„Es fühlte sich an wie der Mauerfall in Berlin. Etwas, dass man sich lange ausgemalt hat, das aber unmöglich schien, jetzt ... ist es passiert. Es fühlte sich an, als würde sich der amerikanische Traum erfüllen.“ So schreibt Marc Fisher in der Washington Post.
Vor dem Weißen Haus versammeln sich hunderte von Stundenten und jungen Leuten, die Amerika feiern. In dieser Nacht wird George W. Bush lange wach gehalten von den nicht enden wollenden „O-ba-ma“ Rufen vor seiner Tür. Die „Yes we can“-Stimmen kippen in ein noch lauteres „Yes we did“. Über die Pennsylvania Avenue fahren jubelnde Menschen und hupen. In einer Seitenstraße tanzen sie mit wehenden Fahnen auf einem Autodach. Ab und zu fährt ein Truck langsam durch die Menschenmenge, die längst die Straße erobert hat, und hupt wie ein Öltanker – die Menge antwortet mit lauten Freudenschreien. Ein paar Straßen weiter gibt ein Trommler den Takt vor, und eine Gruppe tanzt in Formationen über die Straße, als würde sie Westside Story aufführen. Ein Zuschauer des Spektakels sagt: „Ich bin wieder stolz, Amerikaner zu sein“.
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