UmfrageWer wird die Präsidentsschaftswahl gewinnen?
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Obama in Berlin?Donnerstag, 3. Juli 2008
Bisher waren es nur Gerüchte. Jetzt bestätigt sich, dass Barack Obama im Sommer nach Deutschland kommt. Die Europareise wird ihn nach Berlin, Paris und London führen. Ein weiterer Trip in den Nahen Osten (Irak, Jordanien, Israel) ist bereits geplant.
Ziel der Übung ist es, sich in Informationsgesprächen mit Regierungschefs außenpolitische Kompetenz zu erwerben. Wichtiger als die Gespräche sind aber sicherlich die Bilder, die die Treffen mit Merkel, Sarkozy oder Brown an die Heimat senden werden. Gepaart mit kräftigem Massenjubel der Europäer wird die gewünschte Symbolik produziert: Barack Obama kann sich auf internationalem Parkett bewegen; er ist ein geschätzter, begeisternder, versierter Politiker, der das Image der USA nach acht Jahren Bush-Präsidentschaft wieder restaurieren wird. Dass Obama noch vor dem Nominierungsparteitag im August seine Auslandsreisen antreten will, verdeutlicht, wie ernst er die Umfragen nimmt, die ihm immer wieder bescheinigen, dass er als Person und Politiker zwar gemocht wird, es aber erhebliche Zweifel an seiner politischen Erfahrung und Führungsstärke gibt. In einer kürzlich veröffentlichen Umfrage von Washington Post und ABC News gaben lediglich 26% der Befragten an, dass Obama die nötige Erfahrung für das Präsidentenamt mitbringt. Nur 27% bezeichneten ihn als guten militärischen Führer. Obama kann deshalb auf der geplanten Europa-Tour nur gewinnen. Ob dasselbe auch für die deutschen Politiker gilt, mag bezweifelt werden. Sicher würde es Angela Merkel, Kurt Beck oder Guido Westerwelle gut tun, sich im Lichte des populären Kandidaten zu sonnen. Ein Auftritt mit dem Politstar könnte die heimischen Wähler aber auch daran erinnern, dass ein Politiker vom Formate Obamas in Deutschland weit und breit nicht in Sicht ist. Die Macht des TeamsMittwoch, 2. Juli 2008![]() Einen Tag der choreografierten Einheit nannte die New York Times den ersten gemeinsamen Auftritt von Hillary Clinton und Barack Obama. Nicht nur ihre Äußerungen, ihre Mimik, Gestik, Körpersprache, auch ihre Outfits waren an diesem Tag auf einander abgestimmt. „Unity is not only a beautiful place, it’s a wonderful feeling isn’t it?“ sagte Hillary Clinton und fügte an: „ I know what we start here in this field of unity will end on the steps of the Capitol when Barack Obama takes the oath of office.“ Mit diesen Worten lagen sich die vorherigen Rivalen in den Armen und winkten der jubelnden Menge zu. Was deutschen Beobachtern vielleicht unglaubwürdig erscheinen mag, scheint dennoch zu funktionieren. Zahlreiche „Hillary“- Plakate und –Rufe ragten aus der Menge. Die Demokraten sind noch gespalten in Hillary- und Obama-Fans. Um Clintons-Anhänger nicht an McCain oder die Passivität der Nicht-Wähler zu verlieren, muss Obama auf Einheit mit seiner vormaligen Konkurrentin setzen. Dabei geht es besonders um die Stimmen der weißen männlichen Arbeiterschaft, die bislang nur Clinton gewann. Vielleicht ist es auch gar nicht möglich einen Kandidaten so divers zu präsentieren und zu verbiegen, dass er allen Wählergruppen entspricht – ein Problem, das auch deutsche Kandidaten wie Kurt Beck teilen. Ein Blick auf Barack Obamas iPod-Playlist, die gerade in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht wurde, zeigt dies:
Doch gerade diese weiße Arbeiterschicht und ihre musikalischen Vorlieben könnten wahlentscheidend sein. Die Ignoranz dieser Musikkultur wird von der Süddeutschen Zeitung als mutig empfunden. Es sieht ganz so aus, als würde Hillary Clinton demnächst ihre Vorliebe für Country-Musik bekannt geben... Rassismus zum AnsteckenDienstag, 24. Juni 2008
Dieser Button wurde bei der Republican State Convention in Texas verteilt:
Der Verkaufstand wurde von Republicanmarket Das Blog 23/6 ruft bereits zum Vergeltungsschlag auf und bietet dazu folgendes Produkt an:
MoveOn auf KonfrontationskursMontag, 23. Juni 2008
Die links-progressive Internetorganisation MoveOn.org ist dafür bekannt, harte Attacken im Wahlkampf zu fahren. Die Zeitungsanzeige gegen General Petraeus während der hitzigen Debatte im vergangenen Jahr um einen Truppenabzug aus dem Irak ist vielen US-Bürgern noch in Erinnerung. Der Titel der Anzeige lautete: „General Betray Us“. Die Wellen schlugen hoch, MoveOn musste heftige Kritik einstecken.
