Im schönsten Denglisch berichtet die New York Times über Barack Obamas Auftritt in Berlin: Unter der Überschrift Und Der Winner is kündigt Nicholas Kulish Obamas Rede vor der Siegessäule an, in der der US-Präsidentschaftskandidat in erster Linie auf die transatlantischen Beziehungen eingehen wird.Die aktuelle deutsche Debatte über die Wahl der Siegessäule als geeignete Kulisse fasst Kulish nicht nur präzise zusammen, sondern führt sie auch fort – mit bereits mehr als 200 Kommentaren.

Nicht ganz so gut trifft Daily Kos den Punkt der Kontroverse. Aber hier wird berichtet, dass sich die Stadt Berlin auf 1 Million Zuschauer vorbereitet.
Nicht nur die amerikanische Presse interessiert sich für die Berlinreise des Kandidaten, sondern auch Interessensgruppen bereiten ihre Mitglieder vor. Heute erreichte mich eine E-Mail von One, einer Internet-Organisation, die mehr als 2 Millionen Unterstützer weltweit hat und sich gegen extreme Armut engagiert. Zu den Erfolgen von One zählt, dass in den letzten 5 Jahren 29 Millionen mehr afrikanische Kinder die Grundschule besuchen konnten und 2 Millionen an HIV erkrankte Afrikaner medizinisch behandelt werden konnten.
In der E-Mail wurden One-Mitglieder aufgefordert, die in Berlin leben, am Donnerstag, den 24. Juli 2008 zu Barack Obamas Rede zu erscheinen, um ihn darauf aufmerksam zu machen, dass Armut ein globales Problem ist. Die Unterstützer können sich registrieren und erhalten dann eine weiter Info-E-Mail, die über den genauen Ort der Rede informiert und bekannt gibt, wo T-Shirts von One kostenlos verteilt werden. Überall in Amerika, wo Obama Wahlkampfreden hält, sind One-Mitglieder im Publikum und erinnern ihn daran, dass die Bekämpfung extremer Armut seinen Wählern ein wichtiges Anliegen ist.
Das One-Beispiel zeigt, wie sich auf vielen Ebenen Grassroots–Aktivismus entwickeln kann.
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