizer on the streets of Chicago, you served as a corporate lawyer on the board of Wal-Mart.” Obama spielte hier auf eine Rechtsanwaltstätigkeit Hillary Clintons für den Großdiscounter an. Wal-Mart wird von Gewerkschaften und anderen progressiven Interessengruppen wegen seiner schlechten Arbeitsbedingungen heftig kritisiert. Hillary Clinton sparte daraufhin auch nicht mit Kritik. Sie warf Obama vor, in der Vergangenheit keine klaren Positionen bei Abstimmungen über heikle Gesetze bezogen zu haben. Anschließend behauptete sie, Obama hätte die Politik von Ronald Reagan gut geheißen (Obama hatte in einem Interview die transformatorische Kraft Reagans gelobt, Mehrheiten aus unterschiedlichen politischen Lagern zu formen). Clintons Attacken kumulierten in einem Angriff auf einen ehemaligen Geldgeber Obamas, Antoin Rezko, der dubiose Immobiliengeschäfte in Chicago getätigt hatte.John Edwards hatte es bei dieser Fokussierung auf die beiden Frontrunner schwer, mit seiner Botschaft durchzudringen. An einer Stelle hakte er sogar ein mit den Worten: „Hey, there is a third person in this race.“ Trotz fehlender Aufmerksamkeit machte Edwards eine gute Figur. Er betonte die Bedeutung von Themen und Sachfragen, die wichtiger seien als persönliche Eitelkeiten und Angriffe. Zudem erwähnte er das Thema Wählbarkeit. Als gebürtiger Südstaatler könne er viele konservative Staaten des Südens und des Südwestens gewinnen, die Clinton und Obama nicht für sich entscheiden würden, so Edwards.Die Temperatur im Vorwahlkampf steigt. Wir sind gespannt, ob dieser Schlagabtausch Auswirkungen auf den Ausgang der Vorwahlen in South Carolina haben wird.Der Schlagabtausch zwischen Clinton und Obama:
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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14:35
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Hillary verschärft den TonDienstag, 15. Januar 2008
Hillary Clintons neue Strategie setzt auf Kontraste. Als Konsequenz aus der Niederlage in Iowa hat die Senatorin aus New York ein neues Oberthema zum Kampagnencredo gemacht: Taten statt Worte. In mehreren Interviews, u.a. in Newsweek und bei „Meet the Press“, betonte sie die Unterschiede zwischen ihr und Obama, mal implizit, mal explizit. Die Idee ist es, Barack Obama als talentierten, aber blumigen Redner darzustellen, der aufgrund fehlender Erfahrung noch nicht bereit für das Präsidentenamt ist.
So erwähnte Hillary Clinton in den letzten Tagen, dass die Menschen am Vorabend einer wirtschaftlichen Krise einen Präsidenten haben wollen, der nicht nur schön redet, sondern auch handelt, der die Realität der Rhetorik vorzieht. Sie hielt Obama implizit vor, seine Kandidatur allein auf seinen viel zitierten Reden von 2002 (Opposition gegen den Irak-Krieg) und 2004 (Demokratischer Nominierungsparteitag) aufzubauen. Sie hingegen bezeichnete sich als „workhorse“, das seit über 20 Jahren täglich in politischer Kleinarbeit für die Interessen der Menschen im Land gekämpft habe. Eine weitere Flanke machte Bill Clinton auf: Der Ex-Präsident bezeichnete Obamas Position zum Irak-Krieg (implizit auch die gesamte Kampagne) als „the biggest fairy tale I´ve ever seen“. Er warf Obama Inkonsistenz vor, da er sich in den Jahren 2003 und 2004 still und heimlich von seiner anfänglichen Opposition gegen den Irak-Krieg distanziert habe, nur um später wieder lautstärker gegen den Krieg zu sein. Die größte Kontroverse jedoch löste Hillary Clinton aus, als sie Obama für eine Rede kritisierte, in der er sich mit Martin Luther King und John F. Kennedy verglichen hatte. Ganz im Sinne ihres neuen Oberthemas deutete Clinton darauf hin, dass es einen politisch versierten Präsidenten wie Lyndon B. Johnson gebraucht hätte, um die von King eingeforderten Bürgerrechte in Gesetze zu gießen. Starker Tobak, aber auch hier wieder: Worte brauchen Taten. Die Zeichen stehen also auf Angriff. Ein zynisch-professionelles Wahlkampfcredo in den USA heißt: „negative campaigning drives the numbers“, was frei übersetzt werden kann als: Negativwahlkampf zeitigt Effekte. Obama kann dies als altes Washingtoner Wahlkampfspiel kritisieren, welches die Abneigung der Wähler gegenüber dem politischen System fördert. Er kann es kontrastieren mit seinem eigenen positiven Stil. Aber seine Strategie des Ausgleichs, des Zusammenführens und des Optimismus verbietet es ihm, hart zurückzuschlagen. Wir dürfen gespannt sein, welche Botschaft bei den Wählern verfängt. Clinton ist auf jeden Fall in der Offensive, und dies ist in Wahlkämpfen nicht die schlechteste Position. Der Kontrast von Erfahrung gegen rhetorischen Optimismus birgt allerdings Gefahren in sich. Erfahrung betont Vergangenheit, Optimismus betont Zukunft. In der Regel wählen Bürger zukunftsorientiert. Hillary Clinton bei „Meet the Press“:
Blogeintrag von Maik Bohne
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17:54
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Demokraten: This race is Hillary's to lose…Freitag, 28. Dezember 2007Die Zerstrittenheit während des demokratischen Vorwahlkampfes ist legendär. Im Jahr 1972 schlug Senator George McGovern den früheren Vizepräsidenten Hubert H. Humphrey auf dem Parteitag; 1976 sicherte sich der Gouverneur von Georgia, Jimmy Carter, die Nominierung im Juni; 1980 forderte Edward M. Kennedy den amtierenden Präsidenten Carter heraus und unterlag erst auf dem Parteitag; 1984 trugen der frühere Vizepräsident Walter Mondale und der Ex-Senator Gary Hart einen langwierigen Vorwahlkampf aus und auch Bill Clinton kämpfte bis in das späte Frühjahr gegen Paul Tsongas und Jerry Brown. Die erneute Nominierung von Bill Clinton stand 1996 nicht zur Disposition. Al Gore sah sich im Jahr 2000 einer hartnäckigen Herausforderung von Bill Bradley gegenüber. Der amerikanische Komödiant Will Rogers fasste das Verhalten und den Zustand der Partei so zusammen: „I belong to no organized party. I’m a Democrat.“ Entgegen der historischen Vorbilder sah es lange Zeit nach einem sicheren Rennen für Hillary Clinton aus. Doch eine ziemlich schwache Strategie, die auf ihre politische Erfahrenheit setzte, die Überbetonung und zu starke Integration ihres Mannes Bill Clinton in den Wahlkampf und das Charisma von Barack Obama sorgen für eine knappe Entscheidung zwischen den Kandidaten in Iowa und New Hampshire. Zeitweise führte Obama in den beiden Bundesstaaten in den Umfragen. Zum Jahreswechsel liegen er und Clinton Kopf-an-Kopf in den ersten Vorwahl-Staaten. Zudem holt Edwards in Iowa beträchtlich auf. Schon 2004 schnitt er dort sehr gut ab. Gewinnt Obama Iowa, könnte Clintons Vorsprung in den nationalen Umfragen von teilweise bis zu 20 Prozentpunkten schnell schrumpfen. Die demokratische Entscheidung ist noch nicht gefallen – zumal in den folgenden Bundesstaaten die Kandidatur eines Afro-Amerikaners weit größere Folgen für die Mobilisierung innerhalb der Wählerschaften haben wird, als im kleinen überwiegend weiß geprägten Iowa. Andererseits bringt Clinton Geld, Bekanntheit und eine starke Organisation mit, um die Vorwahlen zu gewinnen. Daher gilt: This race is Hillary’s to lose. Tipp für Iowa: 1.Clinton, 2. Obama, 3. Edwards
Blogeintrag von Mario Voigt
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10:39
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Kill the story or kill BillDonnerstag, 4. Oktober 2007Dass die Kampagneros von Hillary Clinton an einem ziemlich langen Hebel sitzen, zeigt die jüngste Geschichte, die der Politico aufgetan hat. Da wollte das Männermagazin Gentlemen’s Quarterly, besser bekannt unter seinem Kürzel GQ, eine Insider-Story über das umkämpfte Innenleben der Clinton-Kampagne bringen. Das Clinton-Team wies die Magazinmacher freundlich aber bestimmt darauf hin, dass sie in einem solchen Falle auf die bereits zugesagte Cover-Story über Bill Clinton – geplant für den Dezember – getrost verzichten dürften. Und so knickten die Blattmacher am Ende ein, wie GQ-Redakteur Jim Nelson dem Politico bestätigte: 'I don’t really get into the inner workings of the magazine, but I can tell you that yes, we did kill a Hillary piece. We kill pieces all the time for a variety of reasons', Nelson said in an e-mail to Politico. He did not respond to follow-up questions. A Clinton campaign spokesman declined to comment. Gesundheitsreform mit HillaryFreitag, 28. September 2007
Eines der wichtigsten Gesprächsthemen dieser Tage im US-Wahlkampf ist Hillary Clintons Vorschlag zur Reform des Gesundheitswesens, bei deren Versuch Ehemann Bill in den 90er Jahren so kläglich gescheitert war. Diesmal soll alles unkompliziert und unbürokratisch werden, schreiben die Kommentatoren:
“The word of the day was “choice,” printed dozens of times on the backdrop behind Hillary Rodham Clinton, who announced her “American Health Choices Plan” to remake American health care (in part by using a “health choices menu”). ‘This is not government-run. There will be no new bureaucracies. You can keep the doctors you know and trust. You keep the insurance you have if you like it,’ Clinton said, though aides later conceded that administering the plan would require hiring more government workers. ‘This plan expands personal choices and increases competition to keep costs down.’ Richtig konkret wurde Hillary nicht in den vergangenen Tagen, auch nicht während der Debatte der Demokraten rund um das Gesundheitswesen, bei der Gegenkandidat Barack Obama fehlte. Wie Hillarys Plan funktioniert? Auf freiwilliger Basis mit einer Steuererleichterung für die, die sich die Versicherung nicht leisten können: „Clinton, like Edwards but unlike Obama, would mandate that everyone buy insurance and would offer tax credits to those who can't afford it. In exchange for being compelled to cover everyone, companies would get millions of new, healthy customers, who in turn would get coverage at reasonable rates.” Und: “Under her plan, people would keep their existing insurance, but they could also buy into the Federal Employee Health Benefit Program or a Medicare-like plan.” Im Grunde geht es, so die politischen Beobachter in Washington, Clintons Team zunächst auch nur darum, zu zeigen, dass Hillary in einem der wichtigsten Politikfelder mit den dringlichsten Aufgaben nicht auf die Nase fallen wird wie weiland ihr Ehemann. So sieht es auch der Observer: “Hillary Clinton’s skillful introduction of her new health care plan demonstrated why she is the most formidable Democrat running for president. It also suggested that if victorious, she will not be defeated so easily by the insurance and pharmaceutical industries as she and her husband were the last time they tried to reform the dysfunctional American medical system.” Giuliani wird nervösMittwoch, 19. September 2007
Der Einstieg von Fred Thompson ins Rennen um die Präsidentschaft versetzt das eigene konservative Lager weiter in große Unruhe. In den ersten Umfragen kommt Thompson auf sehr gute Ergebnisse, während vor allem die Werte von Rudy Giuliani absacken:
„In the wake of other recent polls showing Fred Thompson leaping into possible frontrunner contention in the GOP presidential race, the latest Washington Post/ABC News survey shows "a dramatic erosion" in support for Rudy Giuliani among Republican primary voters. ‘Giuliani's support dropped from 37% in a July poll to 28% in the latest survey, and his decline from February has been even more sharp.’” ![]() Kein Wunder, dass Giuliani jetzt die Schlagzahl erhöht. In einer Anzeige in der New York Times antwortet er auf die jüngsten Kommentare der pazifistischen Bewegung MoveOn sowie auf Hillary Clinton. Im Internet setzt er den Angriff fort. Und eine ganz besondere „Waffe“ will Giuliani noch zu Hause haben und zum richtigen Zeitpunkt einsetzen, behauptet er: einen Brief von Bill Clinton.
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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Direct mail vs. InternetFreitag, 23. März 2007
Unbestritten: Das Internet als Instrument des Spendensammelns hat in den letzten Jahren (von der Öffentlichkeit) sehr viel Aufmerksamkeit bekommen. Für Parteien und Kandidaten dominierte auch bei den letzten Jahren allerdings nach wie vor der Brief bei der Spenderansprache. Im kommenden Wahljahr wird sich zeigen, ob sich das Internet gegen den Klassiker „direct mail“ beim Fundraising durchsetzen kann. Seit 1994, als erstmals auf Webseiten auf Spendenmöglichkeiten hingewiesen wurde, hat sich das Internet-Fundraising massiv verändert. Von Bill Clinton verschickte E-Mails brachten seiner Frau Hillary 1 Mio. Dollar von 15.000 Spendern in nur einer Woche – noch vor wenigen Jahren undenkbar.
Besonderes Augenmerk sollte man auf Webseiten richten, die Einzelspenden bündeln. Mit Tools von der Obama-Webseite kann man heute bspw. seine eigene Webseite mit Fundraising-Option bauen. Der Unterstützer schreibt dann Freunde an und verweist auf seine Seite – im Schneeballverfahren werden so meist kleine Summen gesammelt. In einem weitaus größeren Stil macht dies ActBlue. ActBlue ist eine zentrale Anlaufstation für Spenden an verschiedene demokratische Kandidaten. Hier werden viele Kleinstspenden erfolgreich zu signifikanten Großspenden zusammengetragen. Schlaflos in SelmaDonnerstag, 8. März 2007Showdown in der Kleinstadt Selma, Alabama: An den Gedenkveranstaltungen zum 42. Jahrestag des Marschs der Bürgerrechtsbewegung 1965 nahmen sowohl Barack Obama als auch Hillary Clinton teil. Den ganzen Tag lang buhlten die beiden Rivalen bei mehreren Veranstaltungen um die Gunst der schwarzen Bevölkerung, die in der großen Mehrheit demokratisch wählt. Besonders pikant: Nur wenige Straßen voneinander entfernt feierten die beiden Demokraten gleichzeitig das Gedenken an den „Bloody Sunday“. Die parallelen Auftritte sind auch Zeichen der wachsenden Rivalität zwischen den beiden Kandidaten. So stand Obamas Auftritt in der Kleinstadt Selma schon seit Wochen fest, Hillary Clinton zog nach und brachte gleich ihren Ehemann Bill mit, berichtet das Hamburger Abendblatt.
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