Nach dieser Aktion schien die Organisation geläutert. Sie passte sich Obamas Positivwahlkampf an, veranstaltete einen Videowettbewerb für den frisch gekürten Präsidentschaftskandidaten und ließ sich vom günstigen politischen Umfeld für die Demokraten treiben. Nun ist MoveOn.org zurückgekehrt zum alten bissigen Stil. Mit dem neuen TV-Spot „Not Alex“, der gerade in den Schlüsselstaaten Ohio, Wisconsin und Michigan gesendet wird, attackieren sie John McCain so direkt und hart an wie nie zuvor. McCains Aussage, dass die USA notfalls bis zu 100 Jahre im Irak bleiben könnten, greifen die Macher des Spots auf eine höchst emotionale Weise auf. Sehen Sie selbst: Die letzten Sätze der Mutter sitzen: “ So, John McCain, when you said you would stay in Iraq for 100 years, were you counting on Alex? Because if you were, you can't have him." Diese Attacke wird sicher noch hohe Wellen schlagen im Wahlkampf. Ob MoveOn Barack Obama mit dieser Form der Negativkampagne allerdings einen Gefallen tut, ist äußerst fraglich. McCains Kampagne wird (im Einklang mit dem Republican National Committee) sicher alles tun, um Obama mit MoveOn in Verbindung zu bringen, um ihn schließlich als „out of touch“ mit dem amerikanischen Mainstream, als zu radikal darzustellen. Alliierte zu haben im Wahlkampf ist wichtig, wenn sich diese unabhängig agierenden Unterstützer aber nicht an die Strategie und den Message Frame des Kandidaten halten, werden sie schnell zum Problem. 1 Million Obama-Fans auf FacebookMontag, 23. Juni 2008 Barack Obama hat nun über 1 Million Freunde auf Facebook. Laut Politics Online ist das mehr als jede andere Seite in der Facebook-Geschichte jemals erreicht hat. Allerdings revidierte Pensito Review diese Meldung bereits und gibt an, dass die Gruppe One Million Against Hillary Clinton schon vor zwei Monaten die Millionen-Grenze überschritten hat. Was an dieser Stelle vielleicht paradox anmuten mag, Hillary Clinton ist auch der Grund für den plötzliche Zuwachs auf Obamas Facebook-Profil, da ihr Ausscheiden aus dem Rennen tausende Demokraten zu einer Neuorientierung bewegte. Barack Obama bedankte sich mit einer Notiz bei seinen Facebook-Freunden und nutzte den Moment, um zu weiterem Engagement zu mobilisieren. Er forderte auf, die Obama-Applikation zu installieren, die aktuelle Informationen über die Kampagne liefert. Außerdem sollen die virtuellen Unterstützer auch im realen Leben aktiv werden und lokale Obama-Gruppen in ihrer Stadt oder Schule gründen, um die Freiwilligen zu organisieren. Auch die Skeptiker spricht Obama direkt an. Die in den USA nur allzu oft gestellte Frage "Werden diese Menschen auch zur Wahl gehen?", beantwortet er mit einem klaren Statement: Die Vorwahlen hätten im ganzen Land gezeigt, dass junge Menschen diese Frage mit einem klangvollen JA beantworten, das zeige sich in historischen Zahlen. John McCain, der ebenfalls in die Internet-Offensive gehen will, hat in das Foto seines Facebook-Profils den Textbanner "A Leader we can believe in" eingefügt. An ihn glauben aber - zumindest auf Facebook - nur 151.430 Anhänger. PS: Heute hat Obama 1.032.717 Anhänger. Obama mit VorsprungFreitag, 20. Juni 2008
Die neueste Umfrage von Washington Post und ABC News hält interessante Daten und Trends für den beginnenden Zweikampf zwischen Barack Obama und John McCain bereit. Das Wichtigste zuerst: 48 Prozent der Wähler würden sich derzeit für Obama entscheiden, 42 Prozent für McCain. Weitere Indikatoren deuten auf Vorteile für den jungen Senator aus Illinois hin. Es gibt aber auch Zahlen, die Obamas Team Kopfschmerzen bereiten sollten.
Das Land giert nach Wandel Die politische Stimmung in den USA steht eindeutig auf Wechsel. Die Zustimmungsraten für Präsident George W. Bush sind auf einem erneuten Tiefststand angelangt. Nur 29% der Befragten sind noch mit seiner Arbeit zufrieden, 68% stehen ihm ablehnend gegenüber (davon 54% sogar stark ablehnend). Erstaunliche 84% Amerikaner sehen das Land auf dem Weg in eine falsche Richtung, ein Allzeithoch. Fragt man Wähler nach ihren Parteipräferenzen für die Kongresswahlen, so entscheiden sich 52% für die Demokraten, nur 37% für die Republikanische Partei. Agenda ist günstig für Obama Das wichtigste Thema für die Wähler ist mit Abstand „Wirtschaft und Arbeitsplätze“ (33%), dahinter folgen „Irak“ (19%), „Krankenversicherung“ (8%) und „Energie“ (6%). Die Themen „Terrorismus“ (4%), „Steuern“ (2%), „Werte und Moral“ (2%) und „Kampf gegen den Terrorismus“ (2%) liegen vergleichsweise weit abgeschlagen dahinter. Beim Kernthema „Wirtschaft und Arbeit“ hat Obama einen deutlichen Kompetenzvorsprung von 16 Prozentpunkten vor McCain, ähnlich sieht es bei den Themen „Krankenversicherung“ (53-33), „Energie/Benzinpreise“ (50-30) und „Klimawandel“ (55-28) aus. Beim Thema „Irak“ geben die Befragten Obama ähnlich hohe Kompetenzen wie McCain (46-47). Nur bei den Punkten „Internationale Erfahrung“ und „Kampf gegen den Terrorismus“ liegt der politische Haudegen McCain vorne. Insgesamt sagen 60% der Wähler, dass Obama der Kandidat ist, der den nötigen Politikwechsel am Besten herbeiführen kann. McCain trauen dies nur 26% zu. Ein großes Plus in einem Wahlkampf, der von Wechsel und Wandel bestimmt ist. Mythos Obama lebt und motiviert Der teils erbittert geführte Zweikampf gegen Hillary Clinton konnte der positiven Sichtweise der Menschen auf Obama wenig anhaben. 63% haben eine positive Meinung von Barack Obama, nur 33% schätzen ihn negativ ein. Ein Traumwert für jeden Wahlkampfmanager! John McCains Zahlen (56-38) sind gut, die Mehrzahl der Wähler folgt Obamas Kandidatur jedoch enthusiastischer (55%) als McCains (45%). Obama hat zudem eine höhere Zahl an Festentschlossenen in seinen Reihen. 73% seiner Sympathisanten haben sich schon jetzt entschieden, ihre Stimme für ihn abzugeben. Von den 25% der unsicheren Obama-Kantonisten halten es nur 7% für wahrscheinlich, dass sich ihre Stimmung noch einmal ändern wird. Dagegen sind 31 Prozent von McCains Anhängern noch unschlüssig, ob sie dem „Mac“ ihre Stimme geben sollen, 17% davon halten einen Wechsel zu Obama sogar für wahrscheinlich. Ungemach inmitten positiver Daten Die Washington Post/ABC-Umfrage zeigt aber auch Schwachstellen Obamas auf. Bei den wichtigen Wählern der Mitte, den sog. Independents, liegen Obama und McCain weiterhin gleich auf. Obama scheint zudem Probleme zu haben, die Gräben innerhalb seiner Partei zu schließen. Nur acht von zehn Demokraten unterstützten Obama, McCain kann hingegen auf die Unterstützung von 90 Prozent der Republikaner bauen. Die Unzufriedenheit mit dem Ausgang des demokratischen Vorwahlkampfes sieht man auch bei der Frage nach einem möglichen Vizepräsidentschaftskandidaten für Obama. 46% geben an, dass er sich für Hillary Clinton entscheiden sollte. Alle anderen Kandidaten liegen abgeschlagen dahinter. Obamas größte Schwäche ist jedoch seine fehlende Erfahrung. Obwohl er sich politische Sporen im Duell mit Hillary Clinton verdient hat, haben sich seine Werte im Bereich „experience“ nicht verbessert. Nur 50 Prozent der Befragten gaben an, dass Obama die nötige Erfahrung besitzt für das Präsidentenamt, genauso viele wie im März. Ein klares Einfallstor für McCain. Campaigns will matter! Alles in allem bleibt das Rennen spannend. Die Kampagnen haben viel Arbeit vor sich. Das zeigen auch die Daten. Trotz eines langen, informationsgesättigten, zermürbenden Vorwahlkampfes geben über die Hälfte der Wähler an, wenig bis gar nichts über die Kandidaten und ihre Positionen zu wissen.
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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McCain flirtet mit den DemokratenFreitag, 13. Juni 2008John McCain macht in diesen Tagen nicht nur mit einem neuen Blog von sich reden. Er überrascht auch mit einer zarten Kontaktaufnahme zu den Demokraten, denn sein "Online Action Center" ist mit dem Daily Kos verlinkt, dem meistgelesenen progressiven Blog der USA. John McCains Blog ist ein Instrument im Werkzeugkasten des Online-Campaignings, mit dem Barack Obama seine dominante Webpräsenz streitig gemacht werden soll. Zu den Vorzügen des neuen Blogs gehört der Einblick in den Terminkalender McCains und Fotos, die dort exklusiv verbreitet werden. Außerdem wird er für Kommentare jeder politischen Couleur offen sein und sich damit stark von Hillary Clinton's Blog absetzen, der sich in Selbstbeweihräucherung einnebelte, wie The Nation im März berichtete. Mit diesem "Link nach links" versucht McCain in fremden Gewässern zu fischen und das Gespräch mit der linken Leserschaft zu suchen. Im McCain'schen Online Action Center gibt es sogar Punkte zu gewinnen, wenn ein McCain-Aktivist Kommentare auf dem anderen Pol der politischen Arena positioniert. Der Fortschritt in der Internet-Kommunikations-Kultur ist enorm, wenn man bedenkt, dass beim letzten Präsidentschaftswahlkampf vor vier Jahren John Kerry seinen Link zum Daily Kos zurückzog, nachdem der erste negative Kommentar einging. Heute sind Blogs, so berichtet der Journalist Ari Melber auf der TechPresident-Website, ein so wesentlicher Bestandteil der landesweiten Politik, dass auch John McCain beginnt, sich für sie zu interessieren. Strategieseminar mit John McCainDonnerstag, 12. Juni 2008
Offenheit und Partizipation, das sind die Trendwörter des Präsidentschaftswahlkampfes 2008. Sich transparent geben, Menschen in die Kampagne einbeziehen. Darum geht es. Obama gab diesen Trend vor. McCain folgt. Die neueste Innovation des „Mac“: Kampagnenmanager Rick Davis schickte kürzlich ein Web-Video über den Verteiler, das Einblicke in die Strategie McCains gewährt.
In einer ca. 15-minütigen PowerPoint-Präsentation gibt Davis seine Einschätzungen über das Rennen zwischen McCain und Obama ab. Zunächst bemerkt er, was selbst die überzeugtesten Parteigänger der Republikaner schon wissen: Das politische Klima ist für die Grand Old Party (GOP) so schlecht wie selten in der jüngeren Geschichte der USA. So weit so gut. Die Konsequenz für McCain: Er muss seine Strategie zuallererst auf die Mitte, die Wechselwähler, die Unentschlossenen ausrichten. Vorbei sind die Zeiten, als Karl Rove mit reiner Basismobilisierung Wahlen gewinnen konnte. O-Ton Rick Davis: „No longer can a Republican candidate win by running up the score with our base voters”. McCain kommt als Person gut an beim Wahlvolk, vor allem bei den Independents. Seine Umfragewerte liegen deutlich über denen seiner Partei (Angela Merkel lässt grüßen). Die Strategie McCains wird es sein, sich als Kandidat aus der Mitte des Volkes zu präsentieren. In einem immer noch mitte-rechts-denkenden Land geriert sich der politische Haudegen und Kriegsheld als „in touch“ mit den Amerikanern, ohne die Gelegenheit zu verpassen, Obama als zu liberal, zu elitär, zu abgehoben darzustellen. Beruhigt können die Strategen der GOP sein über die inhaltliche Ausrichtung der Kampagne. John McCain hat erkannt, dass es bei dieser Wahl primär um Wirtschaft und Arbeit geht, um die sog. „pocketbook issues“, die Davis besonders hervorhebt. Interessant ist der organisatorische Teil der Präsentation. McCain schafft eine neue, schlanke Kampagnenstruktur, die sehr dezentral angelegt ist, mit insgesamt zehn Regionalmanagern, die nahezu alle Freiheiten in den Bereichen Fundraising, Kommunikation und Wählermobilisierung haben. Dies bedeutet eine erstaunliche Abkehr von den Zentralisierungstendenzen republikanischer (Partei-)Organisationen in den letzten Jahren. Dennoch wird deutlich, dass McCain die Partei braucht. In seiner Präsentation führt Davis die Gelder von McCain und des Republican National Committee (RNC) geschickterweise zusammen auf. Das kann man so machen. Es bedeutet aber, dass die Parteiorganisation zu einem zentralen Element der Kampagne aufsteigen wird, insbesondere in den Bereichen Get-Out-The-Vote (GOTV), Wählertargeting und TV-Spots. Hier geht es zur Präsentation von Rick Davis. Viel Spaß beim Strategieseminar! Als Bonus hier noch der neueste TV-Spot von John McCain mit dem Titel “Safe“.
Obamas Sieg über die LöwinMittwoch, 4. Juni 2008
Barack Obama hat sein erstes Etappenziel erreicht. Nach 16 Monaten, 57 Vorwahlen und einem Sieg am Grünen Tisch konnte er das epische Duell gegen Hillary Clinton gestern für sich entscheiden. Die magische Grenze von 2.118 Delegierten ist überschritten, Obama wird der Kandidat der Demokraten sein. Der Ausgang kam nach den Entwicklungen der vergangenen Wochen nicht überraschend, ist aber (historisch gesehen) beeindruckend: Ein Politnovize mit einem gewöhnungsbedürftigen Namen, mit einem Vater aus Kenia und einer Mutter aus Kansas, hat eine (partei)etablierte Ex-First Lady geschlagen, die noch vor einem Jahr mit dem Brustton der Unvermeidlichkeit in die Menge gerufen hatte: „I Am In To Win!“. Hillary Clinton führte eine gute Kampagne, sie kämpfte wie eine Löwin. Das war aber nicht genug gegen einen Kandidaten, dessen Wahlkampf sich zu einer real existierenden Massenbewegung entwickelt hat.
Demonstrativ spielten die Organisatoren auf Hillarys Abschlussveranstaltung gestern das Lied „Ain´t no mountain high“. Aber auch die treuesten Fans werden bald einsehen, dass sich der Berg einen anderen Propheten gesucht hat. Es ist Clintons erste große Niederlage als Kandidatin, damit muss die ehrgeizige Politikerin erst einmal fertig werden. Natürlich hat sie Fehler gemacht. Sie hat zu sehr auf einen Wahlkampf der Unvermeidlichkeit und der Stärke gesetzt und damit den Gegensatz zum frischen, neuen Wandelprediger Obama bewusst heraufbeschworen. Sie sollte aber stolz auf ihre Kampagne sein. Sie mobilisierte große Teile der demokratischen Stammwählerschaft, sie hob ihre Stimme für die Benachteiligten im Land, sie kämpfte beherzt gegen die gläserne Decke, die viele Frauen in den USA vom Aufstieg in Führungspositionen abhält. Barack Obama hatte Recht, als er gestern sagte: “She has made history not just because she's a woman who has done what no woman has done before, but because she is a leader who inspires millions of Americans with her strength, her courage and her commitment to the causes that brought us here tonight.” Ein nüchterner Blick auf den Ausgang der Vorwahlen zeigt aber, dass Barack Obama den Zeitgeist besser als Clinton erkannt und aufgegriffen hat. Sein unpolitisches Politstar-Image, sein positiver Populismus gepaart mit einer konsequenten Kampagnenausrichtung auf direkten Wählerkontakt gewann letztlich gegen den gut gemachten, aber zu etablierten und traditionellen Wahlkampf der Ex-First Lady. Gestatten: EliteDienstag, 3. Juni 2008
Die Kandidaten im aktuellen US-Präsidentschaftswahlkampf versuchen derzeit alles, aber auch alles, um ihr elitäres Image abzulegen. So berichtete Elisabeth Bumiller in der New York Times über „The Snare of Priviledge“. Wer zur Elite eines Landes gehört, ist eine Frage, die auch derzeit in Deutschland häufig gestellt wird, und das nicht erst seit Julia Friedrichs mit Gestatten: Elite zeigt, dass sich in der Bundesrepublik immer mehr eine finanzkräftige Elite selbst reproduziert. Kritiker lobten die junge Autorin für das gelungene Werk, beklagten allerdings auch ihren Elitebegriff, der vor intellektuellen Eliten halt macht.
Für die USA, so Elisabeth Bumiller, gehören Wohlstand und Status immer noch zu den Elitekriterien, auch wenn es sich um eine angeblich klassenlose Gesellschaft handelt. „In a nation without a titled aristocracy, an elite education may well be the most important membership card.“ Eine elitäre Ausbildung haben alle drei Kandidaten genossen. Hillary Rodham Clinton, Wellesly College ’69, Yale Law School ’73, First Lady für acht Jahre und plötzlich ist sie die Heldin der Arbeiterklasse. Barack Obama, Columbia University ’83, Harvard Law School ’91, besucht nun Bowling-Bahnen und Bierhallen. Er spricht über seine alleinerziehende Mutter, die von Sozialhilfe lebte. John McCain, United States Naval Academy ’58, Sohn und Enkel von Admirälen, Ehemann einer der reichsten Frauen Arizonas, spricht gerne von seiner Blockhütte, anstatt von dem im "Architectural Digest" besprochenen Ferienhaus. In einem zunehmend populistischen Land überrascht es nicht, dass sich die Kandidaten von ihrem elitären Image distanzieren. Nehmen die Amerikaner es ihnen ab, keine Elite zu sein? Sollten sie etwa keine Elite sein? Natürlich möchten auch die Wähler den besten, klügsten und glaubürdigsten für das Präsidentenamt. Aber was letztendlich für die Wähler zählt, ist nicht das akademische Prestige, sondern die Fähigkeit des Kandidaten, eine emotionale Verbindung herzustellen und das Vertrauen der Bürger zu gewinnen. So sah man Hillary Clinton mit einer Flasche Bier in der Hand tanzen: John McCain versucht es auf andere Weise. Er sagte den Bergleuten in Kentucky: „Ich kann nicht behaupten, dass unsere Lebensumstände ähnlich seien, ich bin nicht der Sohn eines Bergmanns. [...] Meine Arbeit ist nicht so hart wie Eure, aber Ihr seid meine Kameraden und das bedeutet mir mehr als fast jede andere Bindung.“ Niederlage am Grünen TischMontag, 2. Juni 2008
Hillary Clinton konnte zwar gestern einen lockeren Sieg bei den Vorwahlen in Puerto Rico verbuchen, das Wochenende wird die Kampagne allerdings als nicht gelungen bezeichnen müssen. Der Parteiausschuss der Demokraten, das sog. Rules and Bylaws Committee, entschied am Samstag, dass die Delegierten aus Florida und Michigan zwar am Parteitag in Denver (25.-28. August) teilnehmen dürfen, aber nur mit halber Stimmkraft.
Florida und Michigan hatten ihre Vorwahlen gegen die Bestimmungen des Democratic National Committee (DNC) auf einen früheren Termin vorverlegt und damit den behutsam ausgehandelten Vorwahlkalender der Demokraten durcheinander gebracht. In keinem der beiden Staaten machten die Kandidaten deshalb aktiv Wahlkampf; in Michigan hatten Barack Obama und John Edwards ihre Namen sogar vom Wahlzettel nehmen lassen. Das Problem: Hillary Clinton hatte die Abstimmungen in Florida und Michigan deutlich gewonnen und drängte in den vergangenen Wochen darauf, die Delegierten vollständig (inkl. voller Stimmkraft) auf dem Parteitag zuzulassen. So hätte sie zwar den Vorsprung Obamas bei den Delegierten auch nicht aufgeholt, aber zumindest mehr absolute Wählerstimmen als der junge Senator aus Illinois auf ihrem Konto gehabt. Ein symbolisches, aber wichtiges Argument, um die restlichen Superdelegierten doch noch von ihrer Kandidatur zu überzeugen. Daraus wird nun nichts mehr. Nach fünfstündiger Diskussion, die immer wieder von Buhrufen und Jubel der Anhänger beider Kandidaten unterbrochen worden war, einigten sich die Mitglieder des Parteiausschusses darauf, Clinton einen Nettogewinn von 24 Delegiertenstimmen gegenüber Obama zuzusprechen (19 in Florida und 5 in Michigan). Es war vor allem die Michigan-Frage, die die Gemüter erhitzte. Mit einer bisher einmaligen (und kruden) Rechenweise, basierend auf den Abstimmungsergebnissen, Nachwahlbefragungen und sog. Write-In-Wahlzetteln, ermittelte der Ausschuss, dass Clinton in Michigan 69 und Obama 59 Delegierte zugesprochen bekommen. Das brachte Harold Ickes, Hillarys Vertreter im Rules and Bylaws Committee, vollends auf die Palme. Er sprach von Geiselnahme der Wählerstimmen und machte auf einer Pressekonferenz nach der Sitzung deutlich, dass Clinton sich das Recht vorbehalte, diese Zählweise auf dem Parteitag in Denver anzuzweifeln. Das wäre der Super-Gau für die Partei, die sich natürlich nichts Sehnlicheres wünscht als einen harmonischen Ablauf der Krönungsmesse. Ob es aber so weit kommt, ist fraglich. Obwohl sich Hillary weiter kämpferisch gibt, drängen sie immer mehr Demokraten, nach dem Ende der Vorwahlsaison am morgigen Dienstag aus dem Rennen auszusteigen. Um die Nominierung zu gewinnen, braucht es nun 2.118 Delegierte. Obama fehlen nach Berechnungen der Associated Press nur noch 47 Delegierte. Die Ziellinie ist (endlich) in Sicht…
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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McCains schweres ErbeMittwoch, 28. Mai 2008
Es war im März, als der frisch gekürte republikanische Kandidat John McCain seinen obligatorischen Termin im Weißen Haus absolvierte. George W. Bush gab dem Senator aus Arizona sein offizielles Plazet. McCain brauchte diesen Ritterschlag vom Präsidenten, um bei der republikanischen Basis zu punkten. Auf der gemeinsamen Pressekonferenz sagte Bush, dass er John McCain im Wahlkampf gerne tatkräftig unterstützen wolle. McCain lächelte, wusste aber schon damals, dass er Auftritte mit einem der unbeliebtesten Präsidenten aller Zeiten vermeiden musste.
Die Distanz zu Bush ist (überlebens)notwendig für den Senator. John McCain ist der einzige Kandidat der Republikaner, der das Rennen um das Weiße Haus überhaupt noch spannend halten kann. Sein Image des Querdenkers, des unbestechlichen, überparteilichen Senators hilft ihm derzeit (noch), sich von den unterirdischen Umfragewerten für die Republikanische Partei und ihrem Präsidenten zu isolieren. Was also tun mit George W. Bush? Wie schon im Kongresswahlkampf 2006 wird der scheidende Präsident als „Cash Cow“ für die Partei benutzt. Fundraiser mit Bush spülen immer noch erstaunliche Summen in die Kassen der republikanischen Kandidaten und Parteiorganisationen. Trotz Zustimmungsraten von düsteren 30% ist er bei der Basis beliebt und lockt den reicheren Aktivisten dicke Schecks aus den Anzugtaschen. Am Dienstag stand Bushs erstes Fundraising-Event mit John McCain in Phoenix, Arizona, auf dem Programm. Die Veranstaltung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die einzige Chance auf ein gemeinsames Foto der beiden Herren hatte die Presse auf dem Flugplatz in Phoenix. Nur wenige Sekunden waren McCain und Bush zusammen zu sehen, bevor sie schnell in ihren Limousinen verschwanden. Pech für John McCain: Fotos von Bush und ihm gibt es in Hülle und Fülle. Hier eine kleine Auswahl:
Jugendliches WahlverhaltenMittwoch, 28. Mai 2008
Das Internet hat die Schlagkraft des Fernsehens erreicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Forschungsinstituts Greenberg Quinlan Rosner, in der das Medienverhalten der amerikanischen Jugend untersucht wurde.
Die Umfrage (PDF) richtete sich an die 18-29-jährigen. Im Zentrum stand die Frage, wie sich die Jugend über Politik informiert. Dabei stellt sich heraus, dass wenn es um den US-Präsidentschaftswahlkampf geht, die meisten Jugendlichen lokale TV-Nachrichten sehen und fast ebenso viele sich im Internet informieren. Erst danach folgt das landesweite Fernsehen, wie Fox, NBC, CBS und ABC, wenn es um tägliche oder mehrfach täglich genutzte Informationsquellen geht. Welche Webseiten dazu aufgerufen wurden, wurde ebenfalls ermittelt. Von 176 Befragten gaben 37 an, hauptsächlich über die Suchmaschinen von AOL, Yahoo, MSN oder Google zu recherchieren. An zweiter Stelle stehen Webseiten von TV-Nachrichtensendern wie zum Beispiel CNN, BBC, oder FoxNews. Politische Webseiten dagegen wurden nur von 5 Befragten aufgerufen, die Wahlkampf-Websites der Kandidaten von 7. Die Webseiten sozialer Netzwerke wie MySpace wurden auch nur von 7 Befragten besucht, um sich über Kandidaten zu informieren, Online-Blogs von nur einem Befragten. Das Fernsehen ist demnach immer noch das wichtigste Informationsmedium, aber nur, weil es auch im Netz mit Websites vertreten ist. Obamas Sieg… in ReichweiteMittwoch, 21. Mai 2008
Es muss ein gutes Gefühl für Barack Obama gewesen sein, zurückzukommen an einen Ort, der seine Kandidatur, vielleicht auch sein Leben, nachhaltig verändert hat. Keine Frage: Iowa war der Wendepunkt im Rennen gegen Hillary Clinton. Hier erzielte er seinen ersten Sieg, hier hielt er eine seiner besten Reden, hier zeigte er, dass er auch im Heartland der USA ein glaubwürdiger Kandidat ist.
Gestern verkündete Barack Obama in Des Moines, dass sein Sieg in Reichweite sei. Eine interessante Formulierung. In Reichweite? Gestern war klar geworden, dass er mit seinem Vorwahlsieg in Oregon und den nötigen Delegierten aus Kentucky die absolute Mehrheit der 3.253 „pledged delegates“ erreicht hat. Anders gesagt: Die Mehrheit der in Vorwahlen und Caucuses bestimmten Delegierten für den Parteitag ist ihm sicher. Da Obama aber noch nicht die nötige Anzahl von Superdelegierten hinter sich hat, wird er noch warten müssen auf den endgültigen Sieg gegen Hillary Clinton. Für die Ex-First Lady hatte Obama gestern nur Nettigkeiten im Gepäck. Er gratulierte ihr zu einem (überzeugenden) Wahlsieg in Kentucky und pries sie als erfahrene politische Kämpferin für das Gute in der Welt. Doch die Lobhudeleien dauerten nicht allzu lange. Schnell richtete Obama seinen Blick auf den Zweikampf mit John McCain. Zwei Argumentationslinien gegen McCain wurden gestern deutlich. Zum einen will Obama den Wettstreit mit dem 71-jährigen Senator aus Arizona zu einer Wahl zwischen Status Quo und Wandel machen, also zwischen Vergangenheit und Zukunft. Zum anderen versucht er, John McCains Image als unabhängiger, quer denkender Republikaner („Maverick“) einzureißen, indem er McCain so oft er kann mit dem Namen eines gewissen George W. Bush in Verbindung bringt. Was machte Hillary Clinton? Die gab sich gestern noch nicht geschlagen und feierte ihren überzeugenden Sieg in Kentucky mit dem Hinweis auf eine andere mathematische Begebenheit. Clinton erklärte, dass sie die Mehrheit der absoluten Wählerstimmen hinter sich habe, also die Mehrheit aller abgegebenen Stimmen im Laufe der demokratischen Vorwahlen. Dies ist faktisch richtig, aber nur, wenn man ihre Siege in Michigan und Florida einbezieht. Die sind aber weiterhin wertlos, da sich das Democratic National Committee (DNC) bisher weigert, die Abstimmungen anzuerkennen. Zudem wäre ein Sieg bei der sog. „popular vote“ lediglich ein moralischer Erfolg. Was zählt, ist die harte Währung der Delegierten. Und in dieser Wertung liegt Obama eindeutig vorne. Die Zeichen stehen also, trotz allem mathematischen Hin und Her, klar auf Sieg für Obama. Immer mehr Superdelegierte kommen aus den Büschen, jeden Tag gewinnt er drei bis fünf Politiker aus dem Parteiestablishment für seine Sache hinzu. Das wird sich bald zu einer endgültigen absoluten Parteitagsmehrheit addieren, die er dann vielleicht in Springfield, Illinois feiern wird. Dem Ort, an dem seine bemerkenswerte Kampagne offiziell begonnen hatte. Bei all dem Jubel und der Begeisterung sollte Obama aber nicht vergessen, dass er weiterhin massive Probleme mit vielen Teilen der Wählerschaft hat. Die Niederlage in Kentucky zeigt einmal mehr, dass viele weiße, kulturell konservativere Wähler auf dem Land ein Problem mit dem als zu luftig und elitär stilisierten Obama haben. Auch bei Hispanics und älteren Wählern muss er gut Wetter machen, wenn er den Hauptwahlkampf gegen John McCain gewinnen will. Es bleibt wie immer … spannend.
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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14:58
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Wo ist die erste US-Präsidentin?Montag, 19. Mai 2008
Über Hillary Clintons Zunkunft ist noch nicht das letzte Wort gesprochen, doch Kate Zernike macht sich in ihrem in der New York Times erschienenen Artikel schon Gedanken, wem die Rolle der ersten amerikanischen Präsidentin auch gut stehen würde.
Aber wer eignet sich für diese Rolle? Bildet man ein Potpourri aus den Vorschlägen von politischen Strategen, Talentscouts, Politikern und Wissenschaftlern, die zum Thema „Frauen in der Politik“ forschen, tritt folgende Figur zu Tage: Eine Frau, die aus dem Süden kommen wird oder aus der Region westlich des Mississippis. Sie wird der demokratischen Partei angehören, hat in zwei konservativen Staaten gewonnen, oder sie gehört der Partei der Republikaner an, kommt aus der Privatwirtschaft und kandidiert als Gouverneur. Sie hat Erfahrung als Führungskraft, Juristin und hat sich selbst als Kämpferin erprobt, als eine warmherzige natürlich. Sie wird jung genug sein, um als Postfeministin zu gelten. Sie wird verheiratet sein und Kinder haben, allerdings schon etwas ältere. Sie wird ihre Erfahrung hervorheben und Hosenanzüge tragen. Oh, und es könnte sein, dass es diese Frau gar nicht gibt. Bemerkenswert ist es, dass auf Seiten der Republikaner weitaus mehr Frauen für eine Kandidatur in Frage kommen, zum Beispiel Sarah Palin, Republikanerin und Gouvereurin von Alaska. Sie ist nicht nur als Reformerin bekannt, sondern auch als Motoradfahrerin.
Aber für viele Frauen stellt sich die Frage, warum eine Frau überhaupt kandidieren sollte, nachdem die Medien es ihnen offensichtlich besonders schwer machen. “Wer traut sich noch anzutreten?” fragt Karen O’Connor, Direktorin des Woman and Politics Institute an der American University. Auch Karen Tumulty spricht auf dem Time-Blog von sexistischer Medienberichterstatttung, aber sieht nicht ganz so schwarz, schließlich hat das Time-Magazin vor drei Jahren Amerikas Gouverneure bewertet. Dabei zeigte sich, dass zwei von den fünf besten Gouverneuren Frauen waren: Janet Napolitano (Arizona) und Kathleen Sebelius (Kansas). Wie Kate Zernike in der New York Times schreibt, gibt es auch eine große Zahl von Frauen aus dem „Corporate America“, die für eine Kandidatur in Frage kommt. Zu ihnen gehört zum Beispiel Meg Whitman, die auch schon mit der Politik liebäugelt.
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